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Nebel-rabe bis Neben-altar (Bd. 5, Sp. 93 bis 95) | |||
Nebel-rabe, m. Nebel-regen, m. Nebel-schicht, f. Nebel-segler, m. Nebel-seiche, f. Nebel-spalter, m. Nebel-wetter, n. Nebel-wolke, f. Nebel-zerstörer, m. neben, Präp., Adv. nebents, Präp., Adv. neber, Präp., Adv. nebig, Präp., Adv. Neben-altar, m. Neben-auge, n. Neben-bahn, f. Neben-bube, m. Neben-bursche, m. neben-daran, Adv. nebendaran-bringen, st. nebendaran-greifen, st. nebendaran-kommen, st. nebendaran-schießen, st. Neben-diel, m. neben-drauß, Adv. neben-einander, Adv. nebeneinander-setzen, schw. nebeneinander-sitzen, schw. Neben-eingang, m. Neben-furche, f. Neben-gasse, f. Neben-gaul, m. Nebents-, m. Neber-, m. Neben-gleis, n. Neben-gote, f. neben-her, Adv. neben-heraus, Adv. neben-herüber, Adv. neben-herum, Adv. nebenherum-laufen, st. neben-hin, Adv. neben-hinaus, Adv. nebenhinaus-gehen, st. nebenhinaus-kitschen, schw. nebenhinaus-kommen, st. nebenhinaus-legen, schw. nebenhinaus-schlagen, st. neben-hinein, Adv. nebenhin-fahren, st. nebenhin-gehen, st. nebenhin-schaffen, schw. nebenhin-tun, st. neben-hinüber, Adv. neben-hinunter, Adv. Neben-kammer, f. Neben-keller, m. Neben-kind, n. Neben-kiste, f. Neben-knabe, m. Neben-knecht, m. Neben-kuh, f. Neben-lade, f. Neber-, f. Neben-lieger, m. Neben-loch, n. Neben-magd, f. n. Neben-mädchen, f. n. Neben-nutzung, f. Neben-pate, m. Neben-pfad, m. Neben-rinne, f. Neben-sache Neben-sack, m. Neben-scheitel, m. Neben-schelle, f. Neben-stich, m. Neben-straße, f. Neben-stube, f. Neben-tasche, f. Nebentchen, n. Neben-tenn, n. Nebent-gaul Neben-trieb, m. Nebent-sache Neben-wurzel, f. Neben-zimmer, n. Neben-zwacken, Pl. Neber-gaul Neber-lade Neber-sache nebig neckeln, schw. necken, schw. Neckerei, f. Neckerle-scheiß, m. neckern, schw. Neckse, f. neckseln, schw. necksen, schw. | [Bd. 5, Sp. 94] 943. — -schicht f.: wie schd. Iwwerm Grawe ligt e Newwelschicht [ LU-Alsh]. — -segler m.: 'Hut mit einseitig hochgeschlagener Krempe' in der alten Tracht der Männer, -segler [Kus, Schandein Bav. IV,2 269]; vgl. PfWB Nebelspalter, PfWB Schlapphut. — -seiche f.: = PfWB Nebelregen, -sääch [ LA-Maik]; vgl. PfWB Nebel 2a. ElsWB Els. II 321. — -spalter m.: 'Hut mit dreiseitig hochgeschlagenen Krempen', -spalder [(1930 in Erinnerung der Alten) Kus RO-Obd BZ-Annw PfId. 99 Schandein Bav. IV,2 269 PfL 17. 3. 34 PfW 11. Jg. S. 14 JKurpf. 1930 71]; vgl. PfWB Dreimaster, PfWB Nebelsegler; Abb. s. Becker Volkstr. 69. Die Bauern steckten ihre Papiere oder Akten hinter die aufgeschlagene Krempe, wenn sie zur Behörde gingen [Kus]. Südhess. IV 943; RhWB Rhein. VI 125; ElsWB Els. II 540. — -wetter n.: wie schd., -wedder, -werrer, s. PfWB Wetter [verbr.]; vgl. PfWB Sudelwetter. RhWB Rhein. VI 125. — -wolke f.: wie schd., -wolk, Pl. -wolge [ NW-Kallstdt, vereinzelt]. Südhess. IV 943; RhWB Rhein. VI 125. — -zerstörer m.: 'geringer Wein, Haustrunk', scherzh., -zersteerer [mittl. VPf (Bertram § 285)]; Syn. s. PfWB Rachenputzer. 1. Präp.: 'neben (mit Akk. u. Dat.)', die F. newer u. näwer (analog hinter, unter usw.) sind in der ges. Pf und bei den Auslandspfälzern vorherschend; newe u. näwe sind als Präp. seltener und mehr aus der WPf gemeldet; newich u. näwich (analog außig, untig) waren neben newe(r), näwe(r) um 1930 noch in allen Teilen der Pf (außer SWPf) und bei den Auslandspfälzern gebräuchlich; vereinzelt Kürzung des Stammvokals in unbetonter Stellung: (nęwər ˈmīr, nęwər də ˈkab) [Kaislt]; Angaben zur Lautung (ohne Hinweis auf die grammatische Funktion): (nwə) [Christmann Kaulb 12, 49 Müller Dietschw 52 Höh 52], (nwər) [Müller Dietschw 52 Schneckenburger 35], newich [KU-Bedb, mancherorts, Müller Dietschw 53, Danner Penns 10 Don-Schowe Torscha Werb], (nwər, nwiχ) [LA-Nußd Heeger Südostpf. 23], newer, newich [Krämer Gal 155], (nēwə, nēwər, nēwiχ) [Mang 95]; näwich 'm Haus [Kleeberger 127]; newer de Bach [ LU-Neuhf]. 's Lenche hockt sich newich ne (neben ihn) [Zeitw. Gal. 1955 64]. Ich red noch e Wertel mit mei'm Vetter newer mer [PfRSch 15. 9. 1927]. RA.: sich newich de Stuhl setze 'die falsche Wahl treffen' [ KU-Bedb]; ('s Aai) näwer's Näscht leche, 'sich irren, verspekulieren' [NW-Freinsh, verbr.], 'sich schlecht verheiraten' [KB-Kriegsf Krieger 32]; de Placke newe's Loch setze, dass. [ LU-Muttstdt, Don-Tscherwk Buch-Illisch], de Flicke newwer's Loch setze, dass. [Krieger 27 Bayerland 1933 480 Don-Gert]; Newer die Schul gehe 'die Schule schwänzen' [LU-Friesh, verbr., auch Auslandspfälzer]. Er geht newer die Kärch, wo's mit de Schoppegläser [Bd. 5, Sp. 95] z'sammelait, scherzh. von einem, der in der Zeit des Gottesdienstes im Wirtshaus sitzt [ LU-Friesh]. Er is ne(w)wer de Kapp 'ist verwirrt, verrückt' [FR-Albsh, verbr.], newe de Fährt, dass. [ HB-Einöd KL-Wörsb], näwer'm Hais'che, dass. [KU-Schmittw, verbr.], newer'm Glääs, dass., s. PfWB Gleis 2 [ IB-Herbh], lejt näwe de Kapp [IB-Ensh (Glass 68)]. SprW.: E g(e)scheit(s) (Huhn) Hinkel lee(ch)t aa mol newe's (newer's, newich's) Nescht [verbr., auch Auslandspfälzer]; vgl. PfWB Huhn 1a, PfWB Hünkel 1a. a. 1759: nebig der Moschler gemarck [Kurpf. 884 (RO-Duchr)]. — 2. Adv.: a. 'daneben', newe, näwe [verbr., auch Auslandspfälzer], newets, näwets [südl. VPf IB-Ensh (Glass II 42)]; vgl. PfWB Nebentchen; Zs.: PfWB daneben 1; n. an'm Schlof 'an der Schläfe' [ ZW-Bechhf]. Sie hat newets sou en dicker Knopp am Kopp [ LA-Herxh]. Newets hot der Hollerbusch geblieht [Feierowend 11/1966]. Mit Sandsäck un Flankierungsgräwe / Un als emol e Stitzpunkt newe [Münch Werke I 157]. — b. α. vgl. PfWB daneben 2 'geistesabwesend, verrückt'. — β. newets 'auf dem für Fußgänger bestimmten Weg neben der Straße' [ LA-Herxh]. — 3. Adj.: subst. Ich war de Näwerschde 'der Äußerste' [ NW-Gimmdg]. — Südhess. IV 943/44; RhWB Rhein. VI 126/27; LothWB Lothr. 382; ElsWB Els. I 750.
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