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Schuber1 bis Schubkarch-korb (Bd. 5, Sp. 1463 bis 1465) | |||
Schuber1, m. Schuber2 Schuber+-geld, n. Schuber-sack, m. Schubiack, m. schübig, Adj. Schub-karch, m. Schub-karren; Schupf-, m. Schuck-, m. Schubkarch-arm, m. Schubkarchs-, m. Schubkarren-, m. Schubkarch-baum, m. Schubkarch-bock, m. Schubkarch-korb, m. Schubkarch-lande, f. Schubkarch-laufen, n. Schub-kärchler, m. Schubkarch-rad, n. Schubkarchs-, n. Schubkarch-rennen, n. Schubkarch-spange, f. Schubkarch-stand, m. Schubkarch-stollen, m. Schubkarch-trage, f. Schub-kasten, m. Schub-lade, f. Schublad(en)-kratzer, m. Schublad(en)-schieber, m. Schublad(en)-schmuser, m. Schublad(en)-tänzer, m. Schublad(en)-zieher, m. Schubler Schub-sack, m. schubsen, schw. Schubser, m. schucheln schüchter, Adj. schüchtern Schuck1, m. Schuck2 Schuck3, m. schuck, Interj. Schucke Schückelchen schucken1, schw. schucken2, schw. Schucker, m. schucker, Adj. schuckerig, Adj. schuckern, schw. schückern, schw. Schuckert, m. Schuck-freier, m. Schuck-karch Schuckser, m. Schudel-pudel, m. Schuf Schufer, m. Schufer-buckel, m. schuferig, Adj. Schufer-platz, m. Schuffe, f. Schüffel, f. Schüffel-haue, f. schüffeln, schw. Schüffel-streusel, n. schüffern, schw. Schuft, m. schuften1, schw. schuften2, schw. schuftig, Adj. Schuftikus, m. Schuft-nickel, m. schugeln, schw. Schuh, m. Schuh-apfel, m. Schuh-bändel, m. Schuhen-, m. schuh-barfuß, Adv. Schuh-bürste, f. Schuh-eisen, n. schuhen Schuhenbändel-händler, m. Schuh-fabrik, f. Schuh-fett, n. Schuh-flicker, m. Schuh-geschäft, n. Schuh-haken, m. Schuh-handel, m. Schuh-kappe, f. Schuh-knöpfer, m. Schuh-knüpfer, m. Schuh-laden, m. Schuh-lamel, m. Schuh-land, n. schuh-lang, Adv. Schuh-lappen, m. Schuh-lasche, f. Schuh-leder, n. | 1. 'verschiebbare Abschlußvorrichtung'. a. 'Schließklappe am Ofenrohr oder Kamin', Schuwer [KU-A'glan Kaulb RO-Als, Krämer Gal 193]; vgl. PfWB Schieber 1aγ; Zs.: PfWB Äschenschuber. — b. 'Verschluß des Schlupflochs am Hühnerstall' [ KU-Kaulb RO-Als PS-Hintwdth KB-Kriegsf]; vgl. PfWB Schieber 1aε; Zs.: Hünkel(s)-, PfWB Stallschuber. — c. 'Abschlußbrett des Kastenwagens' [IB-Ommh ZW-Battw PS-Steinalb Wallhalb Klein Wag. 112]; vgl. PfWB Schieber 1aζ; Syn. s. PfWB Kopf(en)brett 1. — 2. a. 'Antwort, leise Andeutung, Lebenszeichen'. Er gibt kan Sch. (mihn) vun sich [RO-Mannw, Alsbr Messbhf KU-Schmittw/O PS-Th'eischw Thielen So rerre mer 110]. — b. Launische Pferde haben den Sch. [ FR-Albsh]. — Südhess. V 782; RhWB Rhein. VII 1841; Schwäb. V 1157. [Bd. 5, Sp. 1464] 1. 'Lump, Schuft', Schuwiack [Müller Hahnepeter 40]. — 2. 'geiziger Bauer', Schubjack [RO-Sippf]. — Südhess. V 782/83 Schubiak; RhWB Rhein. VII 1838 Schubbjack; DWB DWb. IX 1818; Schwäb. V 1157. 1. 'einrädriger Karren mit zwei Hebegriffen zum Befördern kleinerer Lasten', Schubkarch, -karsch, -karrich, -kärch, s. PfWB Karch u. K. 220 [mancherorts westl. WPf SWPf verbr. übrige Pf, Mang 148 Müller Dietschw 68 Schneckenburger 58 Bertram § 305 Heeger Südostpf. 15 Klein Wag. 114, Lambert Penns 146 Krämer Gal 193, verbr. Don Buch], -karre [mancherorts westl. WPf SWPf vereinzelt übrige Pf], Schupfkarch [ BZ-Schweig], Schuckkarch [ IB-Rohrb KB-Kriegsf FR-Dirmst Lambsh BZ-Silz Stein W'rohrb], Schukoirch [Braun Lääsebuuch 207]; s. Abb. 83; Zs.: Blech-, Bock-, Bogen-, Polter-, Tummel-, Hand- 2, Kasten-, PfWB Leiterschubkarch; Syn.: Bossel-, Dreck-, Drück-, Schalt-, Schubkasten-, PfWB Stoßkarch; (im Wald) e Schubkarch voll Holz mache [ NW-Freinsh]. De Schubkarch werd gedrickt oder g'schowe [FR-Albsh, verbr.]. RA.: Durch dem sei Säwwelbään geht e Schubkarch, von einem O-Beinigen [ ZW-Battw]. Der hat e Maul wie e Schubkarch 'einen großen Mund' [ PS-Burgalb], reißt 's Maul uf, daß mer met eme Schubkarch eninfahre kennt, dass. [ KU-Lohnw]. Er is so schlau wie e Schubkarch [ LU-Alsh/Gr]. Dei Esse muß mer mit'm Schubkarch beidricke, zu einem Vielfraß [ KU-Diedk]. 's Alder geht vor, Vadder, drick du de Schubkarch! [Bergz (Kamm 83)]. De Deiwel hätt die zwää net besser uf em Schubkarch zammebringe (zammefahre) kenne, von einem seltsamen, ungleichen Paar [ FR-Albsh, Gal-Brotschk]. SprW.: 's gebt Mensche, Radfahrer un Schubkärch [ KU-Bedb]. Wer zum Schubkarch gebor is, bringt's zu känner Schees [Klein Wag. 114 Kühn Palz 139]. Volksgl.: Wann Hinkel net ufgewwe wolle brihe (s. PfWB brühen 2 a), fahrt mer sie uf em Schubkärich rum [Fogel Beliefs Penns Nr. 868]. Brauchtum: In der Nacht zum 1. Mai (vgl. PfWB Hexennacht) bringt man u. a. Schubkarren auf die Dächer [ HB-Beed]. VR.: Dabber mei Mad, mach Gummeresalat! Gleich kummt mein Schätzche merrem Schubkarch gejaat [ KL-Weilb]. [Bd. 5, Sp. 1465] ![]() 2. a. 'langgebautes Spinnrad', Schubkarch [ KL-Trippstdt NW-Lach/Speyd]; vgl. PfWB Geiß 3 a. »In der Mitte der Stube saßen die Spinnerinnen mit ihren Schleifsteinchen (in die Höhe gebaute Spinnrädchen mit Elfenbeinknöpfen) um die Großmutter herum, die hinter ihrem alten Schubkarch saß, wie man die roh gearbeiteten, auf den Boden hingestreckten Spinnräder nannte« [F. Heeger in: Die Volkstrachten der Pfalz. Kaiserslautern 1920 36/37]. — b. 'schlechtes Fahrrad', scherzh. [ LU-Alsh/Gr]. — Südhess. V 783; RhWB Rhein. VII 1841; LothWB Lothr. 467, ALLG I 295; ElsWB Els. I 467, ALA II 43.
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