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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Schnaps-ausschank bis schnäpseln (Bd. 5, Sp. 1247 bis 1248)
 
Schnaps-ausschank, m.
Schnaps-beere, f.
Schnaps-birne, f.
Schnaps-brenner, m.
Schnaps-brennerei, f.
Schnaps-bruder, m.
Schnaps-bude, f.
Schnaps-butelle, f.
Schnaps-butik, f.
Schnäpseler, m.
schnäpseln, schw.
schnapsen, schw.
Schnapser, m.
Schnaps-eule, f.
Schnaps-fahne, f.
Schnaps-faß, n.
Schnaps-flasche, f.
Schnaps-gepfetze, n.
Schnaps-geruch, m.
Schnaps-geselle, m.
Schnaps-gesicht, n.
Schnaps-gicker, m.
Schnaps-glas, n.
Schnaps-goj, m.
Schnaps-grutzen, m.
Schnaps-gückel, m.
Schnaps-gumpel, f.
Schnaps-gurgel, f.
Schnaps-husten, m.
Schnaps-idee, f.
Schnaps-johannistraube, f.
Schnaps-kessel, m.
Schnaps-kneipe, f.
Schnaps-kolben, m.
Schnaps-kollege, m.
Schnaps-kram, m.
Schnaps-krug, m.
Schnaps-laden, m.
Schnaps-lump, m.
Schnaps-nase, f.
Schnaps-preuße, m.
Schnaps-produkt, n.
Schnaps-rausch, m.
Schnaps-sack
Schnaps-saufen, n.
Schnaps-süffer, m.
Schnaps-teufel, m.
Schnaps-trinker, m.
Schnaps-tropfen, m.
Schnaps-vergiftung, f.
Schnaps-weiler
Schnaps-wirtschaft, f.
Schnär
Schnärch
schnarcheln, schw.
schnarchen, schw.
schnarksen, schw.
Schnarkser, m.
Schnarkserei, f.
Schnarkserin, f.
Schnarrant
Schnärr-bein, n.
Schnärr-bogen, m.
Schnärrbogen-holz, n.
Schnärrbogen-schütze, m.
Schnärr-büchse, f.
Schnärr-bügel, m.
Schnärrchens, n.
schnärr-dudeln, schw.
Schnärre, f.
Schnarren, m.
schnärren, schw.
Schnärrer, m.
Schnarres
Schnärr-fissell, n.
Schnärr-fuß, m.
Schnärr-gasse, f.
schnarrig, Adj.
Schnärr-kopf, m.
Schnärr-maul, n.
Schnärr-ring, m.
Schnärze
Schnärzer, m.
schnattchern, schw.
Schnatten
schnatteln, schw.
Schnatter, f.
Schnätter, f.
Schnätterängdäng-hut, m.
Schnätterängdäng(s), n.
Schnätterätätt, f.
Schnatter-gans, f.
schnatterig, Adj.
Schnatterin, f.
Schnatter-maul, n.
schnattern, schw.
schnättern, schw.
Schnatter-wiese, f.
schnatz, Adj.
Schnatze, f. m.
   Schnaps-ausschank m.: 'Schankrecht für Spirituosen im Gasthaus', -ausschank [ KL-Reichb FR-Tiefth]. — -beere f.: 'die Frucht des Weißdornes', -beerle [ PS-Hirschth LA-Leinsw]. RhWB Rhein. VII 1552 'Schwarze Johannisbeere'; Hess.-Nass. III 323 'Frucht des Wachholders'. — -birne f.: 'Birnensorte, die sich zum Keltern eignet', Schnapsbeer [Ingb BZ-Rohrb (Wilde 21)]. — -brenner m.: 'wer Branntwein bereitet', -brenner (nabsbręnər) [ KU-Schmittw/O]. RhWB Rhein. VII 1552. — -brennerei f.: 'Destille, in der Schnaps hergestellt wird', -brennerei (-bręnərai) [ KU-Schmittw/O, mancherorts]. Die Nas troppst em wie e Sch. [LA-Impfl]. — -bruder m.: 'Trunkenbold, Säufer, Schnapstrinker', -bruder (-brūdər) [VPf, vereinzelt übrige Pf, Krämer Gal 189], -brurer (-brūrər) [WPf NPf westl. VPf], -bruðer (-brūðər) [ KU-Kaulb], -bruler (-brūlər) [ KU-Bedb], (-brūlÄr) [ LU-Altr]; Syn. s. PfWB Trinker, PfWB Säufer. Handwerksburschen wurden oft als Sch. bezeichnet [ GH-Kand]. Rhein. VII 1552; Schwäb. V 1032; Hess.-Nass. III 323; DWB DWb. IX 1176; Frankf. V 2774. — -bude f.: 'kleines, anspruchsloses Gasthaus, das vorwiegend zum Zweck des Trinkens besucht wird', -bud (-būd) [ RO-Als LU-Opp]; Syn. s. PfWB Butik 3 a. DWB DWb. IX 1176. — -butelle f.: 'Schnapsflasche', -budell (-bu'dəl) [ RO-Dielkch Pirmas LU-Oggh Opp NW-Frankeck LA-Wollmh GH-Kand], Schnapspuddl [Bayer Hackm. 62], Schnapsboddel [Beam Penns 95]; Dim. -budellche (-bu'dəlχə) [NPf], -buddlche (-budlχə) [ ZW-Battw]; vgl. PfWB Branntweinbutelle, PfWB Butelle, PfWB Weinbutelle. Um 1930 als veraltet und selten gebraucht gemeldet [ LU-Opp NW-Frankeck]. Die Sch. trug man in der Tasche bei sich [Pirmas]. Un dr Fritz greift in die Hosse, / Holt sein Schnabbsbudell eraus [Kühn Hamet 69]. De Fritz langt im Wammesjack / Sein Schnabbsbudell raus [Kühn Schnitze II 43]. Lothr. 457 Schnapsbuddel; ElsWB Els. II 119; Schwäb. V 1032 Schnapsbudel, -butelle; Hess.-Nass. III 323 Schnapsbouteille; DWB DWb. IX 1176 Schnapsbuttel; Frankf. V 2773/74 Schnapsbouteille. — -butik f.: 'Gastwirtschaft mit bescheidenen Ansprüchen, Branntweinschenke', -budik (-'budig) [KU-Schmittw/O RO-Obd Sippf NW-Kallstdt LA-Nd'hochstdt]; vgl. PfWB Schnapsbude; Syn. s. PfWB Butik 3 a. Die Sch. war früher das Gasthaus der armen Leute, in dem sie ihr Vertelche (Viertel 2 aβ) oder ihren Korze (Kurzer) tranken [RO-Sippf]. Schwäb. V 1032; Frankf. V 2774 Schnapsboutique.
 
  
Schnäpseler m.: 'Schnapstrinker', Schnäpseler (nębsələr) [KU-Kaulb, Höh 124], Schnäpsler

[Bd. 5, Sp. 1248]
(nębslər) [ KU-Schmittw/O RO-Dielkch PS-Gersb KB-Kriegsf LU-Limbghf Oggh Opp NW-Frankeck Kallstdt LA-Wollmh GH-Kand]; Syn. s. PfWB Trinker, PfWB Säufer. Rhein. VII 1553; Schwäb. V 1032 Schnäpsler.
 
  
schnäpseln schw.: 'gerne und oft Schnaps trinken', schnäpsele (nębsələ) [ KU-Bedb Kaulb Schmittw/O], schnäpsle (nębslə) [PS-Rodalb (Bernhard 165) Pirmas Karch Gimmdg/Muttstdt 241 SOPf], schnapsle (nabslə) [ Don-Neufutok]; Part. Perf. g'schnapselt (gnabsəlt) [ Don-Neufutok]; Zs.: PfWB verschnäpseln; Syn. s. PfWB trinken 1 a. Er schnäpselt gern [ LU-Limbghf]. Pfui! Hoschte net die vorig Woch 'm Herr Parre erscht verschproche, Nit mehn zu schnäpsle! [Claus 93]. ElsWB Els. II 504 schnäpslen; Schwäb. V 1032 schnäpslen; DWB DWb. IX 1176 schnappseln.