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Schabernack bis Schabracke (Bd. 5, Sp. 826 bis 827) | |||
Schabernack, m. schabernackig, Adj. Schabes, f. schabetschen Schab-glocke, f. Schab-hacke, f. schäbig, Adj. schabig, Adj. Schäbigkeit, f. Schab-kratze, f. Schablone, f. Schabracke, f. schäbrig, Adj. Schabsel, n., m. Schabseler, m. Schabsich(s), n. Schabzig, n. Schach1, m. Schachen, m. Schach2, n. Schachel, f. schacheln, schw. Schachen Schachen-delle, f. Schacher Schächer, m. Schacherer, m. Schacher-jüde, m. schachern, schw. Schächer-pfad, m. Schächers-dille, f. Schacht, m. Schäch(t)e, f. Schachtel1, f. Schachtel2, m. Schachtel-halm, m. Schächtel-, m. Schachtel-haupt, m. Schachtel-heide, f. m., n. Schachtel-heid, f. m., n. Schachtel-heu, n. Schachtel-kraut, n. Schachtel-männchen, n. schachten schächten, schw. Schachten-heide, f. Schächten-, f. Schachten-heu, n. Schächter, m. Schächter-dolch, m. Schacht-heu, n. Schacht-hut, m. Schacht-kraut, n. Schacht-loch, n. Schacht-meister, m. Schack Schackel Schadai, m. schad-bar, Adj. Schadchen, n., m. schade, Adj. Schädel, m. -brummen, n. -knochen, m. -weh, n. Schaden, m. schaden, schw. Schaden-feuer, n. schaden-froh, Adj. Schaden-maul Schaden-stück, n. schad-haftig, Adj. schädigen, schw. Schadimasch, Gen.? schädlich, Adj. Schädling, m. schad-los, Adj. Schaf, n., m. Schaf-apfel Schaf-bein Schaf-beutel Schaf-bock Schaf-brücke, f. Schäfchen(s)-wolken Schäfe Schäfel1 Schäfel2 schäfelig, Adj. schäfeln, schw. Schäfen-fleisch, n. Schäfer, m. Schäfer-brünnlein, n. Schäfer-bube, m. Schäfer-gasse, f. Schäfer-horn, n. Schäfer-hund, m. schäferig, Adj. Schäfer-karch, m. Schäfer-karren, m. Schäfer-kittel, m. | [Bd. 5, Sp. 826] 1. 'zusammengekratzt', von Speiseresten; de schäwich Rescht [ LU-Limbghf Muttstdt]; zu PfWB schaben 1 a. — 2. a. 'abgeschabt, abgenutzt, alt', von Kleidern, schäwich, selten schewich [verbr.], schäwisch [ HB-Breitft PS-Rodalb], schäwich u. schäbich [Otterstetter 48, 191], schäwich u. schawich [ KL-Hütschhs], schawich [ PS-Zesbg KB-Mauchh Kriegsf]; vgl. PfWB schabätzig 3 a, PfWB schaberacksig 2, PfWB schäbrig; e schäwicher Anzugg (Mandel, Rock, Frack, Hut) [FR-Bockh, verbr.]; e schäwichi Kluft (Manduur) [ ZW-Gr'bundb, IB-Bliesmg/Bolch]; e schäwiches Klääd [ NW-Neidfs]; schawiche Hosse [ KB-Kriegsf]; e schäwicher Kerl 'ein zerlumpter Mensch', verächtlich [ LA-Venn]. Er hot schäwiche Kläärer an [ LU-Alsh/Gr], is schäwich angezoge [ LU-Oggh], kummt schewich doher, dass. [ KU-Schmittw/O], lääft schewich dorum, dass. [LA-Impfl]. Esch der schäwich!, dass. [ LA-Wollmh]. — b. 'von den Schaben zerfressen', 's Klääd is schawich worre [ LU-Alsh/Gr]. — 3. 'grindig, narbig', schäwich [ LU-Opp BZ-Dernb]; vgl. PfWB Schabe1 2 g. — 4. a. 'geizig, knickerig' [ PS-Geisbg, mancherorts]; sich schewich dronstelle 'sich kleinlich zeigen' [ KU-Schmittw/O]. — b. 'charakterlos, niederträchtig' [verbr., Münch Weltgesch. 105]; e schäwicher Kerl (Mensch, Hund, G'sell) [ RO-Dielkch, NW-Kallstdt]; e schawischer Hund [ LU-Altr]. Er hot sich schäwich benumme [ BZ-Albw]. Das is e schäwigi G'sellschaft [ LU-Opp]. — c. schabich Zeich mache 'Unsinn treiben' [ PS-Windsbg]. — Südhess. V 134/35; RhWB Rhein. VII 821, 827. [Bd. 5, Sp. 827] rung im Weinberg', Schabkratz [ NW-Bobh]; vgl. PfWB Schaber 2 b. 1. 'Unterlagsdecke auf dem Reitpferd bei der Kavallerie', Schawwerack [ KL-Erlb]. — 2. a. 'abgenutzte alte Sache, baufälliges Gebäude' [PS-Rodalb (Bernhard 147)]. — b. 'unverheiratete ältere Frau', auch Schimpfw.; e aldi Schabrack [LU-Opp, Kraus Gloori Bagaasch 21]. — Türkisch taprak 'Pferdedecke', im Dt. seit dem 17. Jh., später auch 'Weiberrock' ( DWB DWb. VIII 1955); gleicher Herkunft ist frz. chabraque 'Pferdedecke, Soldatendirne'. — Südhess. V 135; RhWB Rhein. VII 828; LothWB Lothr. 437; ElsWB Els. II 389.
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