| Pfälzisches Wörterbuch | ![]() | ||
Wanze bis Wanzen-kopf (Bd. 6, Sp. 1056 bis 1057) | |||
Wanze, f. wanzen, schw. Wanzen-beere, f. Wanzen-bett, n. Wanzen-biß, m. Wanzen-bude, f. Wanzen-burg, f. Wanzen-butik, f. Wanzen-ferien, Pl. Wanzen-kiste, f. Wanzen-kopf, m. Wanzen-kor, n. Wanzen-kores, n. Wanzen-kraut, n. Wanzen-nest, n. Wanzen-orchis, Gen.? Wanzen-presse, f. Wanzen-pulver, n. Wanzen-stich, m. Wanzen-traube, f. wappchen, schw. Wappcher, m. Wappelchens, n. wappelig, Adj. wappeln, schw. Wappen, m., n. Wappen-hammer Wappen-schmied Wappen-schmiede war Ware, f. wäre Waren-haus, n. Waren-lager, n. Waren-markt, m. Warf Warfschaufel Wargel, f. Wärgel, f. Wärgel-birnen, f. Wärgelbirnen-baum, m. Wärgelbirnen-kopf, m. Wärgel-brett, n. Wärgel-holz, n. wargeln, schw. wärgeln, schw. wargsen warm, Adj. Warm-bau, m. Warmbau-kasten, m. Warm-beet, n. Warm-blüter, m. warm-blütig, Adj. Wärme, f. Wärmde, f. wärmen, schw. Wärmer, m. Wärm-flasche, f. warm-halten, st. Warm-haus, n. warm-laufen, st. warm-stellen, schw. Wärmung, f. warnen, schw. Wärner Warnung, f. Warr Wärre wärrlich Wart Wart-bach, f. Wart-baum, m. Wart-berg, m. Wart-born, m. Warte, f. Warte-ein-Weilchen, n. Warte-frau, f. Wart-eiche, f. warten, schw. Warten-bach, f. Warten-berg, m. Warten-hübel, m. Warten-kopf, m. Warten-stein, m. Wärter, m. Warte-saal, m. Warte-zeit, f. Wart-frau, f. wärtig Wartlof Wartluf(t) Wart-mann, m. Wartolf, m., n. wärts Wart-turm, m. Wartung, f. warum, Adv. Warze, f. Warzel Warzen-gift, n. | 1. a. 'Bettwanze (Cimex lectularius)', Wanz (wands, wans; -ḁ-) [verbr. VPf mancherorts WPf, Christmann Kaulb 85 Heeger Tiere II 17 Mang 81 Lambert Penns 173 Krämer Gal 238], bes. in der WPf neben PfWB Wandlaus; Pl. -e [verbr.]; Zs.: PfWB Bett-, PfWB Bettlad-, PfWB Kleider-, PfWB Stinkwanze 1. An dich gehn die Wanze gern, du musch scheint's sieß Blut han [ PS-Erfw]. E Wanz werd iwwer Nacht Urgroßmudder [Pirmas]. Der is wie e W., den bringt mer nit fort 'Den wird man nicht los' [ LU-Opp]. RA.: frech wie e W. [ PS-Saalstdt, mancherorts]. Der macht e Gesicht wie e verbrennt W. [ LU-Oggh Opp]. Die vermehren sich wie die Wanze [ NW-Freinsh]. Der es mer so lieb wie e W. [ WD-Niedkch]. Wann das [Bd. 6, Sp. 1057] net gut for Wanze is, do weiß ich net, was besser is, scherzh. Redensart bei Anwendung eines Radikalmittels, auch einem Musikanten in den Mund gelegt, der sein Haus angezündet hatte [ KU-Schmittw/O, mancherorts]. Volksgl.: Wann em e Speckmaus 'Fledermaus' uf der Kopp fliegt, grickt mer Wanse [Fogel Beliefs Penns Nr. 2042]. Schwowe 'Küchenschaben' oder Wanze zu vertreiwe: Binn drei alte Cent un drei Schwowe oder Wanze in en Sack un leg sie uf en Kreizstroß 'Straßenkreuzung' [Fogel Beliefs Penns Nr. 1956]. VR.: Schenne (Schelle) dut net weh, / wer mich schennt (schellt) hot Lais un Fleh. / Leis un Fleh gebt Wanze, / gehn zu dr Elsa danze [ LU-Oggh, in Var. mancherorts]; einen weiteren VR. s. PfWB Schneider 1. — b. 'an Pflanzen lebende Wanze und sonstige wanzenähnliche Tiere' [mancherorts]; Zs.: PfWB Platt-, PfWB Feld-, PfWB Garten-, PfWB Keller-, PfWB Stink- 2, PfWB Wasserwanze. — 2. übertr. a. 'Person, die beim Kartenspiel den Spielern über die Schultern schaut' [mancherorts], um 1930 bisweilen als Wort der Jüngeren oder Studenten angegeben; vgl. PfWB wanzen 1. — b. 'schwächliche Person' [ PS-Fehrb]. — c. 'Reißbrettstift', meist im Pl.: Wanze [mancherorts]. — RhWB Rhein. IX 253; ALA II 208. 1. 'beim Kartenspiel zusehen', wanze [ KU-Mühlb HB-Mimb PS-Burgalb FR-Grünstdt Heßh LU-Altr Oggh NW-Kallstdt GH-Kand]; vgl. PfWB Wanze 2 a; Syn. s. PfWB kiebitzen 1. — 2. vgl. PfWB anwanzen, PfWB verwanzt. — RhWB Rhein. IX 254.
| ||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||