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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Nach-schießen bis Nach-schurgelns (Bd. 5, Sp. 21 bis 22)
 
Nach-schießen, n.
nach-schlagen, st.
nach-schleichen, st.
nach-schleifen, schw.
nach-schleppen, schw.
nach-schlockern, schw.
nach-schlupfen, schw.
nach-schmeißen, st.
nach-schreiben, st.
nach-schüren, schw.
Nach-schurgelns, n.
Nach-schwarm, m.
nach-sehen, st.
nach-setzen, schw.
nach-simulieren, schw.
nach-singen, st.
nach-sitzen, st.
Nach-sommer, m.
Nach-speise, f.
Nach-springelchens, n.
nach-springen, st.
nächst
nach-stehen, st.
nach-steigen, st.
nach-stellen, schw.
nächstens, Adv.
Nach-steuer, f.
nach-stiefeln, schw.
nach-stoppeln, schw.
nach-streichen, st.
nach-stufen, schw.
Nacht, f.
Nach-tabak, m.
Nach-tag, m.
nach-tanzen, schw.
Nacht-arbeit, f.
Nacht-blume, f.
Nacht-brand, m.
Nacht-brenner, m.
Nacht-bumpel, f.
Nacht-bumper, f.
Nacht-dienst, m.
Nacht-drücken, n.
Nach-teil, m.
Nacht-einung, f.
nächten1, Adv.
nächten2, schw.
Nacht-essen, n.
Nacht-eule, f.
nacht-fährtig, Adj.
Nacht-falter, m.
Nacht-flappe, f.
Nacht-flatsche, f.
Nacht-flatter, Gen.?
Nacht-frau, f.
Nacht-frost, m.
Nacht-fünkchen, n.
Nacht-futter, n.
Nacht-garn, n.
Nacht-gärtnerei, f.
Nacht-gebet, n.
Nacht-geschirr, n.
Nacht-gewitter, n.
Nacht-glocke, f.
Nacht-hafen, m.
Nacht-hammel, m.
Nacht-haube, f.
Nacht-helling, f.
Nacht-hemd, n.
Nacht-himmel, m.
nacht-hin
nächtig
Nachtigall, f.
nächtigen, schw.
nach-tigern, schw.
Nacht-imbiß, m.,  n.
nach-tippeln, schw.
Nach-tisch, m.
Nacht-jacke, f. m.
Nacht-jacken, f. m.
Nacht-kalb, n.
Nacht-katze, f.
Nacht-kerze, f.
Nacht-kittel, m.
Nacht-klappe, f.
Nacht-krapp, m.
Nacht-kräpp, m.
Nacht-krapen, m.
Nacht-kutte, f.
Nacht-letzte, f.
Nacht-licht, n.
nächtlingen, Adv.
Nacht-luft, f.
Nachtmahl(s)-anzug, m.
Nachtmahl(s)-brot, n.
Nachtmahl(s)-bube, m.
Nachtmahl(s)-kanne, f.
Nachtmahl(s)-kelch, m.
Nachtmahl(s)-kind, n.
Nachtmahl(s)-kleid, n.
   Nach-schießen n.: ein Klickerspiel, Nooschieße [ KB-Kerzh]. Der erste Spieler wirft den Klicker, der zweite versucht, den Klicker zu treffen. Trifft er, gehören beide Klicker ihm, andernfalls gehören sie dem ersten Spieler. Vgl. PfWB Nachwerfsich.
 
  
nach-schlagen st.:
1. 'sich in einem Buch informieren', noo(ch)schlache, -schlaan, s. PfWB schlagen

[Bd. 5, Sp. 22]
[mancherorts]. —
2. 'beim Kartenspiel die gleiche Farbe nachbringen', nooschlaa [ KU-Bedb]. — Südhess. IV 877; ElsWB Els. II 458. — -schleichen st.: wie schd., insbes. 'nachstellen, sich um die Zuneigung bemühen', noo(ch)schleiche [mancherorts]; vgl. PfWB nachgehen 1f, PfWB -laufen 1b, PfWB -schleifen 2, PfWB -schlupfen, PfWB -steigen, PfWB -stellen, PfWB -streichen 2. Er schleicht'er schun lang noo [ KU-Schmittw/O]. Südhess. IV 877. — -schleifen schw.:
1. trans.
a. 'hinter sich nachziehen', noo(ch)schlääfe, -schlaafe, s. PfWB schleifen [verbr.]. Er is vum Fuhrwerk noogeschlääft worr (blieb am Fuhrwerk hängen und wurde mitgezogen) [ KU-Schmittw/O]. Du hoscht eppes noochschlääfe [ BZ-Dernb]. RA.: die Bään (die Fieß) n. 'schwerfällig gehen' [ LU-Friesh, mancherorts]; e ('s) Bään n. 'hinken' [RO-Als, mancherorts NPf]. SprW.: Wer's lang hot, loßt's lang hinke, wer's noch länger hot, schlääft's nooch [ BZ-Dernb]. Volksgl.: Wann en Weibsmensch en Därn (Dorn) oder Heck nooschlääft, laaft're en Bo (Bub) noo [Fogel Beliefs Penns Nr. 175]. —
b. 'dauernd mit sich führen oder tragen, zum Gefolge haben'; die Kinner n. [verbr.]; die Braut (uf die Kerwe, uf jedi Danzmusik) n. [ LU-Böhl]. De Michel schlääft immer e ganz Schwutt noo [ KU-Schmittw/O]. —
2. = PfWB nachschleichen; äänre noochschlääfe [ LA-Wollmh]. — Südhess. IV 877; ElsWB Els. II 453. — -schleppen schw.:
1.
a. = PfWB nachschleifen 1a; e Klääd noochschleppe [ BZ-Dernb]; de Kahn n. [ LU-Altr]. —
b. = PfWB nachschleifen 1b; die Kinner n. [mancherorts]. —
2. 'langsam folgen', nooschleppe [ KU-Schmittw/O]. — Südhess. IV 877; ElsWB Els. II 469. — -schlockern schw.: 'langsam, behäbig folgen', nooschlockere [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB nachlaufen 1a. Südhess. IV 877. — -schlupfen schw.: = PfWB nachschleichen, noochschluppe [ LU-Alsh]. — -schmeißen st.: wie schd., noo(ch)schmeiße [verbr.]. Die Kersche sin so billich, daß d' Hännler sie eem noochschmeiße [ BZ-Dernb]. RA.: Denne mecht ich net noochgeschmisse 'um keinen Preis heiraten' [Krieger 29]. Der hot mit em Parre Griewe gäß, do hot er em e paar noogeschmeß 'Er hat Ausschlag an den Lippen' [KU-Brück, in Var. verbr.]; vgl. PfWB Griebe 1a. Südhess. IV 878. — -schreiben st.: 'Gesprochenes notieren', noo(ch)schreiwe [mancherorts]. Südhess. IV 878. — -schüren schw.: wie schd.; 's Feier nooschäre [ KB-Kriegsf]. Südhess. IV 878.
 
  
Nach-schurgelns n.: ein Klickerspiel, Nooschorgels [ LU-Neuhf]. Wer den Klicker des anderen stutzt, bekommt zwei Klicker, wer seinen Klicker eine Spanne an einen anderen heranbringt, bekommt nur einen Klicker. Es kann auch mit Knöpfen bezahlt werden. Vgl. PfWB Nachwerfsich, PfWB Spannchens. —