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Pfälzisches Wörterbuch 
 
weg-schlagen bis weg-schüppen (Bd. 6, Sp. 1143 bis 1145)
 
weg-schlagen, st.
weg-schleifen, schw.
weg-schleppen, schw.
weg-schmeißen, st.
weg-schnappen, schw.
Weg-schnecke, f.
weg-schneiden, st.
Weg-schnitt, m.
weg-schöpfen, schw.
weg-schucken, schw.
weg-schüppen, schw.
weg-schütten, schw.
weg-schwätzen, schw.
weg-seichen, schw.
Weg-seicher, m.
weg-singen, st.
Weg-sprattel, m.
Weg-spreit, m.
Weg-spreiter, m.
weg-stehen, st.
weg-stehlen, st.
Weg-stein, m.
weg-stellen, schw.
Weg-steuer, f.
weg-stoßen, st.
weg-strampeln, schw.
weg-strecken, schw.
weg-streichen, st.
Weg-stück, n.
weg-stumpen, schw.
weg-stürzen, schw.
Weg-tret
Weg-treter
weg-treten, st.
Weg-tritt, m.
weg-tun, st.
weg-wälzen, schw.
Weg-warte, f.
Weg-weiser, m.
weg-werfen, st.
weg-wimmeln, schw.
weg-wischen, schw.
weg-wünschen, schw.
Weg-zehrung, f.
weg-zus, Adv.
Weh, n.
weh, Adj.
wehcheln, schw.
Wehe1, f.
Wehe2
Wehe3
wehen, schw.
Weh(e)-stand, m.
Weh(e)-tag, m.
Wehle
Weh-leid, n.
weh-leidig, Adj.
wehmeln, schw.
Weh-milch, f.
Weh-mutter, f.
Wehr1, n.  (m.)
Wehr2, f.
wehren, schw.
Wehrens, n.
Wehr-holz, n.
Wehr-stand, m.
Weh-tat, f.
weh-tun
Weh-weh, n.
Weh-winsel, f.
weh-winseln, schw.
Weib, n.
Weibchen
Weibel1
Weibel2
Weibels-rück, m.
Weibels-wiese, f.
Weiber-arbeit, f.
Weiber-arm, m.
Weiber-bank, f.
Weiber-bein, n.
Weiber-born, m.
Weiber-braten, m.
Weiber-doktor, m.
Weiber-fastnacht, f.
Weiber-feind, m.
Weiber-gesprach, n.
Weiber-haar, n.
Weiber-handel, m.
Weiber-haube, f.
Weiber-hudel, m.
weiberisch, Adj.
Weiber-kappe, f.
Weiber-kirchmantel, m.
Weiber-kleider, Pl.
Weiber-klopfer, m.
Weiber-kores, n.
Weiber-kram, m.
Weiber-kraut, n.
Weiber-krieg, m.
   weg-schlagen st.: 'durch Schlagen entfernen',

[Bd. 6, Sp. 1144]
ewegschlahn [ WD-Niedkch], wegschlajje [Lambert Penns 175]. RA.: Dem där eich (täte ich) es Maul e., von einem vorlauten oder naschhaften Kind gesagt [ WD-Niedkch]. Rhein. IX 346. — -schleifen schw.: 'fortschleppen', -schlääfe [vereinzelt, Lambert Penns 175]. RA.: Den Knoche, wo for em b'stimmt isch, schlääft em keen Hund eweg 'Was das Schicksal für einen bestimmt hat, muß man ertragen' [Land, LA-Gommh]. — -schleppen schw.: 'forttragen', -schleppe [vereinzelt]. — -schmeißen st.: 'fortwerfen', -schmeiße [mancherorts, Bernhard 185 Lambert Penns 175]. Der schmeißt neicht eweg 'Der hebt alles auf' [ WD-Niedkch]. Der Knaschder un der Stombes was die alles wegschmeiße [Kröher Lyoner 106]. Er schmeißt der Kessel weg [Birmelin Penns Poems 106]. RA.: soi Lääwe w. 'Selbstmord begehen' [ NW-Frankeck]; de Leffel eweggeschmess 'gestorben' [mancherorts, Höh 161 Ranssweiler 51]. Alleweil hot eener de Leffel weggeschmiss, sagt man, wenn die Totenglocke läutet [SOPf]. Das g'hert (Ich geheer) unne un owwe abgeschnerre un in der Mitt w. 'Am besten macht man alles neu; Ich tauge nicht mehr viel' [ BZ-Dernb, Kaislt NW-Hardbg Gal-Dornf]. Marke Handgranat: Anziehe un dann ewegschmeiße, Verspottung schlechter Zigarren [Kaislt NPfGV 8/1934]. SprW.: Was mer weit wegschmeißt, muß mer vun weit hole [ Gal-Obl, Kaislt]. Volksgl.: Eb mer Oierschḁle wegschmeißt, soll mer sie verdricke, schunscht nemme die Hexe sie fern Boot [Fogel Beliefs Penns Nr. 893]. Ausgestreelte Haar soll mer net w., schunscht wann Veggel Neschder mit baue grickt mer Koppweh [Fogel Beliefs Penns Nr. 1824]. Rhein. IX 346. — -schnappen schw.: 'schnell wegnehmen', -schnappe [mancherorts, Lambert Penns 175]. Kää Wunner, daß die all' die beschde Dänzer wegschnabbt, wann se de Herre so Awangse macht! [Sommer Humor 12]. RA.: vorm Maul (vor de Noos) w. 'jemandem zuvorkommen, schneller sein (mit einem Bissen, Wort, Geschäft usw.)' [mancherorts]. Rhein. IX 346.
 
  
Weg-schnecke f.: 'rote oder schwarze Schnecke ohne Haus', Wegschneck [LU-Limbghf Oggh LA-Gommh Mörzh Land]. Volksgl.: Eine Warze reibt man mit einer schwarzen W., dann geht sie weg [ LA-Mörzh]. RhWB Rhein. IX 343.
 
 
weg-schneiden st.: 'abschneiden', wegschneire [LU-Opp Lambert Penns 175].
 
 
Weg-schnitt m.: 'Getreideschnitt beiderseits eines Weges', Recht einer Herrschaft. a. 1536: Item vnserm gnedigsten herrn weysen wir den wegschnit in dem obern felt von dem falthor an biß an das Franckenthaler felt [PfWeist. 85 (FR-Beindh)]. a. 1563: dieselbe straß uff jeder seiten achthalben schuh den wegschnitt aller frucht [PfWeist. 89 (FR-Beindh)].
 
 
weg-schöpfen schw.: 'mit einem Löffel o. ä. entnehmen', -scheppe [vereinzelt, Lambert Penns 175]; subst. Wegg'scheppte 'Mehlknödel' [ Gal-Obl]. — -schucken schw.: 'werfen', wegschucke [ LU-

[Bd. 6, Sp. 1145]
Altr]. — -schüppen schw.: 'schaufeln', -schippe [vereinzelt], -scheppe [ LU-Alsh]; Schnee w. [ LU-Alsh]; un hat soi Sand weggescheppt [Kröher Lyoner 22]. —