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Schütz bis Schützen-gard (Bd. 5, Sp. 1523 bis 1525) | |||
Schütz, m. schütz, Adj. Schutz-blatt, n. Schützchens, n. Schütze, m. schützen1, schw. schutzen, schw. schützen2, schw. Schützen-berger, m. Schützen-birne, f. Schützen-dieb, m. Schützen-gard, m. Schutz-engel, m. Schützen-haus, n. Schützen-hütte, f. Schützen-kappe, f. Schützen-kolben, m. Schützen-könig, m. Schützen-kopf, m. Schützen-kreuz, n. Schützen-land, n. Schützen-pfeife, f. Schützen-ruge, f. Schützen-rute, f. Schützen-stecken, m. Schützen-stück, n. Schützer Schützersin, f. Schutz-geländer, n. Schutz-gitter, n. Schutz-graben, m. Schutz-holz, n. schützig, Adj. Schützin, f. Schutz+-jude, m. Schutz-leute, Pl. Schutz-mann, m. Schutzmanns-scheißdreck, m. Schutz-polizei, f. Schutz-schlag, m. Schutz-wald, m. Schutz-wein, m. schuwerig Schwabbel Schwabbeler Schwabbel-backen, m. schwabbelig, Adj. schwabbeln Schwabe1, m. Schwabe2, f. schwäbeln, schw. Schwaben, n. schwaben Schwaben-alter, n. Schwaben-bach, f. Schwaben-birne, f. Schwaben-dutzend, n. Schwaben-falle, f. Schwaben-grete, f. Schwaben-hosen, Pl. Schwaben-karpfen, m. Schwaben-land, n. Schwaben-pulver, n. Schwaben-streich, m. Schwaben-verstand, m. schwäbisch, Adj. Schwabs-gasse, f. schwach, Adj. Schwäche schwächen1, schw. schwächen2, schw. Schwächer schwächerlich, Adv. schwach-gliedrig, Adj. Schwachheit, f. Schwach-kopf, m. schwächlich, Adj. Schwächlichkeit, f. Schwächling, m. Schwach-matikus, m. schwach-sichtig, Adj. Schwach-sinn, m. schwach-sinnig, Adj. Schwächung, f. Schwaddel-base Schwaddel-maul schwaddeln Schwade1, f. m. Schwaden, f. m. Schwade2, f. Schwadel1, Gen.? Schwadel2, f. Schwadel-base, f. Schwadel-bauch, m. Schwadeler, m. Schwadelerei, f. Schwadelerin, f. schwadelig, Adj. Schwadel-maul, n. schwadeln, schw. | 1. 'Hüter, Aufsichtsperson, meist über Feld, Weinberg und Wald, in einigen Orten daneben auch Polizeidiener', Schitz, Pl. -e [verbr., Christmann Kaulb 22, 47 Mang 112 Müller Dietschw 64 Schneckenburger 28 Wilde 104, Krämer Gal 194], Schetz [ IB-Heckdh]; vgl. PfWB Bannwart, Sicherheits-, PfWB Schützengard, PfWB Schützin, PfWB Schützersin; Zs.: PfWB Bach- 1, PfWB Bahn-, PfWB Bruch-, PfWB Feld-, Vierteljahrs-, Flur-, PfWB Heimel-, Hilfs-, PfWB Sommer-, PfWB Staren-, PfWB Wald-, PfWB Wässer-, Wildgaul-, Wingertschütz. Einem Kind, das Obst stiehlt, droht man: De Sch. kriegt dich! [ PS-Erfw]. Der Sch. dut sei Schilligkeit [WPf (PfId. 182)]. De Sch. macht e Prodegoll (e Knellche) 'eine Strafanzeige' [ LU-Maud, Opp PS-Schmalbg]. De Fritz war on Peter'sch Kersche, un do hat em de Sch. e Prodegoll gemach [ IB-Ommh]. Ma honn grad soo gudd um Boom gehuckd unn uns onnde Ebbel gelatzd, iwwerämmohl ischo de Schitz kumm, doo simma awwer nix wie ab [IB-Ensh (Glass II 30)]. Awwer doo iss vorre de Boimääschder meddem Schiddz geloff [Hussong Kirkel 133]. Die Schitze schaffen aa als for die Gemään [ NW-Freinsh]. RA.: Er macht sich wie Schitze Freckel uf der Mischt (das dort verendet ist), d. h. 'Es geht ihm schlecht' [ KU-Kaulb]; Var. s. PfWB Ferkel 1. Der is e Sch. wie de Deiwel e Aposchdel, von einem Sch., der selbst stiehlt [ RO-Dielkch]. Volksgl.: Wenn die Raben kreischen, kommt der Sch. [ KL-Wörsb]. KR.: Spott der Kinder, wenn sie beim Obststehlen vom Sch. verjagt werden: Sch., Sch., Dellerarsch, / leck die Veschel all am Arsch! [ HB-Brenschb]. Ääns, zwää, drei, / hicke, hacke, hei. / Mein Vadder esch en Schnitzeler, / er schnitzelt mer e Bohl; / do lääf ich uf der Sohl, / do lääf ich in das griene Gras; / do ruft der Sch.: Wer esch das? / En schneeweißer Has [ BZ-Dernb]. Fingerspiel: Das esch der Daume, der schiddelt [Bd. 5, Sp. 1524] die Pfraume. Der säicht: Wuher nemme? Der säicht: Stehle! Un der säicht: Oweih, oweih, der Sch. kimmt! [ GH-Leimh]. Var.: Das esch de Daume, der eßt gern Praume, der steicht uf de Bääm un schill'se, der lest se z'samme, un de klään Spitzbu sacht: Ja, ja, de Sch. kummt! [ BZ-Dierb]. Weitere Var. s. PfWB Daumen 1; weitere KR. s. PfWB anestehen, PfWB Kirschenbirne. Fangspiel: Die Kinder sprechen: Trauwe picke, Trauwe picke, bis de Vedder Sch. kummt. Ein Kind, das den Sch. spielt, muß sie fangen [ LA-Edh]; Var.: Ach, was gure Praume, de Sch. is net dehaume [ KU-Schmittw/O]. vor a. 1467: da mag yn der schuttze vmb pfenden [Ganerbenweisthum von Hanhofen (in: MHVPf. II 21)]. a. 1521: item 5 ß den schutzen ... von der wiesen an der steynen brucken zu huden [GgHospR]. a. 1540: und einer holz hauet darzu der schütz nit komen mocht, so ver er ausz den banzeunen ist, sol in der schütz rügen [Grimm Weist. VI 412 (GH-Leimh)]. a. 1563: daß mann soll zwölff schützen halten, die sollen riegen vber wießen, walt, waßer, weyt, aecker, gärthen [PfWeist. 711 (BZ-Gräfhs)]. — 2. s. die Zs. PfWB Bachschütz 2. — Südhess. V 850; RhWB Rhein. VII 1967/68, IX K. 18; LothWB Lothr. 444; ElsWB Els. II 447; WKW 42. 1. 'wer mit einer Schußwaffe schießt', Schitz [verbr., Lambert Penns 134]; vgl. PfWB Schießer 1; Zs.: PfWB ABC-, PfWB Papier-, PfWB Wildschütze. Des isch en guder (schlechder) Sch. [ LA-Gommh]. En schlechter Sch., as net immer e Laaf gelade hot [Penns Dutch Cook Book 37]. a. 1716: Item ahn dem hl fronleicht Nambstag Vor die schietzen Und Singer Und Fahnen Dreger [SSp, Kirchenrechnung BZ-Wernbg, Bl. 12]. — 2. 'das Sternzeichen Schütze'. Volksgl.: Was im Sch. geplanzt is, schießt [Fogel Beliefs Penns Nr. 1011]. — Südhess. V 851; RhWB Rhein. VII 1967/68; ElsWB Els. II 447. [Bd. 5, Sp. 1525] NW-Haßl]. Bei dem schutzt's [ KU-Trahw]. Die Ärwet schutzt mer heit net [ Gal-Josbg]. Mer muß in die Händ spaue (bei Beginn der Arbeit), weil's dann besser schutzt [ NW-Hardbg]. Dem schutzt's beim Mähe [ HB-Brenschb]. Was mer gern dut, fleckt un schutzt [Kölsch 33]. Es schützt nichts bei ihm, von einem leichtsinnigen Menschen, der alles verschwendet [Klein Prov. 145]. Grußformeln bei Begegnung während der Feldarbeit: Schutzt's? [PS-Glashtt, verbr.]. Na, schutzt's? [ KU-Bedb]. Gun Dach, schutzt's recht? [ ZW-Hornb], schutzt's gut? [ZW-Stamb]. Südhess. V 851 schutzen; RhWB Rhein. VII 1970; LothWB Lothr. 470; DWB DWb. IX 2128 schutzen 2, 2130 schützen 2b.
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