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Pfälzisches Wörterbuch 
 
nach-hocken bis Nach-kommer (Bd. 5, Sp. 13 bis 15)
 
nach-hocken, schw.
nach-holen, schw.
nach-hossern, schw.
nach-jagen, schw.
nach-karten, schw.
nach-kauen, schw.
Nach-kirbe, f.
nach-kommen, st.
Nach-kommen, Pl.
Nachkommenschaft, f.
Nach-kommer, m.
Nach-kömmling, m.
nach-krabbeln, schw.
nach-kreischen, st.
nach-kriechen, st.
nach-kriegen, schw.
Nach-laß, m.
nach-lassen, st.
Nach-lassens, n.
nach-lässig, Adj.
Nach-lauf, m.
Nach-laufchens, n.
nach-laufen, st.
Nach-läufer, m.
Nach-läuferchens, n.
Nach-laufmännchens, n.
Nach-laufsich, n.
nach-läuten, schw.
nach-legen, schw.
Nach-lese, f.
nach-lesen, st.
nach-lugen
nach-machen, schw.,  st.
nach-mähen, schw.
nach-messen, st.,  schw.
Nach-mittag, m.
nach-mittags, Adv.
Nachmittag(s)-gottesdienst, m.
Nachmittag(s)-kirche, f.
Nachmittag(s)-schule, f.
Nach-namen, m.
Nach-ohmet, f.
Nach-ort, n.
nach-pappeln, schw.
nach-patschen, schw.
nach-plappern, schw.
nach-plärren, schw.
nach-plaudern, schw.
nach-prüfen, schw.
Nach-prüfung, f.
Nach-räder, Pl.
nach-recheln1, schw.
-rechen, schw.
-recheln, schw.
-rechnen, schw.
Nach-rede, f.
nach-reden, schw.
Nach-regen, m.
nach-reißen, st.
nach-reiten, schw.
nach-rennen, schw.
nach-ribbeln, schw.
Nach-richt, f.
nach-richten, schw.
Nachricht-order, f.
nach-rücken, schw.
nach-rufen, st.
nach-rühren, schw.
nach-säen, schw.
nach-sagen, schw.
nach-salzen, st.,  schw.
nach-sausen, schw.
nach-schärren, schw.
nach-schicken, schw.
nach-schieben, st.
Nach-schießen, n.
nach-schlagen, st.
nach-schleichen, st.
nach-schleifen, schw.
nach-schleppen, schw.
nach-schlockern, schw.
nach-schlupfen, schw.
nach-schmeißen, st.
nach-schreiben, st.
nach-schüren, schw.
Nach-schurgelns, n.
Nach-schwarm, m.
nach-sehen, st.
nach-setzen, schw.
nach-simulieren, schw.
nach-singen, st.
nach-sitzen, st.
Nach-sommer, m.
Nach-speise, f.
Nach-springelchens, n.
nach-springen, st.
nächst
nach-stehen, st.
nach-steigen, st.
nach-stellen, schw.
   nach-hocken schw.: = PfWB nachsitzen, noochhocke [ PS-Fehrb, mancherorts]. Südhess. IV 869. — -holen schw.: 'Versäumtes nachträglich erledigen', noo(ch)hole, -houle, s. PfWB holen [verbr.]; die Aarwet (die Ufgab, die Feier, Schlof) n. [verbr.]. Er hot noch veel noochzehole [ BZ-Dernb]. Er muß die Klass n. 'die Schulklasse wiederholen' [ NW-Frankeck]. Südhess. IV 869. — -hossern schw.: 'mit großer Anstrengung, ermüdet nachlaufen'. Er is noogehossert (von einem Fußgänger der einem Fahrzeug, von einem Kind, das den Erwachsenen nachläuft) [ KU-Kollw]; vgl. PfWB hossern 1, PfWB mithossern. — -jagen schw.:
1. '(jemandem oder

[Bd. 5, Sp. 14]
etwas, was sich entfernt) nacheilen, es eilend verfolgen'; mit de Gail eem noochjaache [ LU-Neuhf, mancherorts]. De Hund jaacht em Has nooch [ LA-Gommh]. Im Speicher därrich en Schlisselloch, / Do jaagt sie Staab un Spinne nooch [Birmelin Penns Gezw. 132]. —
2. '(jemandem oder etwas, was sich entfernt) zukommen lassen'. Er hot em noch en Schuß noochgejaacht [ LA-Gommh]. — Südhess. IV 869. — -karten schw.: 'über den Ablauf eines abgeschlossenen Kartenspiels reden oder streiten', nookarde [ KU-Bedb WD-Niedkch]. Südhess. IV 869. — -kauen schw.: '(die Worte eines anderen) gedankenlos nachsagen, weitererzählen', noo(ch)kaue [ ZW-Battw NW-Kallstdt]. Südhess. IV 869.
 
  
Nach-kirbe f.: 'Feier (Kuchenbacken und Tanzveranstaltung in geringerem Ausmaß) eine oder einige Wochen nach der Kirbe', Nookerb, -kerwe; Nooch- [mancherorts, Krämer Gal 153]. Uf die N. danse aach die Männer [ KU-Schmittw/O].Südhess. IV 869/70; ElsWB Els. I 434, II 806.
 
  
nach-kommen st.:
1. 'später kommen, später eintreffen; hinterher kommen, in einem gewissen Abstand folgen', noo(ch)kumme, -komme, -kamme, s. PfWB kommen [verbr., auch Auslandspfälzer]. Geh eweil, ich kumm der nooch [ NW-Haßl]. Mach, daß de nookummscht! [ ZW-Ernstw]. Der Loddel kommt immer noo [ KL-Reichb]. Scherzantwort auf die Frage nach der Uhrzeit: Dreiverdel ums Eck rum, wann de springscht, kummscht noo [ LA-Maik]. Kindersegen: Die kummen hinnernanner nooch wie die Orgelpeife [ NW-Haßl]. Immer langsam voran, daß de Krähwinkler Landstorm n. kann [ GH-Kand, NW-Freinsh]. SprW.: 's kummt selde eppes Besseres noo(ch) [verbr., Kühn Palz 34]. Die Gedanke un die lohme Gääße kumme hinne noo [ KU-Schmittw/O]. Volksgl.: Wann en Dodes en Aag uf hot, meent's, as glei widder eens sterbt, un's guckt, eb's glei kummt [Fogel Beliefs Penns Nr. 550]; vgl. auch Nr. 160. —
2. übertr.
a. 'Schritt halten, mitkommen'. Der kummt net nooch, von einem Schüler, der dem Unterricht nicht folgen kann [LU-Böhl, verbr.]. Der (Junge) kummt im Schaffe de Alde nooch [ NW-Gimmdg]. —
b. '(einem Wunsch, einer Verpflichtung) nachkommen, erfüllen'. Sie kummt de Ärwet nimmi nooch [ BZ-Dernb]. Sie kummt mit dem Staat (mit de More) nimmi nooch 'Sie kann sich die Mode nicht mehr leisten' [ebd.]. Trinksitte: Wenn jemand beim Zuprosten nicht austrinken kann, muß er noochkumme [ BZ-Klingmst]. a. 1567: vnd wer dem nit also nachkähme, der hat verbrochen fünff pfundt heller [PfWeist. 322 (RO-Ebbg)]. — Südhess. IV 870; ElsWB Els. I 441.
 
  
Nach-kommen Pl.: wie schd., Noo(ch)kumme [verbr.]; vgl. PfWB Nachkommenschaft. Jerrer muß for sei N. sorje [ KU-Schmittw/O]. Herzkrankheide vererwen sich uf alle N. [ BZ-Dernb].

[Bd. 5, Sp. 15]
Spruch des fliegenden Händlers auf der Kirchweih: Ehr Leit, kaaft's eich, sunscht kann's vorkumme, daß eier N. mit ehrem Einkumme nimmi auskumme [ LU-Friesh]. a. 1305: daz wir oder keiner vnser nachkommen [OttbgUrkb. 266]. a. 1567: fur vns, vnsere erben vnd nachkommen [PfWeist. 323 (RO-Ebbg)]. Südhess. IV 870.
 
  
Nachkommenschaft f.: wie schd., Noo(ch)kummeschaft, -kummenschaft [verbr.]; vgl. PfWB Nachkommen, -kommer, -kömmling 2. Der hot ke N. [ LA-Gommh]. Südhess. IV 870.
 
 
Nach-kommer m.: 'Nachkomme', Noochkummer [Danner Penns 26]; vgl. PfWB Nachkommenschaft. ElsWB Els. I 441 and. Bed. —