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Schäse bis Schäsen-kopf (Bd. 5, Sp. 886 bis 888) | |||
Schäse, f. schäseln, schw. Schäselong (Chaiselongue), n. schäsen, schw. Schäsen-bauer, m. Schäsen-bock, m. Schäsen-fahrt, f. Schäsen-gaul, m. Schäsen-geißel, f. Schäsen-geschirr, n. Schäsen-kopf, m. Schäsen-kummet, n. Schäsen-partie, f. Schäsen-peitsche, f. Schäsen-pferd, n. Schäsen-puppe, f. Schäsen-remise, f. Schäsen-spritze, f. Schäsen-wagen, m. Schaskeler, m. schaskeln, schw. schaskenen, schw. Schaskener, m. schaskern, schw. Schaß, m. schasseln, schw. schassen, schw. Schassepo (Chassepot), n. schassewieren, schw. Schaß-korb, m. Schassör, m. Schättel, m. Schatten, m. Schätten, m. Schät, m. schatten Schatten-amarelle, f. Schatten-baum, m. Schatten-bild, n. Schatten-blume, f. Schatten-fänger, m. Schatten-riß, m. Schatten-seite, f. Schatten-strich, m. Schatter Schatter-gans, f. schättern1, schw. schättern2, schw. Schatt-holz, n. schattig, Adj. schättig, Adj. Schatulle, f. Schatz, m. Schätz(e)lerei, f. schätzeln, schw. schatzeln, schw. schätzen, schw. Schätzer, m. Schätz-geld, n. Schätzum, m. Schatzung, f. schätz-wohl, Adv. Schau, f. Schaub, m., f., n. Schaub+-dach, n. Schaub-decker, m. Schauben-, m. Schaub-ding, Gen.? Schaube, f. schauben, Adj. Schauben-decker Schaub-läuten, n. Schaub-stecken, n. Schaude Schauder, m. schaudern, schw. schauen, schw. Schauer1, m. Schur2, m. Schauer2 Schauer3 Schauer-delle, f. schauerig schauern1, schw. schauern2 Schauern-heide, f. Schauern-heim, ON Schaufel, f. schaufeln, schw. Schaufel-pflug, m. Schaufel-stiel, m. Schau-fenster, n. Schaukel, f. schaukeln, schw. Schau-lappen Schaule, f. Schau-leder Schau-leute, Pl. Schaum, m. Schaumel, m. | 1. a. 'leichte Pferdekutsche wohlhabender, vornehmer Leute (für Spazierfahrten, Fahrt zur Kirche, für die Kindtaufe); Halbkutsche; Droschke', Schees u. Schäs (ēs) [verbr., Schandein Ged. 68, 70, 199, Don-Franzfeld Tscherwk]; vgl. PfWB Kutsche1 1 a; Zs.: PfWB Bauern-, PfWB Post-, PfWB Milch-, PfWB Returschäse, PfWB Rübenschäse 1. 's esch e Sch. dorrich's Dorf g'fahre [ BZ-Dernb]. Der gibt's nowel, er fährt in de Sch. [ KU-Schmittw/O]. RA.: e aldi Sch. 'ein zusammengestoppeltes Fuhrwerk', spöttisch [ LA-Siebdg]; ere (de) leere Sch. noolaafe 'eine aussichtslose Angelegenheit betreiben', z. B. von einem, der bei einer Erbteilung leer ausgeht, der sein Geld nicht bekommt [Kaislt, verbr., Hebel 29 Heeger Kerwe 56]; de leere Sch. noochgucke, dass. [südl. VPf (PfL 5. 9. 1924)]. Scherzh. Abschiedsgruß: Kumm net unner e babierni Sch.! [ LU-Maud Neuhf, Bergz]. Bleib dehääm, do werschde aach vun känner Sch. iwwerfahr! [Thielen So rerre mer 107]. Sie loßt ne net fahre, net mit siwwe Schäse 'Sie hält ihm bedingungslos die Treue' [Feierowend 24/1953, Krieger 18]. De Petrus fahrt mit de Sch. im Himmel erum 'Es donnert' [ KU-Diedk]. SprW.: Wer zum Schubkarch gebor is, bringt's zu känner Sch. [Klein Wag. 114, Kühn Palz 139]. VR.: Wann alles ror un deier is, do esse mer wäiche Kees; wann Schuh un Strump veresse is, do fohre mer in de Sch. [ KU-Schmittw/O]. E leeri Sch., im Beidel kä Mees (s. PfWB Moos2), des is bees [Krieger [Bd. 5, Sp. 887] 63]. Ich wollt, ich hett e Sack voll Gold. / Do deht ich awwer nimmi laafe, / Do deht ich mer Gail un e Schesel kaafe. / Ich wollt, ich hett e Sack voll Gold [PfL 15. 9. 1934]. — b. α. 'Kinderwagen', Schees [verbr.], Dim. Schesje [ IB-Ensh Zweibr], Scheesel [ BZ-Dernb]; Zs.: PfWB Pot- 2, PfWB Kinderschäse. — β. s. die Zs. PfWB Puppenschäse. — c. Schees ohne Gail, scherzh. für die ersten Autos [Kaislt]. — d. s. die Zs. PfWB Pot- 1, PfWB Rübenschäse 2. — 2. a. 'Bett', scherzh., Schees [ RO-Dörnb], Dim. Scheesje [Ingb]. — b. scherzh.-spöttisch für 'alte Frau'; e aldi Schees [LU-Friesh Guentherodt Frz. 229]; Zs.: PfWB Dorfschäse. — c. s. die Zs. PfWB Halbschäse. — d. in Pflanzenbez., Daibche(r) in de Schees u. a., s. PfWB Taube 2 a u. b u. PfWB Sturmhut. — e. s. die Zs. PfWB Luftschäse. — Frz. chaise. — Südhess. V 201/02; RhWB Rhein. VII 941/42; LothWB Lothr. 440; ElsWB Els. II 435. 1. 'sich herumtreiben'. ... dann de ganze Dag schääßelt se in de Schtadt rum [PfRSch 9. 9. 1926]. — 2. 'den Kinderwagen hin- und herbewegen', scheesle [ LA-Herxh]; vgl. PfWB wägeln. — Südhess. V 202. 1. a. 'spazierenfahren, -gehen', scheese [IB-Ensh (Glass 101)]. — b. 'reisen' [ NW-Gimmdg]. — c. α. 'gehen' [ ZW-Bottb Pirmas]. — β. 'eilig gehen' [ NW-Wachh]; Zs.: PfWB herumschäsen. — d. s. die Zs. PfWB abschäsen. — 2. 'sich beeilen'; Schees! [ IB-Hass]. — Südhess. V 202; RhWB Rhein. VII 942. 1. a. 'Kutschenpferd', -gaul [verbr. (mit vereinzelten Belegen in der äußersten WPf im Perd-Gebiet, s. K. 39)]; vgl. PfWB Schäsenpferd 1. RA.: Sie is so därr wie e Sch. 'sehr mager' [ KB-Kriegsf]. De ganze Dag han se Hunger wie e Sch. 'großen Hunger' [Westricher Kalender 1957 102]. Er hält (träät) de Kopp wie e Sch. 'ist eingebildet, stolz' [KU-Kaulb, verbr.], macht e Kopp wie e Sch., dass. [ KU-Bedb], zieht 's Kreiz wie e Sch., dass. [ KU-Kaulb], hängt de Kopp wie e Sch. 'Er ist verrückt' [ PS-Lautschw]. Einen VR. s. PfWB Knecht 1 a. — b. 'altes, mageres, abgetriebenes Pferd'; e alder Sch. [KU-Lauteck Spey, Feierowend 6/1954 2]; Syn. s. PfWB Mähre 1 b. Der is lahm wie e alder Sch. [Krieger 20]. — 2. 'große weibliche Person' [ KL-Erfb]; Syn. s. PfWB Gammel 1. — Südhess. V 202/03; RhWB Rhein. VII 942. — -geißel f.: 'Peitsche mit langem [Bd. 5, Sp. 888] dünnem Stiel und kurzer Treibschnur', -gääschel [ KL-Baalbn]; vgl. PfWB Schäsenpeitsche. Südhess. V 203. — -geschirr n.: 'Feiertagskleidung', scherzh., -geschärr [ KL-Hütschhs]. — -kopf m.: 'großer, viereckiger Kopf', -kopp [ PS-Nd'simt]; vgl. PfWB Kopf I1. RhWB Rhein. VII 942. —
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