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schwieren bis Schwind(e) (Bd. 5, Sp. 1609 bis 1611) | |||
schwieren, schw. Schwile Schwilme Schwilwe schwimmen, st. Schwimmer, m. Schwimm-fuß, m. Schwimm-hosen, Pl. Schwimm-lichtel, n. Schwimm-vogel, m. Schwin-berg, m. Schwinchen Schwind(e), Gen.? Schwindel, m. Schwindel-anfall, m. schwindelig, Adj. Schwindel-kraut, n. schwindeln, schw. Schwinden, n., f. schwinden, st. Schwindler, m. schwindling Schwind-sucht, f. schwind-süchtig, Adj. Schwindsuchts-backen, m. Schwindsuchts-stengel, m. Schwing-band Schwinge, f. Schwingel, m. schwingeln, schw. schwingen, st. Schwinger, m. Schwing-gerte, f. Schwing-hoden, Pl. Schwing-mehl, n. Schwing-messer, n. Schwing-mühle, f. Schwing-stock, m. Schwingung, f. Schwink-band schwipp, Interj. schwippeln, schw. Schwippjee, m. Schwipp-schwager, m. Schwips, m. schwipsen schwipsig, Adj. Schwips-tuch, n. schwirren, schw. Schwitte, f. Schwittjee, m. Schwitz, m. Schwitz-bad, n. Schwitze Schwitzemann-tanz, m. schwitzen, schw. Schwitzens, Gen.? Schwitzer, m. Schwitz-friesel, n., m. Schwitz-fuß, m. Schwitz-gekräuter, Pl. Schwitzhens Schwitzich, n. schwitzig, Adj. Schwitz-kur, f. Schwitz-tee, m. Schwof, m. schwofeln schwofen, schw. Schwoferei, f. Schwoher Schwolescher schwolig, Adj. Schwollax, m. Schwoll-backen, m. Schwoll-brunnen, m. Schwolle, f. m. Schwollen, f. m. Schwollen-hüpfer(t), m. Schwollen-huppser, m. Schwollen-klopfer, m. Schwollen-kopf, m. Schwollen-schieber, m. Schwollen-treter, m. Schwolles, m. Schwolleschee, m. Schwolleschee-bein, n. Schwolleschee-gaul, m. Schwolleschee-massik, m. Schwolles-kopf, m. schwollig, Adj. Schwoll-kopf, m. schwoll-kopfig, Adj. schwoll-köpfig, Adj. Schwoll-maul, n. schwören, st. Schworm schwormig Schwoster-feder, f. Schwucke, f. | 1. 'in einer Flüssigkeit schweben, sich in einer Flüssigkeit bewegen, sich durch geeignete Bewegungen über Wasser halten', [Bd. 5, Sp. 1610] schwimme (wimə) [verbr. (außer SOPf), Bertram § 81 Christmann Kaulb 66 Höh 84 Karch Gimmdg/Muttstdt 56 Lambert Penns 148], schwemme (węmə) [mancherorts SOPf (schon um 1935 häufig veraltend neben schwimme Bertram § 81) KU-Bedb Diedk Mühlb FR-Bockh LU-Altr Heeger Südostpf. 9 Mang 90 Krämer Gal 195 Don-Schowe Torscha]; Part. Perf. geschwomm [mancherorts westl. WPf NWPf, Krämer Gal 195], geschwumm [übrige WPf, Henn Mda.-Int. 102 Mang 109 Schneckenburger 27], g(e)schwumme [VPf, Lambert Penns 148]; Zs.: PfWB daher-, PfWB durch-, PfWB fort-, PfWB herum-, PfWB hinab-, PfWB hinunter-, wegschwimmen; um die Wett sch. [ RO-Dielkch]. De Fisch schwimmt [ PS-Erfw]. Mer gehen sch. [ LA-Gommh]. So is de Noah lang geschwumm / Uf dere Sindflut owe rum [Münch Werke I 39]. 's war Riwelsupp. Un owe rum / Sin Schnittlaachstickelcher geschwumm [Münch Werke I 115]. RA.: Wenn jemand nicht schwimmen kann, sagt man: Er kann sch. wie e eiserner Keil [Hebel 15, mancherorts auch Don Gal], wie e Schleifstaan (Wetzstaan) [RO-Sippf, mancherorts], wie e Backstään [ KL-Katzw], wie e bleierner Fusch [ KU-Trahw], wie e bleierni Ax [ Gal-Sap], wie e Holzhack ohne Stiel [ Don-Ulmbach]; weitere RA.: Der schwemmt immer geche de Strom 'Er geht nicht mit der Menge' [Krieger 12]. Ze sch. un ze watte (waten) hat derjenige, welcher sich mit Ach und Krach durchschlägt [Gimmel in Wasgau-Bote 11/1934]. Die Fisch wolle (aach) sch., sagt man, wenn man nach dem Essen von Fisch Durst bekommt [Hebel 32]. De Fisch muß dreimol sch.: im Wasser, im Eel (Öl) un im Wein, dass. [ KU-Schmittw/O]. Er es sch., verhüllend für 'Er ist im Gefängnis' [ KB-Kriegsf]. Er dut nit eher in 's Wasser gehe, bis 'r sch. kann 'Er will Unmögliches, möchte etwas erreichen, ohne die notwendigen Voraussetzungen zu erfüllen' [ NW-Hardbg]. Er schwimmt im Geld 'Er ist sehr reich' [ NW-Kallstdt]. SprW.: Wer schwemmt im Schade, sieht's gern, daß annre mit em bade [ Gal-Obersdorf]. Volksgl.: Schwimmen Blesle (kleine Blasen) uffem Kaffee, kummt Poscht aus Amerika [Bergz (Kamm 84)]. Wammer sch. geht, muß mer uf en Steen spaue (speien) un en noo ins Wasser schmeiße, noo krigt mer der Kramp net [Fogel Beliefs Penns Nr. 1477]. a. 1480: vnd herwieder vber mit ihren schweinen zu schwemmen [PfWeist. 447 (KL-Erlb)]. a. 1577: Die Knaben lehren auff diesen Bintzen schwimmen, darumb das sie so lück, vnnd jnnwendig mit gelo(e)chertem marck außgefüllet, welche derhalben nit bald im wasser vndergedruckt mogen werden ... sonst pflegen die jungen gesellen auff disen Quecken vnd leichten Bintzen zu(o) schwim(m)en, biß sie der kunst gewiß werden [Bock Kreutterbuch 244v, 245r]. — 2. übertr. a. 'eine Sache treiben [Bd. 5, Sp. 1611] lassen, dem Schicksal überlassen'. Er dut alles sch. losse [ LA-Venn]. — b. 'unsicher sein, nicht die erforderlichen genauen Erkenntnisse haben'. Bei de Priefung is er aarich ins Schwimme kumm [Kaislt]. — c. 'vor Erregung schwindelig werden, flimmern', von einem subjektiven Zustand. Es schwimmt em vor de Aa'e (Augen) [Münch Werke I 98]; vgl. PfWB schwindeln 1, PfWB schwummerig 2. — Südhess. V 924/25; RhWB Rhein. VII 2072/73; LothWB Lothr. 473; ElsWB Els. II 525. 1. 'wer schwimmt', Schwimmer [vereinzelt, Lambert Penns 148]. — 2. 'Schwimmkörper an der Angelschnur' [Kaislt]. — Südhess. V 925; RhWB Rhein. VII 2074.
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