Wörterbuchnetz
Pfälzisches Wörterbuch 
 
zu-drehen bis Zu-fahrt (Bd. 6, Sp. 1664 bis 1665)
 
zu-drehen, schw.
zu-drücken, schw.
zu-eggen, schw.
zu-einander, Adv.
zueinander-finden, st.
zu-eisen, schw.
zuen
zu-erst, Adv.
zu-essen, st.
zu-fahren, st.
Zu-fahrt, f.
Zu-fall, m.
zu-fallen, st.
zu-fällig, Adj.
zu-fassen, schw.
zu-fläckern, schw.
zu-fliegen, st.
zu-flözen, schw.
Zu-flucht, f.
Zu-fluß, m.
zu-frieden, Adj.
Zufriedenheit, f.
zu-frieren, st.
zu-fügen, schw.
zu-führen, schw.
zu-furchten, schw.
zu-fußeln, schw.
Zug, m.
Zu-gabe, f.
zu-gabeln, schw.
Zu-gang, m.
zu-gänglich, Adj.
zu-gärgeln, schw.
Zug-ast, m.
Zug-band, n.
Zug-baum, m.
Zug-blatt, n.
zu-geben, st.
Zu-gebröts, n.
zu-gefrieren, st.
zu-gehen, st.
Zu-geherin, f.
Zu-gehör, n. f.
-gehörde, n. f.
Zu-gehörung, n. f.
zu-gehören, schw.
Zügel, m.
zügeln, schw.
Zügel-ring, m.
Zügel-scheit, n.
Zu-gewicht, n.
zug-fest, Adj.
Zug-führer, m.
Zug-gerüst, n.
Zug-hafte, f.
Zug-haken, m.
Zug-hund, m.
zugig, Adj.
zügig, Adj.
Zug-kalb, n.
Zug-kette, f.
zu-gleich, Adv.
Zug-leine, f.
Zügler
Zug-loch, n.
Zug-luft, f.
Zug-nagel, m.
Zug-netz, n.
Zug-ochse, m.
Zug-pflaster, n.
zu-graben, st.
zu-grappschen, schw.
zu-greifen, st.
Zug-riemen, m.
Zug-ring, m.
zu-grubbern, schw.
zu-grunde, Adv.
Zug-scheit, n.
Zug-ständer, m.
Zug-stiefel, m.
Zug-stier, m.
Zug-stift, m.
Zug-strang, m.
zu-gucken, schw.
zu-gut, Adv.
zu-guts, Adv.
Zug-vieh, n.
Zug-vogel, m.
zu-haben, schw.
zu-hacken, schw.
Zuhafts-nadel, f.
Zu-haltchens, n.
zu-halten, st.
zu-händig, Adj.
zu-hängen, schw.
zu-hauen, st.
zu-häufeln, schw.
zu-heben, st.
zu-heilen, schw.
zu-holen, schw.
   zu-drehen schw.:
1. 'durch Drehen schließen', z. B. einen Wasserhahn, einen Sackzipfel, eine Wurst, zudrehe [mancherorts, Lambert Penns 185]. RA.: Er ('s) is am Z. 'Er (Es) geht dem Ende zu, steht vor dem Abschluß' [ NW-Frankeck, mancherorts]. —
2. 'mit einer Kurbel die Wagenbremse anziehen' [mancherorts]. — RhWB Rhein. I 1459; ElsWB Els. II 747. — -drücken schw.: 'durch Drücken schließen', -dricke [verbr., Lambert Penns 185]; 'm Dode die Aage z. [ LA-Maik]; aam die Gorjel (Kehl, Stross) z. [ FR-Bockh]; RA.: e Aag z. 'Nachsicht üben' [Frankth, verbr.]. RhWB Rhein. I 1511; ElsWB Els. II 751. — -eggen schw.: 'die Saat untereggen, Furchen glatteggen', -ee'e, -eeje, -eeche, -ege, s. PfWB eggen [verbr.]; vgl. PfWB untereggen. — -einander Adv.: 'der (die, das) eine zum andern', -(e)nanner [vereinzelt]. Do muß mer gut zunanner sin [Kröher Lyoner 94]. Zum Schluß stehn se sich wissawi mit em Buckel zunanner un strecke de Doges 'Hintern' raus [Kröher Lyoner 75].
 
 
zueinander-finden st.: 'sich gegenseitig finden, sich kennen- und schätzenlernen'. Bei viel Woi un Blosmusik, hen mer schnell zunanner gfunne [PfMda.-Wettstreit 276].
 
  
zu-eisen schw.: 'sich mit Eis überziehen', zueise [vereinzelt]. Die Stroß is ganz zugeeist [ KL-Wörsb].
 
 
zuen 'geschlossen' s. PfWB zu.
 
  
zu-erst Adv.:
1. 'als erstes, vor allem' seerscht

[Bd. 6, Sp. 1665]
(sərd, səērd, səęrd, srd, sērd) [verbr., Christmann Kaulb 7 Heeger Südostpf. 22 Schmitt Billh. 50 Lambert Penns 150 Krämer Gal 248], seersch (sēÄ) [Höh 75], seercht (sērχd) [ WD-Niedkch], zeerscht (dsəērd, zērschd) [vereinzelt], zuerscht (dsūrd, dsūęrd; dsu-) [vereinzelt, Lambert Penns 185]. E Fraa, wu des z. erkannt hot [ NW-Gimmdg]. RA.: Wer schlecht aufgelegt ist, isch mit'm linkse (verkehrde) Been serscht aus'm Bett [Lu'haf, mancherorts]. Jerer Esel nennt sich selbscht seerscht, sagt man, wenn sich jemand unbescheiden an erster Stelle nennt [PS-Rodalb (Bernhard 210)]. SprW.: Wer seerscht kummt, mahlt seerscht [NW-Frankeck, verbr.]. Volksgl.: Wann die Kinn zerscht Babbe sache, dann krichen se bald noch e Briederle [ BZ-Dernb]. BR.: Wann die Henkel 'Hühner' vorre sich seercht roppe, es die frih Soot am beschde, roppe se sich henne seercht, dann es die letscht Soot de bescht [ WD-Niedkch]. —
2. 'anfangs, in der ersten Zeit' [verbr.]. Seerscht hat's em jo gar net gefall, späder is es besser worr [Kaislt]. Eich hann serscht net so recht druff gelauschtert 'Ich habe anfangs nicht so richtig zugehört' [PfId. 170].
 
  
zu-essen st.: 'rasch, tüchtig essen', zuesse [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB zulangen; Syn. s. PfWB wamschen 1 a. — -fahren st.:
1.
a. 'drauflos fahren, zügig fahren', zufahre [mancherorts, Lambert Penns 185]. Fahr doch zu! 'Fahr schneller!' [ KU-Kaulb]. —
b. 'ein Loch durch Heranfahren von Erde zufüllen' [vereinzelt]. Die Grub werd mit Grund zugefahr [ RO-Obd]. —
c. 'das Pflügen eines Ackers zu Ende bringen, bes. die Anwender, die letzte Furche umpflügen' [ KU-Kaulb WD-Niedkch]; vgl. PfWB zumachen 3. Heit murrich (muß ich) de Acker noch z. [ KU-Kaulb]. —
2.
a. 'zufallen, zuschlagen, zuschnappen', von Türen, Deckeln usw. [mancherorts]. 's Scheierdor (Fenschder) fahrt zu [ PS-Hintwdth]. Die Deer is vum Wind zugefohr [ KU-Schmittw/O]. —
b. 'momentanes schlecht Hören', nach einem Knall, Druckwechsel usw. [vereinzelt]; vgl. PfWB zufallen 2. Ewe is mer's Ohr zugefahre [ LU-Alsh]. — RhWB Rhein. II 249; ElsWB Els. I 128.
 
 
Zu-fahrt f.: 'Einfahrmöglichkeit in ein Grundstück, zu einem Gebäude', Zufahrt [mancherorts]. —