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Pfälzisches Wörterbuch 
 
wunderbar bis wunder-lieblich (Bd. 6, Sp. 1471 bis 1472)
 
wunderbar, Adj.
wunder-fein, Adj.
Wunder-fitz, m.
wunder-fitzig, Adj.
wunder-geben, st.
wunder-gut, Adj.
wunderig, Adj.
Wunder-kerze, f.
Wunder-kind, n.
wunderlich, Adj.
wunder-lieblich, Adj.
Wunder-mittel, n.
wundern, schw.
Wunder-nase, f.
wunder-nasig, Adj.
wunder-nehmen, st.
Wunder-rübe, f.
wunders
wunder-schön, Adj.
wunder-selten, Adj.
wunder-stolz, Adj.
wunder-süß, Adj.
Wunder-tuns, n.
wunder-tuns, Adv.
Wunder-tute, f.
Wund-fieber, n.
wundig, Adj.
wund-kratzen, schw.
Wund-kraut, n.
wund-laufen, st.
wund-liegen, st.
Wund-mal, n.
Wund-pflaster, n.
Wund-rand, m.
wund-reiben, st.
Wund-rose, f.
Wund-rotlauf, m.
Wund-salbe, f.
wund-scheuern, schw.
Wund-schmerz, m.
Wund-segen, m.
Wund-starrkrampf, m.
Wund-trank, m.
Wünn-bach, f.
Wunne, f.
Wünne, f.
Wünne-hübel, m.
Wunsch, m.
Wünschel-gänger, m.
Wunschel-knochen, m.
Wünschel-rute, f.
wünschen, schw.,  st.
Wünschens, n.
wünschens-wert, Adj.
Wünscher, m.
wunsch-los, Adj.
Wünschung, f.
Wunsch-zettel, m.
wunzig
wuplee
Wupp, m.
wupp, Interj.
wuppchen, schw.
Wuppcherns, n.
Wupp-dich, m.
wupp-dich, Interj.
Wuppdizität
Wuppe, f.
wuppeln, schw.
wuppen, schw.
Wuppen-holz, n.
Wupper1, f.
Wupper2
Wupps, m.
wupps, Interj.
wuppsch, Interj.
Wupptizität, f.
Wupptrizifupp, f.
würdig, Adj.
Wurf, m.  (f.)
Würfel, m.
würfelig, Adj.
würfeln, schw.
Würfel-zucker, m.
Wurf-garn, n.
Wurf-schaufel, f.
Wurf-schüppe, f.
Wurf-stange, f.
würgeln, schw.
wurgen, schw.
würgen, schw.
Würg-engel, m.
Würger, m.
wurgsen, schw.
Wurgser, m.
Wurm, m.
Wurm-ameise, f.
wurm-äßig, Adj.
wurm-ätzig, Adj.
Wurm-berg, m.
   wunderbar Adj.: 'Bewunderung hervorrufend, schön, gut', wunnerbar (wunərr) [mancherorts, Henn Mda.-Int. 59 PfId. 154 Lambert Penns 180]; vgl. PfWB wunderschön. Der macht des w., mer sett's nit for mechlich halde [ NW-Gimmdg]. Es war emol, es war emol / En Zeit so w. [Birmelin Penns Gezw. 148]. Der Palzgraf Ruprecht war e Ferscht, / Der hat ganz wunnerbar geherrscht [Münch Werke I 78]. E w. aldes, schänes Kanabee hat hinne an de Wand gestann [Kröher Lyoner 13]. He? Kummt em das nit alles vor / So w., als wär's nit wohr? [Münch Werke I 154]. RhWB Rhein. IX 647; LothWB Lothr. 549 wunnerbarlich.
 
 
wunder-fein Adj.: 'sehr fein'; un spitzen wunnerfein die Ohre [Münch Werke II 186].
 
  
Wunder-fitz m.:
1. 'Neugierde', Wunnerfitz [Lambert Penns 180 Danner Penns 24]. Der Aadam hot sei Druwwel ghatt, des war mit sellem Abbel / Die Eva bloogt der Wunnerfitz, er harricht 'hört' uf ihr Gebabbel [Birmelin Penns Poems 43]. —
2. 'neugierige, vorwitzige Person', Wunnerfitz [ PS-Fischb Nothw]. Ich denk ich waar en rechder gleener Wunnerfitz. Ich hab alles wisse wolle [Journal of The Center For Pennsylvania German Studies 1996 Nr. 4 S. 12]. — Das Grundwort des seit dem 16. Jh. im Südwestoberdeutschen bezeugten Wortes ist nach DWB DWb. XIV, II 1873/74 etymologisch von dem im östl. Oberdeutschen vorkommenden Wunderwitz zu trennen; vgl. PfWB wunderfitzig. — LothWB Lothr. 549/ 50 Wunnerfitzel; ElsWB Els. II 839, ALA I 340; Schwäb. VI 975; Schweiz. I 1151.
 
  
wunder-fitzig Adj.: 'neugierig, naseweis, vorwitzig', wunnerfitzich (wunərfidsiχ) [PS-Bruchw/Bärb Bundth Fischb Rumb BZ-Dernb, Bayer Hackm. 81

[Bd. 6, Sp. 1472]
Lambert Penns 180 Danner Penns 24]; vgl. PfWB wundernasig. Das esch emol en wunnerfitzicher Bu! [ BZ-Dernb]. Sie is en wunnerfitzich Weibsmensch [Danner Penns 55]. — Die Herkunft des Grundwortes und sein Verhältnis zu wunderwitzig (Bayer. II 956, DWB DWb. XIV, II 1998), wunderfutzig (ALA I 339) und wunderfixig (Schweiz. I 1152) ist nicht erklärt. Schweiz. I 1152 und LothWB Lothr. 550 gehen von Fitze 'Gerte, Schlag mit der Gerte' bzw. fitzen 'mit einer Gerte schlagen, reizen', im Sinne von 'aufgepeitscht vor Neugier' u. ä. aus. — ElsWB Els. II 840, ALA I 339; Schwäb. VI 975; Schweiz. I 1152. — -geben st.: 'verwundern'. Gäbbt mich wunner, / daßse net die / Fahne verbrennt hann [Damm Schoggelgaul 23]. — -gut Adj.: 'ganz besonders gut', wunnergut [ KU-Börsbn].
 
 
wunderig Adj.: 'neugierig', wunnrich [Beam Penns 111].
 
 
Wunder-kerze f.: 'Draht mit pyrotechnischer Substanz, die nach dem Anzünden Funken sprüht', ein Weihnachtsschmuck, Wunnerkerz [mancherorts, Wilms Alph. 56]; vgl. PfWB Spritzkerze, PfWB Stern(en)kerze, -schlager, -spritzer, -werfer. Vergeß net, Wunnerkerze se kaafe fer Weihnachde [Kaislt]. — -kind n.: 'Kind mit einer außergewöhnlichen Begabung', -kind [ KB-Kriegsf].
 
 
wunderlich Adj.:
1. 'sonderbar, eigentümlich', meist mit dem Beigeschmack des Verschrobenen, Grillenhaften, Empfindlichen, wunnerlich [KU-Schmittw/O ZW-Krähbg RO-Messbhf Semb, Lambert Penns 180 Krämer Gal 258], wonnerlich [Ingb]. Der alt Mann werd schun w. [Krämer Gal 258]. Er is w. im Kopp [Ingb]. —
2. 'neugierig' [KU-Diedk Trahw PS-Saalstdt, Lambert Penns 180]. RA.: Der is w. wie e aldi Fraa 'sehr neugierig' [KU-Diedk Trahw PS-Saalstdt, Fogel Prov. Penns Nr. 556]. — RhWB Rhein. IX 647; LothWB Lothr. 549; ElsWB Els. II 839, ALA I 339.
 
 
wunder-lieblich Adj.: 'sehr lieblich'. E wunnerlieblich, heemlich Fleckche [Münch Werke II 331].