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Pfälzisches Wörterbuch 
 
schänden bis Schändung (Bd. 5, Sp. 869 bis 870)
 
schänden, schw.
Schändens, n.
schander
Schand-fleck, m.
Schand-lappen, m.
schand-lappen
schändlich, Adj.
Schand-licht, n.
Schand-maul, n.
Schand-pfahl, m.
Schändung
Schank1, m.
Schrank, m.
Schank2, m.
Schank3, m.
Schank-bein, n.
Schanken-, n.
Schank-bursche, m.
Schänke
Schanker, m.
Schank-fuß, m.
Schank-haupt, n.
Schank+-haus, n.
Schank-hausen, n.
Schank-recht, n.
Schank-stollen, m.
Schank-stube, f.
Schank-tisch, m.
Schank-tür
Schank-wirt, m.
Schann
Schannett
schanschieren (changieren), schw.
Schanse (Chance), f.
Schanze2, f.
Schanz, m.
Schänzchen, n.
Schanze1, f.
Schanze2
schanzen, schw.
Schanzen-berg, m.
Schanzen-graben, m.
Schanzer, m.
Schanz+-geld, n.
Schanz-zeug, n.
Schäpchen
Schapiter, m.
Schapo, m.
Schapo-klack, m.
Schapo-klapp, m.
Schapottchen, n.
Schapott-hütchen, n.
Schappe, f.
Schäppel, n.
Schäpel, n.
schäppeln, schw.
schäppern
schappieren
Schapullchen, n.
Schar1, n.,  f.
Schar2, f.
Schar3, f.
Scharabank, m.
Scharabank-wägel, n.
Schärbe, f.
schärbeln, schw.
schärben, schw.
Schärber, m.
Schärber-haken, m.
schärbezig
Schärbich, n.
Scharbock, m.
scharcheln, schw.
Schardän, m.
Schar-egge, f.
scharen-weise, Adv.
scharf, Adj.
Schar-fahrt, f.
Schärfe1, f.
Schärft, f.
Schärfe2, f.
Schärfe3
schärfen1, schw.
schärfen2, schw.
Scharfen-eck, Gen.?
Schärfer
Schärfing, f.
Scharf-kante, f.
scharf-machen, schw.
Scharf-macher, m.
Scharfmacher-strümpfe, Pl.
Scharf-richter, m.
Schärfsel, n.
Schärft
Scharft-heu
Schar-hebel, m.
Scharier-eisen
scharieren
schärig, Adj.
Schariwari, Gen.?
   schänden schw.:
1. 'schelten, beschimpfen', schenne, schänne [verbr. östl. NPf östl. Teil der nördl. VPf vereinzelt übrige NPf VPf, Beam Penns 91, verbr. Gal mancherorts Don, PfId. 121 Kühn Hamet 131], schende [Lambert Penns 132]; zur Verbr. s. K. 328; Zs.: PfWB aus-, PfWB verschänden 2; Syn. s. PfWB schelten 1 d. Er schännt wie e Rohrspatz [ LU-Friesh]. Do hat de Kaiser wiescht geschännt, / Wie mer 'ne so behannle kennt [Münch Weltgesch. 80]. Wenn ein Hase aufspringt, sagt man: Laaf em nooch un schänn en Plattkopp! [Frankth]; Var. s. PfWB nachlaufen 1 aβ. SprW.: Do schennt enne Esel de annere Langohr [Land, verbr. Don Gal Buch]. Armut schändt net, awwer sie drickt [ Don-Alexhs, mancherorts Don Gal Buch]. Wu 's Schenne net helft, nutzt aach 's Schla'e nix [ Gal-Slawitz]. Die sich nanner schännen, die sich nanner nemmen [Krämer Gal 182]. Volksgl.: Wem das linke Ohr klingelt, der wird geschennt, wem das rechte klingelt, der wird gelobt [ KB-Weihf]. VR.: Schänne, schänne dut net weh, wer mich schännt, hot Lais un Fleh [ KB-Kriegsf]; Var. s. PfWB Fleck1 1 a, PfWB Floh 1 a, PfWB Wanze. a. 1530: mit schmewortten schend [PfWeist. 35 (RO-Als)]. a. 1566: er habe einen Ersamen Rath zum äußersten geschennt, gesschmeht und geschmitzt [Küchler 18/19]. —
2. s. die Zs. PfWB verschänden 1. — Südhess. V 180 ff.; RhWB Rhein. VII 907/08; LothWB Lothr. 439; ElsWB Els. II 419.
 
 
Schändens n.: 'Schelte', Schennes [Don-

[Bd. 5, Sp. 870]
Lenauheim Lovrin]. 16. Jh.: Scheltens, Schändens, Schmähens ... sollen sich Mann und Frau gänzlich enthalten [SSp, Hohenecker Weist.].
 
 
schander Reimw. s. PfWB bander.
 
  
Schand-fleck m.:
1. nach dem Schd., Schandfleck [vereinzelt, Lambert Penns 131]. —
2. Schimpfw. Dau Sch.! [ KU-Reiffb]. — ElsWB Els. I 167; DWB DWb. VIII 2147. — -lappen m.: = Schürzenjäger, Schandlabbe [KL-Lind (Höh 153)]. Südhess. V 182, RhWB Rhein. VII 906, ElsWB Els. I 601, DWB DWb. VIII 2149 and. Bed.
 
 
schand-lappen s. PfWB verschandlappen.
 
  
schändlich Adj.: nach dem Schd., schendlich, schändlich [vereinzelt, Lambert Penns 132 Krämer Gal 182]. E Dieb is e schändlich Ding, e Veleimder noch viel schändlicher [ KL-Reichb]. SprW.: Besser ehrlich sterwe wie schändlich lewe [ NW-Kallstdt]. Südhess. V 182; RhWB Rhein. VII 910; ElsWB Els. II 419; DWB DWb. VIII 2149/50.
 
  
Schand-licht n.: 'Öllampe', Schandlicht [ KL-O'arnb]. Das Bestimmungsw. zu PfWB Schandelle. ElsWB Els. I 555.
 
  
Schand-maul n.: 'Verleumder, bzw. dessen Mund'; Syn. s. PfWB Quatschmaul. Dem wäsch ich emol sei Schandmaul [Krieger 52]. Heer doch äämol uf se schälle (schelten), du Sch.! [ KU-Reiffb]. Südhess. V 182; RhWB Rhein. VII 906. — -pfahl m.: 'Pranger'. Esch e Tropp am Schannpohl gschtanne [Rohr 30]. Südhess. V 182; ElsWB Els. II 134; DWB DWb. VIII 2155.
 
 
Schändung s. PfWB Leichenschändung.