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Pfälzisches Wörterbuch 
 
wieder-kehren bis wief (Bd. 6, Sp. 1321 bis 1322)
 
wieder-kehren, schw.
wieder-kommen, st.
wieder-lesen, st.
wieder-sehen, st.
Wieder-täufer, m.
Wiedertäufer-klamm, f.
wiederum, Adv.
Wieder-verkau, m.
Wieder-wachs, m.
Wiede-stange, f.
wief, Adj.
Wiege, f.
wiegeln, schw.
wiegen1, st.
wiegen2, schw.
Wieg(en)-balken, m.
Wieg(en)-gebühr, f.
Wieg(en)-geld, n.
Wieg(en)-haus, n.
Wieg(en)-kind, n.
Wieg(en)-lied, n.
Wieg(en)-meister, m.
Wieg(en)-messer, n.
Wieg(en)-schale, f.
Wieger, m.
Wieger-lohn, m.
wiehern, schw.
Wie-länger-wie-lieber, Gen.?
Wienchen, n.
Wiene, f.
Wiener, Adj.
wienern, schw.
Wies-anger, m.
wiesawie
Wies-bach, ON
Wies-baden, ON
Wies-baum, m.
Wiesbaum-binder, m.
Wiesbaum-halter, m.
Wiesbaum-kopf, m.
Wiesbaum-leiter, f.
Wiesbaum-seil, n.
Wiesbaum-strang, m.
Wiesbaum-strick, m.
Wies-born, m.
Wiese, f.
Wiesel1, n.
Wiesel2
Wiesel-fell, n.
Wiesel-haut, f.
Wiesels-pelz, m.
wiesel-wohl, Adj.
Wiesen-bart, m.
Wiesen-bätzen
Wiesen-bauer, m.
Wiesen-beil, n.
Wiesen-betzen, m.
Wiesen-bletz
Wiesen-blume, f.
Wiesen-bocksbart, m.
Wiesen-born, m.
Wiesen-bruch, n.,  m.
Wiesen-brünkel, n.
Wiesen-brunnen, m.
Wiesen-distel, f.
Wiesen-dünger, m.
Wiesen-eck, n.
Wiesen-egge, f.
Wiesen-fuchsschwanz, m.
Wiesen-furt, f.
Wiesen-futter, n.
Wiesen-gärre, f.
Wiesen-garten, m.
Wiesen-gasse, f.
Wiesen-gewanne, f.
Wiesen-ginster, m.
Wiesen-graben, m.
Wiesen-gras, n.
Wiesen-grund, m.
Wiesen-gückel, m.
Wiesen-gülte, f.
Wiesen-hacke, f.
Wiesen-hafer, m.
Wiesen-haue, f.
Wiesen-heu, n.
Wiesen-hobel, m.
Wiesen-huppser, m.
Wiesen-hure, f.
Wiesen-karst, m.
Wiesen-klee, m.
Wiesen-kleid, n.
Wiesen-knopf, m.
Wiesen-kohl, m.
Wiesen-köhl, m.
Wiesen-königin, f.
Wiesen-korb, m.
Wiesen-krebs, m.
Wiesen-kuh, f.
Wiesen-kümmel, m.
Wiesen-land, n.
   wieder-kehren schw.: 'zurückkommen', wirrer-, werrerkehre [vereinzelt]. Wenn so was nor net werrerkehrt! [ KL-Matzb]. — -kommen st.: 'zurück-

[Bd. 6, Sp. 1322]
kehren', -kumme, -komme [vereinzelt, Buffington Penns Var. 233]. Kumm ball (g'sund) wirrer, Abschiedsgruß [ KB-Bennhs Frankth]; Var.: Adee, halten gut Haus, bis ich widderkumm [ LA-Altd]. RA.: Was sein ich schullich? - Es W. 'Es kostet nichts' [ KU-Schmittw/O, WD-Niedkch RO-Ebbg BZ-Dernb]; Var.: es koscht's W. [ KB-Bubh]. Einen VR. s. PfWB Grete 1 a. Rhein. IX 497; ElsWB Els. II 947. — -lesen st.: 'noch einmal lesen', -lese [ KU-Schmittw/O]. — -sehen st.: 'jemanden oder etwas noch einmal sehen, sich erneut begegnen', -sehn, -siehn [mancherorts]. RA.: Uff W.! [verbr., Hussong Kirkel 172 Krämer Gal 242]. Er hot sein Esse widderg'sehe 'sich erbrochen' [Frankth]. Rhein. IX 498; Eichhoff WA I 48, III 45.
 
 
Wieder-täufer m.: 'saurer Wein', spöttisch für Wein des Jahrgangs 1529: »Wein sehr sauer und fast ungenießbar, daher Wiedertäufer genannt« [Dochnahl 99]. Rhein. IX 498 and. Bed.; Lothr. 540 Widderdaifer.
 
 
Wiedertäufer-klamm f.: ehem. FlN. »Sie (d. i. die verdächtigen Tiere) wurden draußen in Wiedertäuferklamme vergraben, zu welcher Gewannenlage der Volksmund jetzt und fürderhin Rinderpest sagt« [Die FlN in der Gemarkung Ingenheim. In: Der Wasgau-Bote 24. 2. 1934].
 
 
wiederum Adv.: 'erneut'. a. 1566: So soll der cleger absten und den haupman widerumb zu sinem güd gen, wie obstet [Grimm Weist. 638 (RO-Steinb)]. Rhein. IX 498; ElsWB Els. II 932.
 
 
Wieder-verkau m.: 'das Wiederkäuen der Tiere'. Volksgl.: Wann en Kuh der Widderverkau verliert, hot sie hohle Herner un der Wolf im Schwanz. No bohrt mer en Loch in jeder Hern (Horn) un stritzt vun ihre eegne Millich nein. Wanns Hern net blut, is sie schlimm krank. No schlitzt mer der Schwanz uf un dut Salz, odder Salz un Peffer, odder Ruß uf der Schwanz un binnt's zu. ... Sell gebt re de Idrich. Odder mer schitt re Salzwasser in die Ohre [Fogel Beliefs Penns Nr. 771, 772]. — -wachs m.: 'Nachwuchs der ausgefallenen Getreidekörner auf dem abgeernteten Acker', Werrerwachs (werər- wags) [LA-Impfl Kl'fischl Mörzh Nußd Ranschb Walsh BZ-Böllbn Bergz GH-Bellh Minf Steinw Zeisk Bertram § 270 Schmitt Billh. 170]; vgl. Aber-, Aus-, PfWB Nachwachs. RhWB Rhein. IX 493 and. Bed.; DWB DWb. XIV, I,2 1361/62.
 
 
Wiede-stange f.: 'Gerte aus Hickory, einer amerikanischen Nußbaumsorte', Widdstang [Penns-DeitschEck 10. 8. 1946].
 
  
wief Adj.: 'gescheit, gerissen, lebhaft, aufgeweckt, beschäftigt', wief (wīf) [mancherorts, Feierowend 10/1957 S. 1 Guentherodt Frz. 179 Kühn Hamet 142]; Zs.: PfWB gewieft; Syn. s. PfWB schlau 1; en wiefer Gaul (Kerl, Borsch) [ KU-Kreimb KL-Ottbg LA-Eschb Leinsw]. Der gennt sich Dag un Nacht kää Ruh, immer w. [ NW-Hardbg]. Uff äänmool heebt er an de' Klään / Ganz wief ze schdramble [Keiler 132]. For se zauwere 's Mondesfunkle / Geht e wiefer

[Bd. 6, Sp. 1323]
Kopp nett err [Kühn Hamet 57]. — Frz. vif 'wach, lebendig, rege'. — RhWB Rhein. IX 510, LothWB Lothr. 541, ElsWB Els. II 795 wif.