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Schnapp-fuß bis Schnapp-kappe (Bd. 5, Sp. 1239 bis 1241) | |||
Schnapp-fuß, m. Schnapp-galgen, m. Schnapp-grete, f. Schnapp-hahn, m. Schnapphahn-berg, m. Schnapphahnen+-hütte, f. Schnapphahnen-land, n. Schnapphahner-weg, m. Schnapp-hannes, m. Schnapp-hünkel, n. Schnapp-kappe Schnapp-kar, n. Schnapp-karch, m. Schnapp-karren, m. Schnapp-kasten, m. Schnapp-kette, f. Schnapp-korb, m. Schnapp-messer, n. Schnapp-reitel, m. schnapp-reiteln, schw. Schnapp-sack, m. Schnapp-schloß, n. Schnapp-visite, f. Schnapp-waage, f. Schnapp-wagen, m. Schnaps, m. Schnaps-ausschank, m. Schnaps-beere, f. Schnaps-birne, f. Schnaps-brenner, m. Schnaps-brennerei, f. Schnaps-bruder, m. Schnaps-bude, f. Schnaps-butelle, f. Schnaps-butik, f. Schnäpseler, m. schnäpseln, schw. schnapsen, schw. Schnapser, m. Schnaps-eule, f. Schnaps-fahne, f. Schnaps-faß, n. Schnaps-flasche, f. Schnaps-gepfetze, n. Schnaps-geruch, m. Schnaps-geselle, m. Schnaps-gesicht, n. Schnaps-gicker, m. Schnaps-glas, n. Schnaps-goj, m. Schnaps-grutzen, m. Schnaps-gückel, m. Schnaps-gumpel, f. Schnaps-gurgel, f. Schnaps-husten, m. Schnaps-idee, f. Schnaps-johannistraube, f. Schnaps-kessel, m. Schnaps-kneipe, f. Schnaps-kolben, m. Schnaps-kollege, m. Schnaps-kram, m. Schnaps-krug, m. Schnaps-laden, m. Schnaps-lump, m. Schnaps-nase, f. Schnaps-preuße, m. Schnaps-produkt, n. Schnaps-rausch, m. Schnaps-sack Schnaps-saufen, n. Schnaps-süffer, m. Schnaps-teufel, m. Schnaps-trinker, m. Schnaps-tropfen, m. Schnaps-vergiftung, f. Schnaps-weiler Schnaps-wirtschaft, f. Schnär Schnärch schnarcheln, schw. schnarchen, schw. schnarksen, schw. Schnarkser, m. Schnarkserei, f. Schnarkserin, f. Schnarrant Schnärr-bein, n. Schnärr-bogen, m. Schnärrbogen-holz, n. Schnärrbogen-schütze, m. Schnärr-büchse, f. Schnärr-bügel, m. Schnärrchens, n. schnärr-dudeln, schw. Schnärre, f. Schnarren, m. schnärren, schw. Schnärrer, m. Schnarres | 1. 'kranker oder behinderter Fuß, auch Bein, weswegen ein Mensch hinkt', Schnappfuß [ NW-Kallstdt]. — 2. 'Mensch, der beim Gehen hinkt' [ LA-Wollmh]. — RhWB Rhein. VII 1546; Hess.-Nass. III 322. — -galgen m.: 1. 'Galgen, mit dem Verbrecher ruckartig in die Höhe geschnellt werden können', Schnappgalje (nabgaljə) [ KU-Schmittw/O]; ein Schnappgalgen stand in Kaislt am Pranger [KU-Ulm (Zink Notizen)]; vgl. PfWB Schnäppe 2, PfWB schnappen 4, PfWB Schnappkorb, PfWB Schneller 6. — 2. [Bd. 5, Sp. 1240] 'Schwengelpumpe', Schnappgalje [Lambert Penns 137]. — 3. 'Rand des Stuhles' [ Gal-Debolowka]. — 4. FlN, amtl. Am Schnappgalgen [ IB-Rubh FR-Bockh]. — 5. verächtlich für einen hinkenden Menschen, Schnabbgalje [Kühn Hamet 134]. — RhWB Rhein. VII 1628 Schnippgalgen 'Leimrute des Vogelfängers'; Schwäb. V 1031; Hess.-Nass. III 322; DWB DWb. IX 1174. — -grete f.: 'Frau, die zu allem nickt und zustimmt, mit allem einverstanden ist', Schnappgret (nabgrēd) [ KU-Schmittw/O]; zu PfWB schnappen 2 b; vgl. PfWB Schnapper 6, PfWB Schnapphannes. — -hahn m.: 1. 'Strauchdieb, Straßenräuber, Raubritter', Schnapphahn (nabhān) [ LU-Opp, als nur historisch belegt bezeichnet], -hohn (-hōn) [ KU-Schmittw/O]; Pl. -hehn (-hēn) [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB Hahn 2fδ. Blos Schnabbhäh sin noch rumgeridde / Un hen de Leut die Häls abgschnidde [Räder 82]. a. 1691: »Den 15. Juli brachten die Schnapphähne (Franktireurs, die den Heeren vorausschwärmten) 25 Pferd und 4 Gefangene, die andere niedergemacht« [Kreuter 55]. a. 1693: »Zudem wird man daselbst von den fast täglich herumstreifenden Husaren und Schnapphahnen sehr belästigt« [Eyselein 104/05]. a. 1699: »Der Metzger Seyler hatte einer französischen Streifpartie 224 Pfund Fleisch liefern müssen und verlangt vom Rate Zahlung. Derselbe antwortet, weil Michael Metzger und Johann Ambling in Folge ihres Schnapphahnengehens der Stadt die Soldaten auf den Hals gezogen, sollen diese das Fleisch zahlen. Schnapphahnen waren die sogenannten Parteigänger, die Streifzüge in das vom Feind besetzte Land machten und wohl auch sonst plünderten. ... Reiff erklärte vor dem Rat, er wäre der Schnapphahnen halber vom General Bouffleur und Bretane mit 300 Mann zu Fuß und 40 Bürger nach Altleiningen kommandiert worden, um die Schnapphahnen zu vertreiben« [Küchler 518, 520]. — 2. 'Wilderer' [RO-Obd NPf PS-Geisbg]. — 3. Neckname für die Bewohner des Schnapphahnenlandes [ KU-Schmittw/O]; für die Bewohner von KU-Schmittw/O, Schnapphähn Pl. [ RO-Finkb/Gersw]; für die Bewohner von KU-Gangl, -hähn Pl. [ RO-W'grehw]; für die Bewohner von KU-Reipkch und KL-Schallodb, -hahne Pl. [Seebach Neckn. 93]. — 4. Schimpfw. für einen Sicherheits- oder Kontrollbeamten, de Schnapphahn [ PS-Schmalbg]. — 5. 'wer bei einem Handel einem anderen etwas vor der Nase wegschnappt' [ ZW-Battw]. — 6. 'Mensch mit hinkendem Gang' [ ZW-Battw]. — Mhd. snaphan 'berittener Wegelagerer' ( Lexer Lexer II 1023/24). — RhWB Rhein. VII 1546; LothWB Lothr. 457 Schnapphähn, Spitzname der Bewohner von Brauweiler Kreis Saarburg; ElsWB Els. I 341; Schwäb. V 1031; Hess.-Nass. III 322; Kluge-Seebold22 645; DWB DWb. IX 1174/75; Frankf. V 2772. [Bd. 5, Sp. 1241] [ NW-Dürkh], Erhebung von 380 Metern im Wald bei NW-Dürkh.
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