| Pfälzisches Wörterbuch | ![]() | ||
Schmalz-flamen bis Schmalz-kerl (Bd. 5, Sp. 1145 bis 1147) | |||
Schmalz-flamen, m. Schmalz-flämen, m. Schmalz-flur, m. Schmalz-griebe, f. Schmalz-gropel, f. Schmalz-grube, f. Schmalz-hafen, m. Schmälz-, m. Schmalz-häutchen, n. Schmalz-hering, m. schmalzig, Adj. schmälzig, Adj. Schmalz-kaute, f. Schmalz-kerl, m. Schmalz-kessel, m. Schmalz-köchin, f. Schmalz-kopf, m. Schmalz-kraut, n. Schmalz-kübel, m. Schmalz-lappen, m. Schmalz-licht, n. Schmalz-locke, f. Schmalz-lumpen, m. Schmalz-pfanne, f. Schmälz-pfanne, f. Schmalz-presse, f. Schmalz-preuße, m. Schmalz-schärrsel, n. Schmalz-schaum, m. Schmalz-ständer, m. Schmalz-tüpfen, m. (n.) Schmälz-tüpfen, m. (n.) Schmalz+-weide, f. Schmalz-woog, m. Schmand, m. Schmanem, m. Schmarall schmarotzen, schw. Schmarotzer, m. Schmarotzerei, f. Schmarotzer-gesicht, n. schmarotzig, Adj. Schmarre, f. m. Schmarren, f. m. Schmärren-kopf, m. Schmarunzel, Gen.? Schmattel, m. schmattelig, Adj. schmätter-fräßig, Adj. Schmatz, m. (f.) Schmätz, m. (f.) schmätzeln, schw. Schmatzen, m. schmatzen, schw. schmätzen, schw. Schmatzer, m. Schmätzer1, m. Schmätzer2, m. Schmauch, m. schmauchen, schw. Schmaucher, Pl. m. schmauchig, Adj. Schmaukes, Gen.? Schmaus, m. (f.) schmausen, schw. Schmauserei, f. Schmaus-pfad, m. schmeckeln schmecken, schw. Schmecker, m. Schmeckerling Schmekkes Schmeichelei, f. Schmeichel-katze, f. schmeicheln, schw. Schmeichler, m. Schmeichlerei, f. schmeichlig, Adj. schmeier schmeigen, schw. schmeiger, Adj. schmeigerlich, Adj. Schmeiß-bach, f. Schmeißbacher-mühle, f. Schmeiße, f. Schmeißelns, n. schmeißen, st. Schmeißer, m. Schmeiß-fliege, f. Schmeiß-garn, n. Schmeiß-klicker, m. Schmeiß-kugel, f. Schmeiß-mücke, f. Schmeiß-schnake, f. Schmeiß-wiese, f. Schmelb Schmeling Schmelle Schmelme Schmelmer | [Bd. 5, Sp. 1146] -fläme [ KU-Reiffb RO-Dielkch Rockhs Schiersf KB-Kriegsf]. Volksmed.: den Sch. legt man zur Heilung um kranke Finger [ RO-Dielkch]. — -flur m.: FlN, amtl. Schmalzflur [ KL-Ramst]. a. 1717: uffm Schmaltzfluhr [SSp Schatzbuch Nr. 18 12 (KL-Ramst)]. — -griebe f.: '(ausgeschmelzter) Fettwürfel', -grieb [vereinzelt VPf mittl. SPf], meist nur im Pl. -griewe [ebd.]; vgl. PfWB Schmalzgropel, PfWB Speckgriebe. Sch. sind beliebte Zutat zu PfWB Grundbirnenstampfes [ KL-Gerhbn] und Kartoffelsalat [ BZ-Dernb], auch Bestandteil des Wurstfüllsels [Rockhs]. RhWB Rhein. VII 1434. — -gropel f.: = PfWB Schmalzgriebe, -grop(e)l [ BZ-Dörrb O'ottb GH-Rh'zab], -group(e)l [ LA-Herxh GH-Knitth N'potz]; vgl. PfWB Gropel 1 a, PfWB Speckgropel. — -grube f.: FlN, amtl. In der Schmalzgrube [ KL-Erfb]. a. 1721: willerung in der Schmaltzgruben [Kurpf. A. 962/5 (KL-Erfb)]; vgl. PfWB Schmalzkaute. — -hafen, Schmälz-m.: 1. 'Topf zur Aufbewahrung des ausgelassenen Fettes', -hawe, -hawwe, -haffe, s. PfWB Hafen [verbr. (außer Nordzipfel der Pf), Krämer Gal 188], Schmälz- [ RO-Dielkch FR-Grünstdt LU-Oggh NW-Elmst LA-Wollmh]. Mein Sch. isch voll ausgeloßtem Schweineschmalz [ PS-Erfw]. In de Kich, linkerhand vun de Deer, schteht uffme alde, gaageliche (gaukelig) G'schärrahme (Geschirrrahmen) 's Schmalzhääbche [Damm Pälzer 11]. RA.: im Sch. sitze (hocke) 'viel zu essen haben, sich in guten wirtschaftlichen Verhältnissen befinden' [Pirmas, mancherorts]. Dem sieht mer's aan, daß er im Schmalzhäwwel hockt [ NW-Freinsh]. Der werd net fett, un wammern in de Sch. setzt (hockt) 'der gedeiht selbst bei bester Kost nicht' [KB-Albish, verbr.]. Die geheert mool in de Sch. gesetzt [PS-Rodalb (Bernhard 163)]. Die find de Leffel nit fer in de Schmalzhawe, von einer Frau, die zu wenig Fett an das Essen gibt [ ZW-Battw]. Des is de reinschte Sch., von einer übermäßig fetten Person [ LU-Alsh/Gr]. Verwünschungen, Flüche: da soll doch de Sch. ninhaue! [ PS-Fehrb]. Do soll doch glei e Budderkeil in de Sch. fahre! [ HB-Kirrbg, FR-Grünstdt]. — 2. FN. a. 1345: Heilmann Smaltzhafen [Doll Seelb. NW-Lach 15]. — RhWB Rhein. VII 1434; Lothr. 454; ElsWB Els. I 307. — -häutchen n.: 'dünnes Häutchen um das Nierenfett des Schlachttieres', Dim. Schmalzhairel (maldshairəl) [ LU-Alsh/Gr], Schmalzhaitle [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB Schmälzerhäutchen, PfWB Schmalzflamen. Volksmed.: Das Sch. wird als Heilmittel gegen Eiterungen und Entzündungen aufgelegt [ LU-Alsh/Gr BZ-Dernb]. — -hering m.: 'männlicher Hering', Schmalzhering [ PS-Busbg]; vgl. PfWB Milchner. 1. 'fetthaltig, nach Schmalz schmeckend', schmalzich (maldsiχ) [ KL-Reichb LA-Nd'hochstdt]; schmalziger Speck [ LA-Nd'hochstdt]. Das Schweinefläsch is schmalzich [ KL-Reichb]. ca. 17. Jh.: Und wo einem [Bd. 5, Sp. 1147] Bürger ein Schwein abginge, das da schmeltzig wäre, und solches Geschmältz haben wollte, derselbige Bürger soll dem Meister ein Tag 3 Schilling Pfennig davon zur Belohnung reichen [G. Biundo Annweiler. Geschichte einer alten Reichsstadt. Annweiler 1937 208/09]. — 2. 'ölig oder gehaltvoll schmeckend', vom Wein [ KB-Zell BZ-Billh]. — RhWB Rhein. VII 1435.
| ||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||