Wörterbuchnetz
Pfälzisches Wörterbuch 
 
Zwischen-holz bis Zwitter (Bd. 6, Sp. 1758 bis 1759)
 
   Zwischen-holz n.: 'die mittleren Stangen (Eggenbäume) an der Egge', Zwischeholz [ RO-Obd].
 
 
Zwischening 'Scheidewand im Stall' s. Zwi-

[Bd. 6, Sp. 1759]
schen(l)ing.
 
  
Zwischen(l)ing f.: 'Scheidewand zwischen zwei Ständen im Stall', Zwischeling [ ZW-Battw], Zwischling [ HB-Seyw ZW-Dietriching Hornb Mauschb Riedbg PS-Fehrb Gersb Hengsbg L'mühl], Zwischening [ HB-Medh Nd'gailb]; Syn. s. PfWB Scheidewand u. K. 375 Unterschied.
 
  
Zwischen-mann m.: 'wer einen Streit schlichtet, Vermittler', Zwischemann [ KU-Dennw/Frohnb]. Er macht de Z. [ KU-Dennw/Frohnb]. — -stand m.: 'Scheidewand zwischen zwei Ständen im Stall', -stand [ ZW-Lambsbn KB-Biedh]; Syn. s. PfWB Scheidewand u. K. 375 Unterschied. — -träger m.: = PfWB Zwischenmann, -dräger [ GH-Nd'lustdt]. — -wand f.:
1. 'meist nicht tragende, dünnere Wand', -wand [Pirmas]. —
2. = PfWB Zwischenstand [ PS-Claus Münchw BZ-Dernb]; Syn. s. PfWB Scheidewand u. K. 375 Unterschied. RhWB Rhein. IX 920.
 
 
zwischig Präp.: 'zwischen', zwischich (dswiiχ) [KL-Fischb PfId. 157 Danner Penns 10 Krämer Gal 250], gschwischich [Lambert Penns 74]. RA.: z. Dag un Dunkel 'in der Dämmerung' [Krämer Gal 250]. Mit weiße Wänn een aldes Haus / guckt freindlich zwischich Grienem raus [PfMda.-Wettstreit 86]. Volksgl.: Wammer middags z. elf un zwelf eßt, der, was kummt, gebt em sei Mann [Fogel Beliefs Penns Nr. 61]. Z. Grischdag un Neijohr soll mer sich net wäsche un a net rumstrippe odder mer hot ken Glick [Fogel Beliefs Penns Nr. 1352].
 
  
Zwist m.: 'Streit', kein eigentl. Wort der Mda., Zwist (dswisd) [ FR-Bockh]; Syn. s. PfWB Zores 1 a. Volksgl.: Wenn dem Hochzeitszug eine Katze über den Weg läuft, bedeutet es Z. [ FR-Bockh]. RhWB Rhein. IX 920.
 
  
zwitschern schw.:
1. 'lustig singen, schmettern, vom Gesang der Vögel, bes. der Schwalbe', zwitschere (dswiderə) [vereinzelt, Karch Gimmdg/ Muttstdt 239 Lambert Penns 187 Krämer Gal 250], zwitschre [PS-Rodalb (Bernhard 195)]; vgl. PfWB Gezwitscher. Do zwitschre unn zischble die Schwalwe voll Luscht [Christmann Grummet 13]. Er sieht e Amschel off m'Dach, wo zwitschert [Kraus Arwed 50]. Drauß dun die Schwalwe zwitschre [Burgey Keschte 97]. —
2. 'funkeln, blinken', von Sternen in einer kalten Nacht; vgl. PfWB zwitzern. Die Sterne zwitschern [ PS-Hintwdth]. —
3. 'einen trinken' [mancherorts, Bernhard 195 Höh 123 Sunndag 14. 9. 1958 Thielen 126]; Syn. s. PfWB betrinken, PfWB trinken 1 a. So hott de Seppel eens um's annere gezwitschert [PfRSch. 21. 10. 1926]. Der zwitschert geere eener! [Krieger 7]. — RhWB Rhein. IX 920/21; ElsWB Els. II 928.
 
  
Zwitter m.: 'zweigeschlechtiges oder geschlechtlich unentwickeltes Lebewesen ohne Nachkommen', von Mensch und (Haus)tier. Es entspricht der Natur der Sache, daß im Belegmaterial nicht klar geschieden ist zwischen einerseits echter Zweigeschlechtigkeit und andererseits Unfruchtbarkeit, die durchaus auch andere Gründe haben kann. Zwidder

[Bd. 6, Sp. 1760]
(dswidər) [verbr. ges. Pf Lambert Penns 187 Krämer Gal 250], Zwirrer (dswirər) [ IB-Aßw FR-Beindh], Zwudder (dswudər) [ HB-Medh]; s. K. 420; Syn.: PfWB Bastard 3, PfWB Brummel 2, Brumelkopf 3, PfWB Brummer 2 b, PfWB Brummler 2 b, PfWB Brummlerin 1, PfWB Geltgängerin, -geiß, -kuh, PfWB Knällerin, PfWB Mannweib 2, PfWB Manskuh, PfWB Rolle 3 c, PfWB Roller 3, PfWB Rollerin 1, PfWB Schmalgeiß, PfWB Stierbock, PfWB Übergänger, PfWB Überläufer, PfWB Zwicke2, PfWB Zwickert, PfWB Zwitzer; Syn. zum Adj. 'unfruchtbar' s. PfWB gelt1 u. K. 153. Die Kuh isch e Z. 'ist unfruchtbar' [ IB-Nd'würzb]. Es das e »Sie«, es das e »Er«, / e Z., Schote orrer wer! [Christmann Grummet 36]. RhWB Rhein. IX 921.