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Schmatz bis Schmaukes (Bd. 5, Sp. 1150 bis 1152) | |||
Schmatz, m. (f.) Schmätz, m. (f.) schmätzeln, schw. Schmatzen, m. schmatzen, schw. schmätzen, schw. Schmatzer, m. Schmätzer1, m. Schmätzer2, m. Schmauch, m. schmauchen, schw. Schmaucher, Pl. m. schmauchig, Adj. Schmaukes, Gen.? Schmaus, m. (f.) schmausen, schw. Schmauserei, f. Schmaus-pfad, m. schmeckeln schmecken, schw. Schmecker, m. Schmeckerling Schmekkes Schmeichelei, f. Schmeichel-katze, f. schmeicheln, schw. Schmeichler, m. Schmeichlerei, f. schmeichlig, Adj. schmeier schmeigen, schw. schmeiger, Adj. schmeigerlich, Adj. Schmeiß-bach, f. Schmeißbacher-mühle, f. Schmeiße, f. Schmeißelns, n. schmeißen, st. Schmeißer, m. Schmeiß-fliege, f. Schmeiß-garn, n. Schmeiß-klicker, m. Schmeiß-kugel, f. Schmeiß-mücke, f. Schmeiß-schnake, f. Schmeiß-wiese, f. Schmelb Schmeling Schmelle Schmelme Schmelmer Schmelwe Schmelwer Schmelle- Schmelme- Schmelwe-gras schmelmlich schmelwrich Schmelz, m. Schmelz+-baum, m. Schmelz-bollen, m. Schmelze, f. schmelzen, st. Schmelzens, n. Schmelzer, m. Schmelzer-hof, m. Schmelzer-kopf, m. Schmelz+-hübel, m. Schmelz-hütte, f. Schmelzhütter-woog, m. schmelzig, Adj. Schmelz+-mühle, f. Schmelz-ofen, m. Schmelz-stein, m. Schmelztiegel-pfanne, f. Schmelz-woog, m. Schmer, m. Schmer-bauch, m. schmerbeln, schw. schmergeln, schw. Schmerle1, f. Schmerle2 Schmerlen-bach, ON Schmerrchen Schmer-wiese, f. Schmerz, m. schmerzen, schw. Schmerzen(s)-freitag, m. Schmerzen(s)-geld, n. Schmerzen(s)-kind, n. Schmerzen(s)-lager, n. schmerzhaft, Adj. schmerzlich, Adj. schmerz-los, Adv. Schmetter, m. Schmetterling, m. Schmetterlings-flitsche, f. Schmetterlings-raupe, f. schmettern, schw. Schmicke, f. m. | 1. 'Kuß; ein lauter, herzhafter Kuß', Schmatz (mads) [verbr. Pf, Klein Prov. 127 Schandein Ged. 248 PfId. 126, Lambert Penns 136], (mḁds) [ BZ-Dierb], de Schmätz (męds) [NW-Weish/S, mancherorts Pf, vereinzelt Don Krämer Gal 257], die Schmätz [ KU-Frankb]; häufig nur Dim. (im Umgang mit Kindern): Schmätzche, Schmätzje [mancherorts WPf, mancherorts Don Krämer Gal 188 Buch-A'frat], Schmatzche [ HB-Mimb], Schmatzje [ FR-Colgst], Schmätzel [mancherorts mittl. u. südl. VPf], Schmatzel [ PS-Th'eischw NW-Haßl LA-Wollmh]; Pl. Dim.: Schmätzcher [ RO-Bistschd]; vgl. PfWB Geschmatz, PfWB Schmatzen, PfWB Schmatzer; Syn. s. PfWB Kuß 1. Das Wort wird neben anderen altmda. Bez. wie PfWB Kußmaul, PfWB Maul 1 b und PfWB Schmutz1 (schon um 1925) von neuerem Kuß abgelöst. Schmatz gewwe [ ZW-Bechhf]. Geb mer e Schmätzje! [ KU-Kaulb Kreimb]. Dann streicht se um mich wie e Katz, / un gebt mer als aa noch e Schmatz [Albert Bei uns 6]. Du Ännche, gibscht die feschte Schmätzjer [Kraus Gutsjer 38]. Kumm her, mei Schätzche! / Alleweil krie'n meer zwee aach e Schmätzche [Münch Werke I 480]. Volksbr.: Wenn beim Spinnen einem Mädchen der Faden reißt, kann einer der anwesenden Burschen den Spinnrocken und die Spule an sich nehmen, die durch e Schmatz wieder ausgelöst werden können [Carl Pfalz im Jahr 420 [Bd. 5, Sp. 1151] Zeitw. Gal. 2]. VR.: Lieb Ammieche, lieb Ammieche, / mein herzallerliebschter Schatz, / jetz sin mer so allen beisamme, / jetz gibscht de mer emol e Schmatz! [Hebel 63]. — 2. 'Liebkosung, Streicheln der Wangen', e Schmätzel gewe [ PS-Gersb]. — RhWB Rhein. VII 1444 ff.; LothWB Lothr. 454; ElsWB Els. II 490. 1. 'geräuschvoll, unappetitlich essen', schmatze (madsə) [mancherorts, Klein Prov. 127, Lambert Penns 136 Don-Schowe Torscha], schmätze (mędsə) [PS-Schmalbg BZ-Albw GH-Zeisk SOPf mittl. VPf]; vgl. PfWB schlürfen 1, PfWB schlurpsen 1; schmatze wie e Stick Vieh [ LU-Friesh]. Schmatz net so! [ RO-Als]. Die Made schmatze bis in mei Gedärm [Kraus Metzelsupp 59]. Do hocken oftmols in de Kich / als zwanzich Leit am Kaffeedisch, / dann werd balawert - dischbediert, / geschlorbst, geschmatzt un lamendiert [Damm Dreifaltichkäät 42]. Schmatzt wie e Sau, wann se Quetschekere 'Zwetschgenkerne' frißt [NPfGV 1926 18]. Unn geschmatzt unn geschlutzt hot er dezu [Hartmann Unkel 71]. Do schmatzt er; ball platzt er! [Kraus Pat 47]. — 2. a. 'küssen', bes. auch mit lauten Lippengeräuschen, schmatze [KU-Reiffb Ingb GH-Germh verbr. SWPf u. NPf, Klein Prov. 127 Mang 79 Bayer Hackm. 62 Gal-Dornf], schmätze [ KU-Adb Kaulb Rothsbg LA-Nußd GH-Zeisk Gal-Dornf Josbg Obl]; vgl. PfWB küssen 1, PfWB schnalzen 2 e; Zs.: PfWB abschmatzen. Schmätz mich, gib mir e Schmätzche [ RO-Obd]. De Dauwerich (Tauberich) gruukst (s. PfWB gruksen), er schmätzt sich mit de Daiwin (Täubin) [ Gal-Josbg]. In dunklen Gartenbüschen ist etwas lebendig. Pischpert und schmätzt [PfPr. 1. 7. 1926]. Mei' Matz, der awer hot kē' Ruh, / Der schmatzt mich wie vernattert 'vernarrt' [Schandein Ged. 32]. Er muß e alti Dunnsel (s. PfWB Dunzel) schmatze, / Sell eß nedd alle Leit ehr Sach [Kühn Schnitze II 39]. — b. 'ein Kind liebkosen' [ KL-Miesb]. — 3. 'mit der Zunge schnalzen' [ GH-Neubg], 'mit den Lippen ein Geräusch machen' [vereinzelt NPf]. — RhWB Rhein. VII 1444; LothWB Lothr. 454; ElsWB Els. II 490; DWB DWb. IX 947 ff. [Bd. 5, Sp. 1152] 1. 'dichter Rauch', Schmauch (maux) [ KU-Schmittw/O]; Syn. s. PfWB Dampf. — 2. 'ganz feiner Rauch, auch Anflug von Asche in einer Ziegelei' [Kus]. — 3. 'Tabaksqualm' [ KL-Niedkch]. — 4. 'Koch- und Küchendunst, Dampf' [ KU-Nußb Odb Reiffb Schmittw/O]; vgl. PfWB Schwadem. 's is e Sch. in de Kich [ KU-Schmittw/O]. 1. '(stark) Tabak rauchen, qualmen', schmauche (mauxə) [KU-Schmittw/O NW-Elmst GH-Zeisk, Karch Gimmdg/Muttstdt 235]; vgl. PfWB plotzen 2 d. — 2. 'behaglich, genüßlich eine Pfeife oder Zigarre rauchen' [ PS-Erfw NW-Deidh]. — RhWB Rhein. VII 1447; LothWB Lothr. 456; ElsWB Els. II 478; DWB DWb. IX 954/55.
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