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Schweiß-hund bis Schweizer-dutzend (Bd. 5, Sp. 1590 bis 1592) | |||
Schweiß-hund, m. schweißig, Adj. Schweiß-kittel, m. Schweiß-mücke, f. Schweiß-spur, f. Schweiß-tropfen, m. Schweis-weiler, ON Schweiter Schweiz, f. Schweizer, m. Schweizer-dutzend, n. Schweizerei, f. Schweizer-geiß, f. Schweizer-käse, m. Schweizer-kuh, f. Schweizer-vieh, n. schwelben Schwele schwelen, schw. Schwelger, m. Schwelke, f. Schwell-bauch, m. Schwelle1, f. Schwelle2, f. Schwelle3, f. schwellen1, st. schwellen2, schw. Schwellen-beize, f. Schwellen-feile, f. Schwellen-huppser, m. Schwelles, m. Schwell-graben, m. Schwell-kopf, m. Schwellung, f. Schwelme Schwelme-gras Schwelme-heu Schwelwe Schwelwe-gras Schwemme, f. schwemmen, schw. schwemmern, schw. Schwemm-loch, n. Schwende, f. Schwengel, m. Schwenk-band, n. Schwenk-brenke, f. Schwenk-bütte, f. Schwenke, f. Schwenk-eisen, n. schwenken, schw. Schwenken-horst, m. Schwenker, m. Schwenk-fahnen, m. Schwenk-kessel, m. Schwenk-kran(en), m. Schwenk-kübel, m. Schwenk-schüssel, f. Schwenkung, f. Schwenk-wasser, n. Schwenk-zuber, m. schwer, Adj., Adv. Schwer-arbeiter, m. Schwere, f. Schwer(e)-hacken, Pl. schwerehacken-nocheinmal, Interj. Schwer(e)-hagel, Pl. Schwer(e)-nackel, n., f. Schwer(e)-nichtsel, f. Schwer(e)-not, f. Schwer(e)-nöter, m. schwer-fallen, st. schwer-fällig, Adj., Adv. Schwer-gewicht, n. Schwer-gut, n. Schwer-hacke schwer-hörig, Adj. Schwer-hörigkeit, f. schwer-krank, Adj. Schwer-leid, n. schwerlich, Adv. schwer-machen, schw. Schwer-mut, m., f. schwer-mütig, Adj. Schwer-nackel schwer-nehmen, st. Schwer-nixel Schwer-not schwer-reich, Adj. Schwersch-tochter Schwert, n. Schwert-blume, f. Schwertel Schwert+-feger, m. Schwert-lilie, f. Schwert-maul, n. Schwert-ritter, m. Schwert-teil, Gen.? Schwer-verwundeter, m. Schwester, f. | 1. 'mit Körperschweiß bedeckt, verschwitzt', schwääßich [mancherorts, Glass 113], schwaaßich [ RO-Schweisw KB-Biedh Gauh Kriegsf LU-Altr]; schwääßiche Hänn (Fieß) [ BZ-Dernb, mancherorts]. Isch hḁnn gḁnz schwääßische Hänn [Hussong Kirkel 154]. Der [Bd. 5, Sp. 1591] werd leicht sch. [ LA-Gommh]. Ich sein e bissi sch. 'Ich bin leicht geschwitzt' [ RO-Als]. Das Bett riecht ganz sch. [ ZW-Battw]. — 2. 'feucht, naß', vom Boden, schwääßich [ KB-Kerzh]. — Südhess. V 908; RhWB Rhein. VII 2049. 1. 'Fliege, die ihre Eier auf Fleisch, Wurst ablegt', Schwääßmick [ZW-Battw PS-Gersb NW-Kallstdt, IB-Ensh (Glass 113) Hussong Kirkel 154]; wohl Dissimilationsform zu PfWB Schmeißmücke. — 2. 'stechende Mücke, Bremse', Schwääßmick [IB-Ensh (Glass 113) KL-Weltb]. Ma ware gischder omm Ummascher (Ommersheimer) Weiher ongele; awwer froo nidd wass uns die Schwääßmigge gepinnichd (gepeinigt) honn [IB-Ensh (Glass 113)]. — 3. Spottname für Mitglieder der Kolpingsfamilie oder andere Personen, die »wie Schwääßmigge um de Paschdoor erumschwirre« [Glass Klutzkopp 116]. — Südhess. V 908. — -spur f.: 'Blutspur des angeschossenen Wildes', Jägerspr., -spur [ PS-Erfw]. De Hund werd uf die Sch. g'setzt [ PS-Erfw]. Südhess. V 909. — -tropfen m.: wie schd., -troppe [mancherorts, Lambert Penns 47], -tropfe [Südostecke der Pf]. Dem stehe die Schwääßtroppe uf de Stern [ KB-Kerzh]. Die Schwääßtroppe falle dem vum Gesicht [ KL-Reichb]. Südhess. V 909; RhWB Rhein. VII 2047. 1. das Land Schweiz, Schweiz (waids) [mancherorts, Karch Gimmdg/Muttstdt 236]; die deitsch Sch. 'die deutschsprachige Schweiz' [ KU-Schmittw/O]. VR.: Von der Nordsee bis zur Sch. / erkennt man den Esel am Hakekreiz [KB-Kriegsf (1932)]. — 2. a. Neckname für die Ortschaften ZW-Mörsb [ZW-Mörsb u. Umg.] und KB-Niefh [ KB-Harxh]; vgl. PfWB Schweizer. — b. Spottname für die Nollgasse in FR-Bockh, eine enge, krumme, ansteigende Gasse mit kleinen Häuschen [ FR-Bockh]. — Südhess. V 909; RhWB Rhein. VII 2049; ElsWB Els. II 532. 1. 'wer in der Schweiz wohnt, aus der Schweiz stammt', Schweizer [mancherorts, Lambert Penns 147]. VR.: Hopple, hopple ho / Der Kimmelmann is do! / Er reit die Gaß enuff, enab / Ihr Leitche kaafe mer Kimmel ab / 's Mäßche koscht e Kreizer, / Ich bin en armer Sch. [Der Trifels 24. 12. 1933]. Var. s. PfWB hoppeln 1aα, PfWB Kümmelmann. a. 1634: Item 11 batzen ... (gibt) Schmitt der Schweitzer [WerschwSchR 32r]. — 2. 'Knecht, der mit der Versorgung des Milchviehs beauftragt ist, Stallknecht, Melker' [ KU-Schmittw/O IB-Hass KL-Katzw NW-Kallstdt [Bd. 5, Sp. 1592] BZ-Klingmst]. — 3. a. aus der Schweiz stammende Rinderrasse, meist Pl. (wohl verkürzt aus Schweizer Rass, Schweizervieh u. ä.), im Sg. häufig Gen. f.: die Schweizer (verkürzt aus Schweizerkuh u. ä.) [verbr.]; vgl. PfWB Schweizerkuh, PfWB -vieh, PfWB Simmentaler. — b. Name für (helle, gefleckte) Kühe, Ochsen, auch Lockruf für solche [mancherorts ges. Pf]. — 4. Pl. Schweizer, Neckname für die Bewohner von HB-Walsh [Seebach Neckn. 78], ZW-Mörsb [ HB-Kirrbg ZW-Gr'bundb Käshf Kl'bundb Mörsb], KB-Niefh [ KB-Niefh Zell], LU-Ruchh [ LU-Ruchh], LA-Leinsw [ LA-Ilbh Leinsw Ranschb]. Einen Neckvers s. PfWB Mörsbach. Die Necknamen sollen von der Ansiedlung von Schweizern nach dem 30-jährigen Krieg herrühren, vgl. E. F. Schmidt: Schweizer Familien im Zweibrücker Land. Kaiserslautern 1962 (Schriften zur Wanderungsgeschichte der Pfälzer 14). — Südhess. V 909; RhWB Rhein. VII 2049; ElsWB Els. II 532/33.
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