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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Wilgarts-wiesen bis Wilhelm (Bd. 6, Sp. 1356 bis 1357)
 
Wilgarts-wiesen, ON
Wilge, f.
wilgen, schw.
Wilgen-baum, m.
Wilgen-bündel, n.
Wilgen-hecke, f.
Wilgen-kätzchen, n.
Wilgen-schleife, f.
Wilgen-setz, m.
Wilgen-stück, n.
Wilhelm, m.
Wilhelmine, f.
Wilhelms-morgen, m.
Wiljee, Gen.?
wille
Willen, m.
willen
Willen-berg, m.
Willerung
willewannes
-wernscht
wille(wille)witt
willig, Adj.
willigen
willig+-lich, Adv.
willig-weise, Adj.
Will-kommen, m.
will-kommen, Adj.
Wilwerts-knapper
Wilzen-tal, n.
wimmeln1, schw.
wimmeln2, schw.
wimmern, schw.
Wimpel, m.
wimpel, Adj.
wimp(e)lig, Adj.
Wimper, f.
Wimper-haar, n.
Wind1, m.
Wind2, m.,  f.
Wind-achse, f.
Windachsen-löffel, m.
Windachsen-spange, f.
Wind-beutel, m.
Wind-blaser, m.
Wind-blume, f.
Wind-bord, n.
Wind-braus(e)
Wind-braut
Wind-bruch, m.
Wind-büchse, f.
Wind-dach, n.
Wind-drille, f. m.
Wind-driller, f. m.
Wind-drilles, f. m.
Wind-dürre, f.
Winde, f.  (m.)
Wind-eck, n.
Winde-holz
Winde-hölzer
Wind-ei, n.
Windel, f.
Windel-bote, m.
Windel-hose, f.
Windel-kind, n.
windel-lederweich, Adj.
windel-naß, Adj.
Winde-löffel
Windel-placken, m.
Windel-rock, m.
Windel-spelle, f.
windel-weich, Adj.
Winden, ON
winden, st.
Winden-blatt, n.
Winden-blüte, f.
Winden-kraut, n.
Winde-reitel
Winde-spange
winde-weh
Wind-fahnen, m. f.
Wind-fahne, m. f.
Wind-fall, m.
wind-fällig, Adj.
Wind-fang, m.
Wind-fege, f.
Wind-flügel, m.
Wind-galle, f.
wind-gebrochen, Adj.
Wind-hafer, m.
Wind-hahn, m.
Wind-haken, m.
Wind-hals
Wind-hauch, m.
Wind-haufen, m.
Wind-haus, n.
Wind-hebel, m.
Wind-hexe, f.
Wind-hof, m.
Wind-hölzer, Pl.
   Wilgarts-wiesen ON: Name einer Siedlung im Kr. BZ, mda. Wilgartswisse [ BZ-Wilgws]. a. 1163: Willegardewisen [Dolch-Greule SN 492]. Necknamen für die Bewohner: Ochseklopper, Dorfesel [ BZ-Hermbghf], Lääbfresch [ BZ-Rinnth Wilgws], Klopper [ BZ-Wilgws].
 
  
Wilge f.:
1. 'der Weidenbaum (Salix alba und viminalis)', Wilch (wilχ) [KU-Rothsbg PS-Bruchw Land BZ-Rohrb Steinf Bergz, Wilde 255], Welch

[Bd. 6, Sp. 1357]
(welχ) [PS-Erfw BZ-Böllbn Dierb Steinf GH-Minf, Gimmel in: PfL 27. 1. 1923 Wilde 255], Welsch (wel) [ BZ-Pleisw/O'hf BZ-Steinf], Wellich (węliχ) [ PS-Busbg GH-Schaidt]; Pl. Wilche [BZ-Schweig Bergz PfId. 151], Wilje (wiljə) [ PS-Bundth Rumb], Welche [KU-Rothsbg PS-Bobth Bruchw Land BZ-Barbr Dierb Dörrb Gleishb Hergw Kap O'ottb Rohrb Silz Steinf Bergz GH-Freckf Minf Schaidt Vollmw, Wilde 255 Gal-Dornf], Welsche [BZ-Dierb Kap Kamm 68], Welliche [ GH-Schaidt Vollmw], Welje [ PS-Busbg Erfw BZ-Dörrb]; Dim. Welchel [Gimmel in: PfL 27. 1. 1923]; Syn. s. PfWB Weide1 1 und K. 384; Welsche putze 'das Band zum Rebenbinden herrichten' [ BZ-Kap]. VR.: Die Welche werd geboche un krumm gemacht, / Un wer's nit kann, werd ausgelacht [BZ-Pleisw (Wilde 259) Kamm 123]. —
2. ehem. FlN, a. 1421: in dem halben Walde, mit nhamen vff Wilche [PfWeist. 134 (IB-Blieskst)]. — Mhd. wilge 'Weidenbaum' ( Lexer Lexer III 888), zu dem auch engl. willow gehört. — RhWB Rhein. IX 518; ElsWB Els. II 821; Schwäb. VI 825.
 
 
wilgen schw.: 'jemanden rollen, wälzen'. a. 1532: Eynner, der denn anderenn vberleufft inn dem seinen vnnd wilget oder schlecht (schlägt) inne [PfWeist. 272 (KB-Dreis)]. — Das Wort steht in Ablautverhältnis zu PfWB walgen. — DWB DWb. XIV, II 136.
 
  
Wilgen-baum m.: 'Weidenbaum', Welchebääm [ BZ-Klingmst Nd'horb Nd'ottb V'weidth]; Syn. s. PfWB Weide1 1 und K. 384. RhWB Rhein. IX 518. — -bündel n.: 'Bündel aus Bindeweiden', Wilchebindel [ BZ-Schweig]. WKW 67. — -hecke f.: 'Weidensträucher, auch als Umzäunung', Welcheheck [ BZ-Wind]. a. 1596: 3½ Virtell lants. Ist mit Wilgen hecken verwachsen gewesen, die Ich ... außstocken ... lassen [WerschwSchR 19r]. — -kätzchen n.: 'Blütenstand der (Sal)Weide', Dim. Pl. Welchekätzle, -kätzlich [ GH-Minf]; vgl. PfWB Weidenkätzchen. — -schleife f.: 'Bündel aus Bindeweiden', Wilcheschlääf [ BZ-Schweig]. WKW 67. — -setz m.: 'mit Weiden neu bepflanztes Land'; a. 1297: zu den wilhensezzen [Lam1 53r (NW-Deidh)]; vgl. PfWB Setz. — -stück n.: ehem. FlN; a. 1604: Item 3 Morgen Acker sambt unten daran gelegenen welchenstücker Pl. [GGA 600f (Bergz)].
 
  
Wilhelm m.:
1.
a. männl. VN, bes. auch Name von Kaisern, Willem [verbr., Bernhard 188 Juner 105 Krell 32 Schandein Ged. 252 Krämer Gal 243], Will(h)elm [vereinzelt], Willm [ BZ-Hofstätt GH-Zeisk], Wulm [Bertram § 85 Schandein Bav. IV,2 236]; häufig in der Kurzform Willi [verbr.]; Zs.: PfWB Johann-Wilhelm, Kaiser-Wilhelms-Bart. Im erschde Grab de Guschdav, / de Willem newedran [PfMda.-Wettstreit 162]. Zu dem han mir derfe Willy-Unkel sa'e [Kröher Lyoner 129]. VR.: Heinerle, versteckel dich, / hinner die griene Bouhne (Kanone), / wann de Kaiser W. kummt, / schießt er mit Kanoune (Patrone) [ LA-Edk Nußd]. Var.: Fritz, Fritz, Grumbeerschnitz, / geh nit hinner die Bohne, / wann de Kaiser W. kummt, / schießt er mit Kanone

[Bd. 6, Sp. 1358]
[LA-Edk Bergz (Kamm 122)]. —
b. ein Hundename, Willi [ PS-Busbg]. —
2. 'persönliche Unterschrift'. Er hat sei W. drunnergemach [PS-Rodalb (Bernhard 188)]. —
3. 'Schnaps aus Williams Christbirnen', Willi [ LA-Mart]; Syn. s. PfWB Schnaps 1. — RhWB Rhein. IX 518/19.