Wörterbuchnetz
Pfälzisches Wörterbuch 
 
Schlabberer bis Schlabber-milch (Bd. 5, Sp. 990 bis 991)
 
Schlabberer, m.
Schlabberes, m.
Schläbberes, m.
schlabber-fett, Adj.
Schlabber-gusche, f.
Schlabber-haube, f.
schlabb(e)rig, Adj.
Schlabber-kappe, f.
Schlabber-kraut
Schlabber-lappen, m.
Schlabber-maul, n.
Schlabber-milch, f.
schlabbern, schw.
schläbbern, schw.
Schlabber-schnüsse, f.
Schläbber-schnute, f.
Schlabbersin, f.
Schlabber-täsche, f.
Schlabber-tuch, n.
Schlabbes
Schlabutz, f.
Schlacht, f. m.
Schlachten, f. m.
schlacht
Schlacht-axt, f.
Schlacht-bank, f.
schlachten, schw.
Schlachter, m.
Schlächter, m.
Schlacht-feld, n.
Schlacht-fest, n.
Schlacht-geschirr, n.
Schlacht-gewicht, n.
Schlacht-hafen, m.
Schlacht-haus, n.
schlachtig, Adj.
schlächtig
Schlacht-kessel, m.
Schlacht-kuh, f.
Schlacht-messer, n.
Schlacht-mulde, f.
Schlacht-partie, f.
schlacht-reif, Adj.
Schlacht-rind, n.
Schlacht-sau, f.
Schlacht-schwein, n.
Schlacht-suppe, f.
Schlacht-tag, m.
Schlacht-vieh, n.
Schlack
Schlack-berg, m.
Schlacke, f.
Schlackel, m.  (f.)
schlackeln, schw.
schlacken, schw.
Schlacken-berg, m.
Schlacken-mehl, n.
Schlackenmehl-sack, m.
Schlacken-sack, m.
schlackern, schw.
schlackig, Adj.
Schlacksel
Schläcksel
Schlack-zervelat, f.
Schlade-graben, m.
Schladel, m.
Schlader-faß
Schlaf1, m.
Schlaf2
Schlaf-anzug, m.
Schlaf-apfel, m.
Schlaf-auge, f.
Schlaf-bank, f.
Schlaf-bätze, f.
Schlaf-bätzel, f.
Schlaf-blume, f.
Schlaf-bock, m.
Schläfe, f. m.,  f.
Schlaf2, f. m.,  f.
schlafeln, schw.
schläfeln, schw.
schlafen, st.,  schw.
Schläfen-bein, n.
Schlafen-gehen, n.
Schlafens-zeit, f.
Schläfer, m.
Schläfer-apfel, m.
schläferig
schläfern, schw.
Schlaf-eule, f.
schlaff, Adj.
schläffeln, schw.
Schläffel-wetter, f.
schlaffen, schw.
Schlaf-gänger, m.
Schlaf-geld, n.
Schlaf-gemach, n.
Schlaf-gras
Schlaf-hammel, m.
Schlaf-haube, f.
   Schlabberer m.:
1. 'Schwätzer', Schlawwerer [ KU-Reichsth]; vgl. PfWB Schlabber 2 b, PfWB Schlabberes 2 a, PfWB Schlabbergusche 2; Syn. s. PfWB Quatschmaul. —
2. 'schlaffer, energieloser Mensch' [vereinzelt SOPf (Heeger Nachl.)]. — Südhess. V 317; Rhein. VII 1160.
 
  
Schlabberes, Schläbberesm.:
1.
a. 'wer beim Essen schlürft oder Flüssigkeiten aus dem Mund triefen läßt', Schlawweres [ GH-Schwegh]. —
b. 'unordentlicher, schmutziger Mensch' [ BZ-Billh]; Syn. s. PfWB Schlampes 2. —
2.
a. 'Schwätzer, Plaudertasche' [ LU-Alsh NW-Deidh GH-Zeisk]; vgl. PfWB Schlabberer, PfWB Schlabbergusche 2; Syn. s. PfWB Quatschmaul. —
b. 'wer viel und schlecht über andere redet', Schläwweres [ SP-Berghs]; vgl. PfWB Schlabbergusche 2 b.
 
  
schlabber-fett Adj.: 'sehr fett, schwammig fett', von Mensch und Tier, schlawwerfett [ KU-Brück Haschb/G WD-Niedkch HB-Kirrbg]; vgl. schlapper-, schlocker-, schlottel-, schlotter-, PfWB schwammigfett. Die Sau es sch. [ KU-Brück]. Südhess. V 318; RhWB Rhein. VII 1161.
 
  
Schlabber-gusche f.:
1. 'Mund, der fortwährend redet', Schlawwergosch [ KU-Reichsth Kaislt]. Dem sei Sch. steht awwer aa net still [Kaislt]. Die kann aach ehr Sch. net halle [Krieger 18]. —
2.
a. 'Schwätzer, Plaudertasche', -gosch [ LU-Maud GH-Zeisk], -gusch [ KB-Kriegsf Gal-Obl]; Syn. s. PfWB Quatschmaul. —
b. 'wer viel und schlecht über andere redet', -gosch [ LA-Nußd]. — Südhess. V 318. — -haube f. : 'veraltete Frauenhaube', -haub [ NW-Weish/S]; vgl. PfWB Schlabberkappe; Syn. s. PfWB Kapotte.
 
  
schlabb(e)rig Adj.:
1. 'unsauber, schlampig, vergeifert', schlawwerich [Spey Lambert Penns 134]. —
2. 'nicht fest, wabbelig' [vereinzelt SOPf (Heeger Nachl.) RO-Sitt]; schlawwerich fett 'sehr fett' [ RO-Sitt]; vgl. PfWB schlapperig 1. —
3. 'schwatzhaft, geschwätzig', schlawwrich [SP-Harths Don-Werb (Jakob Eigw. 175) Tscherwk (Albrecht 109)]. Der hot sein schlawwriche Gosch iwwerall vornedraan [ SP-Harths]. — Südhess. V 318 schläbberig; RhWB Rhein. VII 1163/64; Els. II 449.
 
 
Schlabber-kappe f.: 'veraltete Frauenhaube'. »Die feinste und zierlichste Art (der Frauenhaube) ist die mit mittelgroßem Aufsatze, aus dem feinsten Musslin, Moll oder Gaze, mit guten Spitzen besetzt und reichlich gestickt, besonders die Hinterwand, übrigens ganz ohne Band oder anderen Flitter, und heißt Zieh- oder Bindhaube, verschiedenerorts auch Saumagen, Schwartenmagen, Schlabberkappe, Flättcherhaube usw.« [F. Gundelwein in PfW 11/1910 S. 27]; vgl. PfWB Schlabberhaube; Syn. s. PfWB Kapotte. — -kraut s. PfWB Schlapperkraut. — -lappen m.: 'Speichellätzchen für Kleinkinder', nur Dim.: Schlawwer-

[Bd. 5, Sp. 991]
läppche [Rockhs Kaislt], -läppel [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB Seiberlappen, PfWB Schlabber 1 a, PfWB Schlabbertuch. Südhess. V 318; RhWB Rhein. VII 1162. — -maul n.:
1.
a. 'mit Speiseresten, Speichel besudelter Mund', bes. bei Kindern, -maul [ KU-Kaulb ZW-Marthh]. —
b. 'Person mit triefendem, beschmiertem Mund' [vereinzelt, Lambert Penns 134]. —
c. meist Dim., kosende Anrede für Kinder (mit beschmiertem Mund), Schlawwermailche [ RO-Semb KL-Fischb PS-Burgalb Nd'simt GH-Westh]; e goldich Schlawwermailche [ KU-A'glan]. Herzgebobbelt Hunigkinn, / Schlawwermailche, duh geschwinn, / 's Guckelche duh schließe [Schandein Ged. 6]. —
2.
a. 'Mund, der andauernd redet; geschwätziges Mundwerk', -maul [ KU-Lohnw, vereinzelt]. Der kann aa sein Sch. net halle [Kaislt]. —
b. 'Schwätzer, Plappermaul' [mancherorts, Lambert Penns 134]; Syn. s. PfWB Quatschmaul. Na da leiht mr a neischt dran, wanner a määne, eich wär e alt Schlawermaul un müscht de ganze Da gebabbelt un geretscht hann [PfId. 175/76]. — Südhess. V 318; RhWB Rhein. VII 1162. — -milch f. : 'geronnene Milch', -milch [ RO-Lettw]. RhWB Rhein. VII 1162.