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Spuchtel bis spucken1 (Bd. 6, Sp. 370 bis 372) | |||
Spuchtel, m. Spuchtel-macher, m. Spuchtement, n. Spüchtement, n. Spuchten, m. Spüchten, m. Spuchten-franz, m. Spuchten-macher, m. Spüchten-, m. Spuchten-macherei, f. Spuchten-michel, m. Spuchtes, m.? Spucke, f. spucken1, schw. spucken2 Spuck-hafen, m. Spuk, m. spuken, schw. Spuker, m. Spukes, m. Spukes-macher, m. Spuksel, n. spukseln, schw. Spukte Spuktenmacher Spül-bank, f. Spül-brenke, f. (n.) Spül-brühe, f. Spül-bütte, f. Spule, f. m. Spulen, f. m. spulen, schw. spülen, schw. Spuler, m. spulgen, schw. Spül-hafen, m. Spülich, m. spulieren, schw. Spül-kanne, f. Spül-kant, f. Spül-kübel, m. Spül-lumpen, m. Spüllumpen-fresser, Pl. Spüllumpen-suckler, Pl. Spüllumpen-zuckler, Pl. Spül-maschine, f. Spul-rad, n. Spül-schüssel, f. Spül-schwenke, f. Spül-sprenke, f. Spül-stande, f. Spül-tisch, m. Spül-trog, m. Spül-tüpfen, m. Spül-wanne, f. Spül-wasser, n. Spülwasser-brühe, f. Spülwasser-schüssel, f. Spul-wurm, m. Spül-zuber, m. Spund1, m. Spunden1, m. Spund2, m. Spund3 Spund-axt, f. Spund-daube, f. Spunden1 Spunden2, m. spunden, schw. Spunden-bohrer, m. spunden-faul, Adj. Spunden-loch, n. spunden-voll, Adj. Spunden-zapfen, m. Spund-holz, n. Spund-kuchen Spund-loch, n. spund-voll, Adj. Spur, f. Spor, f. Spur-biene, f. spuren, schw. spüren, schw. Spur(en)-hund, m. Spür-, m. spurig Spurkel, m. Spürkel, m. Spurkel-macher, m. Spürkel-, m. Spürkelsin, f. Spürklersin, f. Spürklerin, f. Spurkes, m. Spür-nase, f. Spur-schlitter, m. Spur-schnee, m. spurteln Spurzen, Pl. sputen, schw. | [Bd. 6, Sp. 371] PfWB Spoken, Spuchtes; Zs.: PfWB Gespuchten; Syn. s. PfWB Schnakes2 1. Sp. mache 'Spässe machen' [mancherorts Pf Gal Rußl]. Der macht als 'andauernd' Sp. [ KU-Konk FR-Maxd LA-Gommh BZ-Dernb], nix wie Sp. [ GH-Sondh], wirrer Sp. [ KU-Trahw]. Mach mer kää so Sp.! [ KL-Reichb Pirmas LU-Böhl LA-Wollmh]. Ich treib der ach emol e Sp.! 'Mit Dir erlaube ich mir auch einmal einen Scherz!' [ BZ-Annw]. Der is voller Spichte [Wilms Alph. 46]. Dann wer e Weltgeschicht will schreiwe, / Muß immer wissenschaftlich bleiwe, / Der derf kee Sprich un Spuchte mache, / Wo die Gelehrte driwer lache [Münch Werke I 21]. Der Mann, der war kä' schlechter Schitz / un war voll Spuchte un voll Witz [Albert Bei uns 37]. Mer kanns gar net siehn, was die for Sp. mache, wann se ausenanner gehn [ KL-Reichb]. Die kriege heit obend emool so en Sp. g'spielt [ LA-Rhodt]. »Daß sein so Schbuckte vun dem Buxeschneider«, / Heeßt's [Müller Schneiderche 89]. Was 'r Spichte macht, der Schode! [Kühn Hamet 42]. Det so am alte Krembel henke, an Spuchte un an Nauwe (Naupen) denke [Fuhrmann 1]. Un wammer aach met unsre Mähd / Gern unser Spuckte dreiwe [Müller Luscht un Lewe 73]. Wann die Mannsleut jung un verliebt sein, treiwen se allerhand Spichte [Kühn Kumödi 75]. Wu esch for G'schpäss' un Schpuchte / Schtehts offe Dher' un Dhor? [Rohr 158]. Ich war noch jung, un voller Spichte, / Un s Herz hott mr im Leib gelacht! [Kühn Palz 60]. Guck den Scharsch! dhut immer neckse, / Alle Schpichte macht 'r mit! [Kühn Schnitze I 51]. Unn hinner de Teek hott de Unkel gemacht / Sein freehliche Schnooke unn Schbichde [Glückstein 3]. Alliterierende Wend.: Er is voller Spuchde un Spichde 'Er ist ein lustiger Vogel' [ KU-Reichsth]; Spichde und Sparjemende (Spargiment) [Kus]; kee Sprich un Spuchte [Münch Werke I 21]. — Das Wort ist eine Nebenform mit k-Verschiebung zu niedd. Spuk, Spok, Spöke 'gespensterhaftes, tolles Treiben' u. a., aus dem nhd. Spuk übernommen wurde ( DWB DWb. X, II,1 210 ff.). — RhWB Rhein. VIII 456; LothWB Lothr. 485, ElsWB Els. II 534 Spichten; Schwäb. V 1601; Bayer. II 656; Hess.-Nass. III 708 Spucht. [Bd. 6, Sp. 372] wend 22/1956 S. 2]. RA.: Des is (Du bisch) e alder Sp. [KL-Erfb Pirmas LA-Gommh Krieger 18]. Der is e Sp. wie sei Brurer [ KL-Reichb]. RhWB Rhein. VIII 456; Hess.-Nass. III 709. — -macherei f.: 'Schwindelei'. Dem han se sei Schpuchtemacherei vor Gericht ausgetriwwe [Krieger 55]. — -michel m.: 'Spaßmacher, Ulkvogel', Spichdemichel (ˈbiχdə̩miχəl) [ PS-Geisbg]; Syn. s. PfWB Spaßvogel.
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