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Pfälzisches Wörterbuch 
 
wittern bis Wittum(s)-hof (Bd. 6, Sp. 1420 bis 1421)
 
wittern, schw.
Witters-heim, ON
Witterung, f.
witte-witt
witt-gewitt
Witt-hau, m.(?)
witt-ribitt
Wittum, m.,  n.,  f.
Wittum(s)+-acker, m.
Wittum(s)-gut, n.
Wittum(s)-hof, m.
Wittum(s)-hube, f.
Wittum(s)-recht, n.
Witu, m.
Witwe, f.
Witib, f.
Wit-weib, n.
Witwen-macher, m.
Witwer, m.
Witz, m.
Witz-bold, m.
witzern, schw.
witze-wälen-blau, Adj.
witzig, Adj.
Witz-macher, m.
Witz-vogel, m.
wiwerach, Adj.
wo, Adv.,  Konj.,  Interj.
Woal, m.
woala, Interj.
wo-ane, Adv.
Wobe
woch-aus, Adv.
Woche, f.
woch-ein, Adv.
Wochen-anfang, m.
Wochen-arbeit, f.
Wochen-bett, n.
Wochenbett-fieber, n.
Wochen-blatt, n.
Wochen-ende, n.
Wochen-fieber, n.
Wochen-geld, n.
Wochen-hannes, m.
Wochen-karte, f.
wochen-lang, Adj.
Wochen-lohn, m.
Wochen-markt, m.
Wochenmarkts-korb, m.
Wochen-michel, m.
Wochen-tag, m.
wöchentlich, Adj.
Wochen-zoll, m.
Wöchnerin, f.
Wocken, m.
Wodan, m.
Wodans-berg
wo-dran, Adv.
wo-durch, Adv.
wof, Num.
Wog
wo-her, Adv.,  Interj.
wo-hin, Adv.
wo-hinan, Adv.
wo-hinaus, Adv.
Wohl, n.
wohl, Adv.
wohl-an, Adv.
wohl-auf, Adv.
Wohl-behagen, n.
wohl-bekannt, Adj.
wohl-dienen, schw.
Wohl-diener, m.
wohl-dienerisch, Adj.
Wohl-fahrt, f.
wohl-feil, Adj.
Wohl-feiling, f.
wohl-fühlen, schw.
wohl-gebunden, Adj.
wohl-gemähnt, Adj.
Wohl-gemut, m.
Wohl-geschmack, m.
wohl-geschmeckt, Adj.
wohlig, Adj.
Wohl-lust(en), m.
wohl-lüstig, Adj.
Wohl-männer, Pl.
wohl-riechend, Adj.
Wohl-sein, n.
Wohl-stand, m.
Wohl-tat, f.
wohl-tun, st.
Wohl-verleih, m.
wohnen, schw.
wohn-haft, Adv.
Wohn-haus, n.
Wohn-küche, f.
Wohn-ort, m.
Wohn-recht, n.
Wohn-stube, f.
   wittern schw.:
1. 'mit der Nase wahrnehmen', widdere (widərə) [vereinzelt, Lambert Penns 179]. Er (Der Jagdhund) hott de Has gewiddert [ LA-Gommh]. En Bisskatz, die widdert der Paul schunn im Wind [Birmelin Penns Poems 78]. —
2. 'gewittern'. Darauf haben wir erfahren, was die Alten gesagt, wans im April nicht witert, so kommts im Brachmonat [Franz 29]. — RhWB Rhein. IX 598.
 
  
Witters-heim ON: Name eines Dorfes im Kr. IB, mda. Widderschem (widərəm) [ LA-Venn]. Neckname für die Bewohner: Widderschemer Dischdelhooke [ IB-Witth]. Christmann SN I 638.
 
  
Witterung f.:
1. 'Wetter', Widd(e)rung [vereinzelt, Lambert Penns 179], Witt(e)ring [Schandein

[Bd. 6, Sp. 1421]
Sprachsch. 96 Lambert Penns 179], Wirrerung [ KU-Hefw Hinzw Obw/Tiefb WD-Niedkch KL-Hütschhs NW-Bobh]. Do war die W. schuld [ LU-Alsh]. —
2. 'Geruchsfährte, -spur', Jägerspr. [Pirmas]. — RhWB Rhein. IX 598.
 
 
witte-witt Schallw.: lautnachahmendes Wort, Vogelruf. Un Fink un Meese peifen mit, / mit tirili un widdewitt [Münch Werke II 367].
 
  
witt-gewitt Schallw.: lautnachahmendes Wort, ähnlich dem Pfeifen der Wachtel, wittgewitt (widgewid) [ WD-Niedkch].
 
 
Witt-hau m.(?): ehem. FlN. a. 1570/71: Witthauwe [Veld. I 67 (KU-Frohnf)]. — Mhd. withou 'Holzschlag' ( Lexer Lexer III 953).
 
  
witt-ribitt Schallw.: = PfWB wittgewitt, wittribitt (widribid) [ LU-Friesh].
 
  
Wittum m., n., f.:
1. 'Vorbehaltgut (Ländereien) nach der Erbteilung', Widdem (widəm) [lothr. SWPf], Wirrem (wirəm) [ IB-Rubh], Willem (wiləm) [ IB-Bliesmg/Bolch]. —
2. 'Pfarrgut, Kirchengut', Widdum [Hussong Kirkel 131], ältere Mda.: Wirr'm [Hussong Kirkel 131]; Zs.: PfWB Pfarr-, PfWB Kirchenwittum. a. 1465: oben an der Pastorey wiedem [SpeyHochst. B. 56 (LA-Roschb)]. a. 1493: Neubeforchung und Undergang aller Güter des Widdumbs der Pastorien [Glasschröder 179 (LU-Mundh)]. —
3. FlN, mda. im Willem [ IB-Blieskst]. a. 1297: bi der wideme [Lam 1 49v]. a. 1447: Item 2 firtel geforch oben den wideme [Kurpf. 819 (LU-Ruchh)]. a. 1519: 1½ morgen off Setzling geforch dem withum [Kurpf. 884 (RO-Duchr/O'hs)]. a. 1563: zuschen Bentzen Peters verlaßener witfrau vnd vf dem widumb [Lgb. Dirmstein]. — Mhd. wideme, widem, widen m. f. 'Brautgabe, Dotierung einer Kirche, eines Klosters bes. mit Grundstücken' ( Lexer Lexer III 821/22); zu mhd. widemen 'stiften, zueignen, ausstatten, dotieren' ( Lexer Lexer III 822; Kluge-Seebold23 889, 895). — RhWB Rhein. IX 494 Widum; ElsWB Els. II 793 Widem.
 
 
Wittum(s)+-acker m.: ehem. FlN. a. 1609: unden an dem Widdumbacker [SpeyHochst. A. 388 IV,2 (LA-Impfl)]. — -gut n.: 'kirchlicher Grundbesitz'. a. 1601-1629: Item mehr 30 maltr 1 qrt korn von den verliehenen Pfarr- oder widdumbsgüettern [DirmstAWeist. (FR-Flomh)]. — -hof m.: FlN, mda. de Widdumshoof [G. Lipps: Die FlN von Einöd. Saarbrücken 1962 S. 39]. a. 1547: von dem Stein des Pfarhers widombhoff aben biß vff den Buchborn [ZweibrOABannb. 3 (ZW-Hornb)]. a. 1553: ist wiedem hof und beding [ABlieskst 35 (IB-Lautzkch)]. RhWB Rhein. IX 494. —