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Schindel-dach bis Schinder-acker (Bd. 5, Sp. 979 bis 980) | |||
Schindel-dach, n. Schindel-decker, m. Schindel-korb, m. Schindel-macher, m. schindeln Schindel-risser, m. Schindel-schlitzer, m. Schindel-spalter, m. schinden, st. Schinder, m. Schinder-acker, m. Schinders-, m. Schinder-anger, m. Schinderei, f. Schinder-grübe, f. Schinders-, f. Schinder-hannes, m. Schinderhannes(en)-buch, n. Schinderhannes(en)-kor, n. Schinder-haufen, m. Schinder-haus, n. Schinder-hohl, f. Schinder-hütte, f. Schinder-kaute, f. Schinder-klamm, f. Schinders-, f. Schinder-kopf, m. Schinder-loch, n. Schinder-pferch, m. Schinder-platz, m. Schinders-acker Schinders-grübe Schinders-klamm Schinder-wasen, m. Schinder-wasem, m. Schind-garten, m. Schind-gaul, m. Schind-grübe, f. Schind-hard, ON Schind-hütte, f. Schind-karch, m. Schind-kaule, f. Schind-kaute, f. Schind-klam, Gen.? Schind-knochen, m. Schind-krappen, m. Schind-luder, n. Schinds-, n. Schind-mähre, f. n., m. Schind-mähr(en), f. n., m. Schind-meister, m. Schind-placken, m. Schind-platz, m. Schind-wasem, m. Schind-wasen, m. schinegeln Schinellen, Pl. Schinese (Chinese), m. Schinesen-auge, n. Schinesen-bart, m. schinesisch (chinesisch), Adj. Schinjon, m. Schinjon-ring, m. Schinken, m. Schunken, m. Schinken-ärmel, m. Schinken-fleisch, n. Schunken-, n. Schinken-fresser, m. Schinken-hächse, f. Schinken-klopfen, n. Schinken-klopferleins, n. Schinken-knochen, m. Schinken-nudeln, Pl. Schinken-plätschen, n. Schinken-plätscher, m. Schinken-wurst, f. Schinken-zirkel, m. Schinnoos Schippe Schirget, m. Schirm, m. Schurm, m. Schirm-drachen, m. Schirmels-blume, f. schirmen, schw. Schirm(en)-flicker, m. Schirm(en)-geld, n. Schirm(en)-hafer, m. Schirm(en)-herr, m. Schirm(en)-macher, m. Schirm(en)-mütze, f. Schirm(en)-schwamm, m. Schirm(en)-wald, m. Schirms-verwandter, m. Schiro-meter Schirrach, m. Schirreb, m. schirren, schw. Schirrget | 1. a. 'die Haut abziehen'. Die Judde schinne die Gäns (wegen des Gänsefetts) [ LU-Opp]. Quackverse s. PfWB blind 1, PfWB Quack 1 a. — b. sich sch. 'sich (die Haut) abschürfen, verletzen', schinne [verbr., Christmann Kaulb 19, 84 Mang 10 Müller Dietschw 64 Schneckenburger 46 Lambert Penns 133 Krämer Gal 185], Part. Perf. g'schunne [VPf], geschunn [WPf NPf]; Zs.: PfWB abschinden 1, PfWB verschinden. Ich hun mich geschunn [ RO-Als]. Der sieht aus wie e [Bd. 5, Sp. 980] geschunnener Fuchs [ KL-Hirschhn]. — 2. a. 'quälen, plagen, hetzen', schinne [NW-Kallstdt, verbr., Otterstetter 207], schenne [ IB-Rohrb RO-Lohnsf]; Zs.: PfWB abschinden 2; Syn. s. PfWB quälen 1 a; die Leit ('s Vieh) sch. [verbr.]; schinne bis uf's Blut [ NW-Hardbg]. Er hat mich geschunn un geploot [ PS-Rodalb]. Die han uns geschunne un gestriezt [Krieger 19]. Er schindt se wie e Hund [ KB-Kriegsf]. Er hot sich sei Lebdag g'schunne un geplogt [ LU-Limbghf]. Die Bauere misse sich sch. un ploge [ LU-Opp]. — b. trans. 'beim Kartenspiel die höchsten Trümpfe zurückhalten' [PS-Erfw, verbr.]. Den du ich uf de Zehner sch. [Krieger 44]. In de Mitt (beim Kartenspiel) schinnt mer nit [ NW-Hardbg]. — c. 'herumzerren, schwingen, sich balgen'. 's King (Kind) will g'schunge sein [ GH-Neubg]. — 3. s. die Zs. PfWB ausschinden. — Südhess. V 302/03; RhWB Rhein. VII 1134/35; LothWB Lothr. 442; ElsWB Els. II 419/20. 1. a. 'Abdecker', Schinner [verbr., auch Auslandspfälzer], Schenner [ WD-Niedkch], Schinger [ GH-Neubg]; vgl. PfWB Schindmeister: Zs.: PfWB Viehschinder 1; Syn.: PfWB Abdecker, PfWB Schinderhannes 2 a, PfWB Wasemmeister. Em verreckt Stick Vieh zieht de Schinner die Haut ab [ KL-Reichb]. De Sch. kriet en (den alten Gaul) [ KU-Schmittw/O]. Verwünschung: Der Sch. soll dich hole! [ Gal-Obl]. Krieg de Sch.! [Hebel 34]. Ausruf der Verwunderung: Was de Sch.! [Kühn Hamet 142]. RA.: Der is em Sch. devungeloffe (fortgeloff), von einem dürren Pferd [ NW-Frankeck KL-Stelzbg]. Mer meent, den hot de Sch. schun g'hatt, dass. [ LA-Gommh]. Einen VR. s. PfWB Wurst. SprW.: De Dokder un de Sch., das sin Geschwischderkinner [verbr. Don Gal Buch Rußl]. — b. 'Henker'. 18. Jh.: Als einst ein Mähder sagte: Ich häbb' mei Fiess in die Bach ghenkt, mußte er 2 Fuder Wein zahlen, denn nur der Schinner henkt [Mähderbuch von NW-Mußb (in: MHVPf. IV 11ff.)]. — 2. a. 'wer (Menschen, Tiere) quält, anstrengt, schikaniert', z. B. vom Handwerker gegenüber den Lehrlingen, mehr scherzh. auch vom Arzt, bes. vom Zahnarzt [verbr.]; Zs.: PfWB Armeleute-, PfWB Vieh- 2, PfWB Gauls-, PfWB Katzen-, PfWB Leute- 1, PfWB Menschenschinder. — b. 'altes, mageres, abgetriebenes Pferd' [ KU-Diedk ZW-Battw RO-Ruppeck FR-Flomh BZ-Apphf]; Syn. s. PfWB Mähre 1 b. — c. s. die Zs. PfWB Krotten-, PfWB Leute- 2, PfWB Ochsen-, PfWB Schabbes-, PfWB Stundenschinder. — Südhess. V 303/04; RhWB Rhein. VII 1138; Lothr. 442/43; ElsWB Els. II 420.
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