Schnaps-ausschank, m.Schnaps-beere, f.Schnaps-birne, f.Schnaps-brenner, m.Schnaps-brennerei, f.Schnaps-bruder, m.Schnaps-bude, f.Schnaps-butelle, f.Schnaps-butik, f.Schnäpseler, m.schnäpseln, schw.schnapsen, schw.Schnapser, m.Schnaps-eule, f.Schnaps-fahne, f.Schnaps-faß, n.Schnaps-flasche, f.Schnaps-gepfetze, n.Schnaps-geruch, m.Schnaps-geselle, m.Schnaps-gesicht, n.Schnaps-gicker, m.Schnaps-glas, n.Schnaps-goj, m.Schnaps-grutzen, m.Schnaps-gückel, m.Schnaps-gumpel, f.Schnaps-gurgel, f.Schnaps-husten, m.Schnaps-idee, f.Schnaps-johannistraube, f.Schnaps-kessel, m.Schnaps-kneipe, f.Schnaps-kolben, m.Schnaps-kollege, m.Schnaps-kram, m.Schnaps-krug, m.Schnaps-laden, m.Schnaps-lump, m.Schnaps-nase, f.Schnaps-preuße, m.Schnaps-produkt, n.Schnaps-rausch, m.Schnaps-sackSchnaps-saufen, n.Schnaps-süffer, m.Schnaps-teufel, m.Schnaps-trinker, m.Schnaps-tropfen, m.Schnaps-vergiftung, f.Schnaps-weilerSchnaps-wirtschaft, f.SchnärSchnärchschnarcheln, schw.schnarchen, schw.schnarksen, schw.Schnarkser, m.Schnarkserei, f.Schnarkserin, f.SchnarrantSchnärr-bein, n.Schnärr-bogen, m.Schnärrbogen-holz, n.Schnärrbogen-schütze, m.Schnärr-büchse, f.Schnärr-bügel, m.Schnärrchens, n.schnärr-dudeln, schw.Schnärre, f.Schnarren, m.schnärren, schw.Schnärrer, m.SchnarresSchnärr-fissell, n.Schnärr-fuß, m.Schnärr-gasse, f.schnarrig, Adj.Schnärr-kopf, m.Schnärr-maul, n.Schnärr-ring, m.SchnärzeSchnärzer, m.schnattchern, schw.Schnattenschnatteln, schw.Schnatter, f.Schnätter, f.Schnätterängdäng-hut, m.Schnätterängdäng(s), n.Schnätterätätt, f.Schnatter-gans, f.schnatterig, Adj.Schnatterin, f.Schnatter-maul, n.schnattern, schw.schnättern, schw.Schnatter-wiese, f.schnatz, Adj.Schnatze, f. m. | Schnaps-ausschank m.: 'Schankrecht für Spirituosen im Gasthaus', -ausschank [ KL-Reichb FR-Tiefth]. — -beere f.: 'die Frucht des Weißdornes', -beerle [ PS-Hirschth LA-Leinsw]. RhWB Rhein. VII 1552 'Schwarze Johannisbeere'; Hess.-Nass. III 323 'Frucht des Wachholders'. — -birne f.: 'Birnensorte, die sich zum Keltern eignet', Schnapsbeer [Ingb BZ-Rohrb (Wilde 21)]. — -brenner m.: 'wer Branntwein bereitet', -brenner (nabsbręnər) [ KU-Schmittw/O]. RhWB Rhein. VII 1552. — -brennerei f.: 'Destille, in der Schnaps hergestellt wird', -brennerei (-bręnərai) [ KU-Schmittw/O, mancherorts]. Die Nas troppst em wie e Sch. [LA-Impfl]. — -bruder m.: 'Trunkenbold, Säufer, Schnapstrinker', -bruder (-brūdər) [VPf, vereinzelt übrige Pf, Krämer Gal 189], -brurer (-brūrər) [WPf NPf westl. VPf], -bruðer (-brūðər) [ KU-Kaulb], -bruler (-brūlər) [ KU-Bedb], (-brūlÄr) [ LU-Altr]; Syn. s. PfWB Trinker, PfWB Säufer. Handwerksburschen wurden oft als Sch. bezeichnet [ GH-Kand]. Rhein. VII 1552; Schwäb. V 1032; Hess.-Nass. III 323; DWB DWb. IX 1176; Frankf. V 2774. — -bude f.: 'kleines, anspruchsloses Gasthaus, das vorwiegend zum Zweck des Trinkens besucht wird', -bud (-būd) [ RO-Als LU-Opp]; Syn. s. PfWB Butik 3 a. DWB DWb. IX 1176. — -butelle f.: 'Schnapsflasche', -budell (-bu'dəl) [ RO-Dielkch Pirmas LU-Oggh Opp NW-Frankeck LA-Wollmh GH-Kand], Schnapspuddl [Bayer Hackm. 62], Schnapsboddel [Beam Penns 95]; Dim. -budellche (-bu'dəlχə) [NPf], -buddlche (-budlχə) [ ZW-Battw]; vgl. PfWB Branntweinbutelle, PfWB Butelle, PfWB Weinbutelle. Um 1930 als veraltet und selten gebraucht gemeldet [ LU-Opp NW-Frankeck]. Die Sch. trug man in der Tasche bei sich [Pirmas]. Un dr Fritz greift in die Hosse, / Holt sein Schnabbsbudell eraus [Kühn Hamet 69]. De Fritz langt im Wammesjack / Sein Schnabbsbudell raus [Kühn Schnitze II 43]. Lothr. 457 Schnapsbuddel; ElsWB Els. II 119; Schwäb. V 1032 Schnapsbudel, -butelle; Hess.-Nass. III 323 Schnapsbouteille; DWB DWb. IX 1176 Schnapsbuttel; Frankf. V 2773/74 Schnapsbouteille. — -butik f.: 'Gastwirtschaft mit bescheidenen Ansprüchen, Branntweinschenke', -budik (-'budig) [KU-Schmittw/O RO-Obd Sippf NW-Kallstdt LA-Nd'hochstdt]; vgl. PfWB Schnapsbude; Syn. s. PfWB Butik 3 a. Die Sch. war früher das Gasthaus der armen Leute, in dem sie ihr Vertelche (Viertel 2 aβ) oder ihren Korze (Kurzer) tranken [RO-Sippf]. Schwäb. V 1032; Frankf. V 2774 Schnapsboutique.
Schnäpseler m.: 'Schnapstrinker', Schnäpseler (nębsələr) [KU-Kaulb, Höh 124], Schnäpsler [Bd. 5, Sp. 1248] (nębslər) [ KU-Schmittw/O RO-Dielkch PS-Gersb KB-Kriegsf LU-Limbghf Oggh Opp NW-Frankeck Kallstdt LA-Wollmh GH-Kand]; Syn. s. PfWB Trinker, PfWB Säufer. Rhein. VII 1553; Schwäb. V 1032 Schnäpsler.
schnäpseln schw.: 'gerne und oft Schnaps trinken', schnäpsele (nębsələ) [ KU-Bedb Kaulb Schmittw/O], schnäpsle (nębslə) [PS-Rodalb (Bernhard 165) Pirmas Karch Gimmdg/Muttstdt 241 SOPf], schnapsle (nabslə) [ Don-Neufutok]; Part. Perf. g'schnapselt (gnabsəlt) [ Don-Neufutok]; Zs.: PfWB verschnäpseln; Syn. s. PfWB trinken 1 a. Er schnäpselt gern [ LU-Limbghf]. Pfui! Hoschte net die vorig Woch 'm Herr Parre erscht verschproche, Nit mehn zu schnäpsle! [Claus 93]. ElsWB Els. II 504 schnäpslen; Schwäb. V 1032 schnäpslen; DWB DWb. IX 1176 schnappseln. | |