Schnee-wetter, n.Schnee-wind, m.Schnee-winter, m.Schnee-wirbel, m.Schnee-wittchen, n.Schnee-wolke, f. m.Schnee-wolken, f. m.schneezeln, schw.Schnee-zeug, n.schneibelnschneichenSchneid, m., f.Schneid-bank, f.Schneidbanks-knüppel, m.Schneidbanks-kopf, m.Schneid-bock, m.Schneid-boßen, m.Schneide, f.Schneid-eisen, n.schneiden, st.Schneider, m.Schneider-bart, m.Schneider-bock, m.Schneiderei, f.Schneider-felsen, m.Schneider-fips, m.Schneider-fleck, m.Schneider-gasse, f.Schneider-geiß, f.schneiderieren, schw.Schneiderin, f.Schneider-käse, m.Schneider-kleid, n.Schneider-knecht, m.Schneider-lappen, m.Schneider-meckes, m.Schneider-meister, m.schneidern, schw.Schneider-placken, m.Schneider-pritsche, f.Schneiders-bock, m.Schneiders-delle, f.Schneiders-hof, ONSchneidersin, f.Schneider-sitz, m.Schneiders-kotelett, n.Schneiders-pforte, f.Schneider-staub, m.Schneide-zahn, m.Schneid-geschirr, n.Schneid-gras, n.Schneidgras-blume, f.schneidig, Adj.Schneid-kluppe, f.Schneid-messer, n.Schneid-meß, n.Schneid-nudel, f.Schneid-salat, m.Schneid-stuhl, m.Schneidstuhl-bock, m.Schneidstuhl-kopf, m.schneieln, schw.schneien, schw.schneipeln, schw.schneiren1schneiren2Schneise, f.Schneizeschnell, Adj., Adv.Schnell-bleiche, f.Schnell-bund, m.Schnelle1, f.Schnelle2, f.Schnelle3, f.schnellen, schw.Schneller, m.Schneller-bogen, m.Schnellerchens, n.Schnellererschnellern, schw.Schnellerns, n.Schnellfeuer-hose, f.schnell-füßig, Adj.Schnell-geher, m.Schnelligkeit, f.Schnell-käse, m.Schnell-katharina, f.Schnell-kraut, n.Schnell-lauf, m.Schnell-läufer, m.schnell-machenSchnell-merker, m.Schnell-messer, n.Schnell-rose, f.Schnell-schisser, m.Schnell-sohler, m.Schnell-tapfer, m.Schnell-waage, f.Schnell-zug, m.schnelzen, schw. | Schnee-wetter n.: 'Schneefall', -wedder [VPf vereinzelt], -werrer [WPf NPf, vereinzelt], -weller [ KU-Bedb]. Rhein. VII 1587; Lothr. 458. — -wind m.: 'Wind, der Schnee mit sich führt', -wind [ PS-Hintwdth FR-Bockh LU-Alsh/Gr LA-Ranschb]. Heit geht e kalder Sch. [ LA-Freimh]. DWB DWb. IX 1244. — -winter m.: 'schneereicher Winter', -winder [ NW-Kallstdt]. — -wirbel m.: 'Schneegestöber', -wirbel [ SP-Heiligst]. DWB DWb. IX 1244. — -wittchen n.:1. 'Mädchenfigur in einem Märchen der Brüder Grimm', -wittche [mancherorts]. — 2. 'die Blume Fuchsie (Fuchsia gracilis)' [ BZ-Dernb]; Pl. -wittcher [Frankth LA-Impfl (Wilde 64)]. — Hess.-Nass. III 345; Marzell II 501; Frankf. V 2782. — -wolke f., -wolken m.: 'dunkle, schneeführende Wolken', -wolk [mancherorts ges. Pf], Gen. m.: -wolke [ WD-Niedkch ZW-Hornb FR-Bockh LA-Gommh Mörzh]; Pl. -wolge [mancherorts ges. Pf]; vgl. PfWB Eiswolken. Schneewolken sind auf einer Seite weiß, auf der anderen schwarz [ LU-Alsh/Gr]. RhWB Rhein. VII 1587; DWB DWb. IX 1244.
schneezeln schw.: 'nicht stark schneien, auch gleichzeitig schwach dazu regnen', schneezele (nēdsələ) [ KU-Kollw RO-Dielkch PS-Geisbg LU-Alsh/Gr]; Part. Perf. g'schneezelt (gnēdsəlt) [ LU-Alsh/Gr]. Es schneezelt [ RO-Dielkch]. Es schneezelt so fein [ WD-Niedkch].
Schnee-zeug n.: 'Niederschlag aus kleinen Hagelkörnern und Schnee'. Die Graupe sin körnicher Schnee, es macht so Schneezeich runner [ ZW-Battw].
schneibeln 'mit Bohnen spielen' s. PfWB schneipeln.[Bd. 5, Sp. 1290]
schneichen s. PfWB schneien.
Schneid m., f.: 'Mut, Tatkraft, Temperament, forsches Auftreten (von Soldaten)', Schneid (naid) [mancherorts ges. Pf, Krieger 33, 51 Klein Prov. 132, Don-Schowe]; um 1930 Gen. f. wohl ältere Schicht, bes. in NPf und WPf, vereinzelt übrige Pf erhalten, vor allem in RA.; jüngeres Gen. m. bereits häufig in ges. Pf.; Pl. ungebräuchl. Gewidder, Bawett, du hascht Schneid [Münch Werke II 312]. Ich hab em geheerig die Schneid abkaaft [Münch Werke I 302]. Wammer kää Schneid' hat, / dann sollmer uffhere [Damm Dreifaltichkäät 33]. En Jäger war grad in de Näh. / Der hot mit Schneid un Tapferkeit ... / Des Mädel vun dem Vieh befreit [Ranssweiler 9]. Vorwiegend in RA.: äm die Sch. abkaafe 'jemandem den Mut nehmen, jemanden einschüchtern' [KL-Stelzbg PS-Gersb Rodalb (Bernhard 165) Schmalbg KB-Bubh Kerzh Land]. Er hat ne frieher schun die Schneid abkaaft hat [Feierowend 5/1953 24]. Ich häwwem (habe ihm) d' Sch. abkääft [ BZ-Dierb]. Ich hab 'm glei die Sch. abkaaft [ LU-Friesh]. Han ich der die Sch. abkaaf? [ PS-H'einöd LU-Neuhf]. Dem haw ich awer die Sch. abkaaft! [ FR-Gerolsh LU-Opp]. Dem is die Sch. absekaafe 'Der fürchtet sich leicht' [ NW-Frankeck]. Dem hann se die Sch. abkääft (abkaaf) [ KU-A'glan ZW-Walshs], de Sch. abkaaft [ KU-Konk]. Der hot sich die Sch. abkaafe losse [ LU-Muttstdt, FR-Kirchh]. Der hat keen (kaan) Sch. meh (mie) [ZW-Käshf, mancherorts ges. Pf]. Der Kerl hot kee Sch. im Sack [ NW-Kallstdt]. Er hot (hat) die Sch. verlor(e) [ KU-Rutsw/L IB-Ommh RO-Dörrmosch Falkst O'mosch Schönbn Schweisw KL-Alsbn KB-Niefh FR-Hettldh LA-Frankw], de Sch. verlor [ KL-Hauptstl]. Dem is die Sch. ausgang [ KU-Erdb]. Die Junge hen awer kee Sch. meh [ RO-Als]. Die (Der) hat Sch.!, von einem temperamentvollen Menschen, auch in sexueller Hinsicht [ KU-Bedb LU-Oggh GH-Kand]. Er hat Sch. 'Er hat Unternehmungsgeist' [ KU-Schmittw/O LU-Böhl NW-Kallstdt]. VR.: E X un e Z, / die Schneider sein nett, / die Schneider sein Leut, / die han Geld un han Schneid [Feierowend 5/1950 1, Bergz (Kamm 118)]. — Das Wort ist abgeleitet von Schneide und entstammt der Militärsprache (Kluge-Seebold22 646/47). RhWB Rhein. VII 1596/97 Schneide; LothWB Lothr. 458 and. Bed.; Els. II 493 Schnid; Schwäb. V 1051; Hess.-Nass. III 349; DWB DWb. IX 1245; Frankf. V 2783. | |