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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Zug-ast bis zu-gehören (Bd. 6, Sp. 1668 bis 1670)
 
Zug-ast, m.
Zug-band, n.
Zug-baum, m.
Zug-blatt, n.
zu-geben, st.
Zu-gebröts, n.
zu-gefrieren, st.
zu-gehen, st.
Zu-geherin, f.
Zu-gehör, n. f.
-gehörde, n. f.
Zu-gehörung, n. f.
zu-gehören, schw.
Zügel, m.
zügeln, schw.
Zügel-ring, m.
Zügel-scheit, n.
Zu-gewicht, n.
zug-fest, Adj.
Zug-führer, m.
Zug-gerüst, n.
Zug-hafte, f.
Zug-haken, m.
Zug-hund, m.
zugig, Adj.
zügig, Adj.
Zug-kalb, n.
Zug-kette, f.
zu-gleich, Adv.
Zug-leine, f.
Zügler
Zug-loch, n.
Zug-luft, f.
Zug-nagel, m.
Zug-netz, n.
Zug-ochse, m.
Zug-pflaster, n.
zu-graben, st.
zu-grappschen, schw.
zu-greifen, st.
Zug-riemen, m.
Zug-ring, m.
zu-grubbern, schw.
zu-grunde, Adv.
Zug-scheit, n.
Zug-ständer, m.
Zug-stiefel, m.
Zug-stier, m.
Zug-stift, m.
Zug-strang, m.
zu-gucken, schw.
zu-gut, Adv.
zu-guts, Adv.
Zug-vieh, n.
Zug-vogel, m.
zu-haben, schw.
zu-hacken, schw.
Zuhafts-nadel, f.
Zu-haltchens, n.
zu-halten, st.
zu-händig, Adj.
zu-hängen, schw.
zu-hauen, st.
zu-häufeln, schw.
zu-heben, st.
zu-heilen, schw.
zu-holen, schw.
zu-horchen, schw.
zu-hören, schw.
zuig, Adj.
zu-kehren, schw.
zu-klappen, schw.
zu-kleben, schw.
zu-knallen, schw.
zu-kneifen, st.
zu-knöpfeln, schw.
zu-knöpfen, schw.
zu-knotteln, schw.
zu-knüpfeln, schw.
zu-knüpfen, schw.
zu-kommen, st.
Zu-kost, f.
zu-kriegen, schw.
Zu-kunft, f.
zu-künftig, Adj.
zu-langen, schw.
Zu-laß, m.
zu-lassen, st.
Zu-lauf, m.
zu-laufen, st.
Zu-läufer, m.
zu-laustern, schw.
Zuleg-brett, n.
zu-legen, schw.
zuleid-leben, schw.
zuleid-lebig, Adj.
zu-leid(s), Adv.
zu-leiten, schw.
Zu-leitung, f.
zu-letzt, Adv.
   Zug-ast m.: 'Ast vom alten Holz, der beim Veredeln von Obstbäumen zunächst stehen bleibt und erst dann abgeschnitten wird, wenn die Pfropfreiser Äste gebildet haben', Zuggnascht [ KU-Schmittw/O]. — -band n.:
1. 'Eisenband am Bauernwagen, das Achsenstock und Tragholz umschließt', Zuggband, Zuuch-, Pl. -bänner [KU-Frohnf Hefw ZW-Käshf RO-Lohnsf Rehbn KL-Siegb PS-Wallhalb LA-Essing, Klein Wag. 107]; vgl. PfWB Zug 3 a β; Syn. s. PfWB Achsenband. —
2. 'Eisenbeschlag am Bauernwa-

[Bd. 6, Sp. 1669]
gen, der die beiden Backen umschließt, in denen die Deichsel steckt' Zuuchband [ BZ-Nd'horb], Zugg- [Klein Wag. 104]; vgl. PfWB Zugring 1. — RhWB Rhein. IX 860/ 61. — -baum m.: = PfWB Zogetbaum, Zuggbaam, -bḁḁm [RO-Obd KL-Schrollb]. RhWB Rhein. IX 861. — -blatt n.: 'breiter Lederriemen, der seitlich in das Kummet eingehängt wird und der zu den Zugsträngen bzw. Zugketten führt', Zuggblatt [ KU-Hefw].
 
  
zu-geben st.:
1. 'hinzugeben, zufügen', zugewwe [vereinzelt]. Er dut War z., zusätzlich zu einem Kauf [ LU-Opp]. RA.: ab- un zugewwe kenne 'flexibel sein, den Verhältnissen Rechnung tragen' [ KU-Kaulb NW-Haßl Spey]. —
2.
a. 'erlauben, gestatten' [Lambert Penns 185]. Mei Leit 'Eltern' duhns niemols zugewwe [vereinzelt, Feierowend 5/1953 Nr. 24]. —
b. 'einräumen, bestätigen, gestehen' [verbr., Krämer Gal 248]. Er hat alles zugebb 'alle seine Schandtaten gestanden' [ KL-Ottb]. Bawett, muscht doch selber z., daß de in dere Zeit ebbes gelernt hoscht [Sommer Humor 67]. Net ums Verrecke hat ers zugebb [Krieger 19]. — RhWB Rhein. II 1081; LothWB Lothr. 561; ElsWB Els. I 196.
 
 
Zu-gebröts n.: 'Beigabe zum Essen'. »Das Obst erspart bei den Kindern das Brod, oder es bildet das sogenannte Zugebröds« [Schandein Bav. IV,2 417].
 
  
zu-gefrieren st.: 'sich mit einer Eisschicht bedekken, vereisen', zug(e)friere [LU-Alsh, Lambert Penns 185], -freere [ ZW-Bechhf KL-Reichb]; im Part. Perf. zug(e)frore nicht von zufrieren zu unterscheiden. 's is heit Nacht so kalt, do kann die Wasserleidung zugefreere [ ZW-Bechhf]. — -gehen st.:
1.
a. 'sich auf ein Ziel hinbewegen', zugehe, -gehn, -gehn, -gihn, -gäi, s. PfWB gehen [mancherorts SOPf]. Er is uf's Haus zugang [ KL-Ottb]. —
b. 'zügig drauflosgehen' [mancherorts]. Geh nore zu! [ KU-Schmittw/O]. —
c. 'sich einem Zeitpunkt nähern', [vereinzelt]. Es geht uf drei (Uhr) zu [PS-Rodalb (Bernhard 194)]. 's isch uf die Nacht zugang [ ZW-Battw]. Die Woch geht uf's Enn zu [ NW-Haßl]. Es geht em Spotjahr zu [Fogel Prov. Penns Nr. 1588]. —
2.
a. 'schließen' [verbr., Lambert Penns 185]. Die Deer geht net zu [ KU-Schmittw/O]. 's Fenschder geht behäbt zu 'läßt sich schlecht schließen' [ ZW-Battw]. Mir geht die Kehl zu, bei Halsweh [ KL-Stelzbg]. De Berg enuf geht er zu 'bekommt er keine Luft' [ ZW-Battw]. Die Bach geht zu 'schließt sich mit einer Eisdecke' [ KU-Schmittw/O]. Erscht isch die Grub 'Kohlengrube' zugang. / Nimmeh rentabel bej dene Ölprejse [Kraus Arwed 47]. RA.: Wann mir die Aache zugehen, gehen se dir uf [Lu'haf]. —
b. 'zudrehen, zusammenpressen', bes. von der Kelter, der Winde am Wiesbaum [ KU-Schmittw/O Wolfst RO-Rehborn Schiersf KB-Zell]. Die Press zugehn [ KU-Wolfst]. Mer gihn die Kelder noch emol zu 'Wir drehen die Kelter noch einmal zu' [ KU-Schmittw/O]. —
3. 'sich ereignen, abspielen' [verbr., Lambert Penns 185]. Bei denne geht's (bees) arem zu [ LU-Alsh, mancherorts]. RA.: Do gehts net mit rechde Dinge zu 'Da geht

[Bd. 6, Sp. 1670]
es unlauter zu', auch 'Da spukt es' [ KB-Albish, mancherorts]. Das geht merem (mit dem) Deiwel zu 'Das ist wie verhext' [ KU-Schmittw/O, mancherorts]. Do geht's zu wie's kann 'Da geht es turbulent, unordentlich, chaotisch zu' [ FR-Bockh], wie in Pole (im polnische Reichsdag), dass. [ BZ-Ingh, mancherorts], wie in Jäbs (Dotterles) [ HB-Seyw, mancherorts], wie bei Hof [ KU-Bedb KL-Hirschhn], wie uffs Matze Hochzeit [Pirmas], wie in'rer Juddeschul [ PS-Geisbg]. SprW.: Wann's emol richtig zugeht, sein mer nimmi do [Hebel 48]. —
4. in der Verbindung: ab- und zugehen 'mehr oder weniger werden, schwanken'. a. 1482: Item die Herbst beth ist auch dheyne stende 'keine feststehende' beth sonder sie gett abe vnd zu nach satzunge vnd iglichen jars [LandsbgZb. 3]. a. 1553: da nimbt unser gnäd. herr ein viertheil, tragt ungefähr jahrs 6 faß, gehet ab und zu [ABlieskst 34]. — RhWB Rhein. II 1135; LothWB Lothr. 561; ElsWB Els. I 191.
 
  
Zu-geherin f.: 'Frau, die stundenweise in einem anderen Haushalt arbeitet, Zugehfrau', Zugehern [ RO-Obd PS-Erfw]. — -gehör n., -gehörde, -gehörung f.: 'Dazugehörendes, Zubehör', Zugeheer [RO-Lettw KB-Stett, Lambert Penns 185], -geheerung [ BZ-Dernb]; im Bes.: Die Magd bekam als Beigabe zu ihrem Lohn am Ende des Dienstjahrs 14 Elle werge un 7 Elle hänfe Duch, das sogenannte Zugehör [ KB-Stett]. a. 1560: hauß hoff vnd garten vnd seine Zugeherde [KSchArch. Gültbuch Kloster Offenbach/Glan Bl. 13r]; vgl. PfWB Gehörde.
 
 
zu-gehören schw.: 'zum Besitz gehören, zukommen'. a. 1425: an steyn exe vnd anders das eyme stein metzen zü gehort [LeinArch. (Löhne)]. a. 1553: Das dechengelt gehört ihrer Churfürstl. Gnaden ... zu [ABlieskst 108].