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Pfälzisches Wörterbuch 
 
schlutzen bis schmächterlich (Bd. 5, Sp. 1135 bis 1136)
 
schlutzen, schw.
Schlutzer, m.
Schlützer, m.
Schlutzer-läppchen, n.
Schlutzer-lumpen, m.
schlutzern, schw.
schmääßen
Schmach, f.
Schmachheit, f.
Schmach-lappen, m.
schmachten, schw.
schmächterlich, Adj.
schmächtig, Adj.
Schmacht-lappen, m.
Schmacht-locke, f.
Schmacht-riemen, m.
Schmack
schmäckeln, schw.
schmacken, schw.
Schmacken-mühle, f.
Schmackes1, m.
Schmackes2, Pl.
Schmackes-blatt, n.
Schmackets, n.
schmackhaft, Adj.
schmäckig, Adj.
Schmack-seife, f.
Schmacksel, n.
schmäckseln, schw.
Schmack-wurst, m.
schmadden, schw.
Schmadder(er), m.
Schmafittchen, Pl.
Schmafuttchen, n.
schmähen, schw.
Schmäh-wort, n.
Schmaken, m.
Schmakes, m.
schmal, Adj.
Schmalb
Schmal-bahn, f.
Schmal-birne, f.
Schmäl-, f.
schmal-brüstig, Adj.
schmalen, schw.
Schmalen-berg, ON
Schmalen-pfad, m.
Schmalert, f.
Schmal-feld, n.
Schmalfelder-hof, m.
Schmal-geiß, f.
schmal-gesichtig, Adj.
Schmal-hans, m.
Schmal-kost, f.
Schmäll
Schmal+-mittag, m.
Schmal-reh, n.
Schmal-scheid, Gen.?
Schmal-straße, f.
Schmal-tal, n.
Schmal-weg, m.
Schmal-wiese, f.
Schmalz, n.
Schmälz, m.?
Schmalz-bauch, m.
Schmalz-bauer, m.
Schmalz-bäume, Pl.
Schmalzbrin-baum, m.
Schmalz-birne, f.
Schmalz-blume, f.
Schmalz-brot, n.
Schmalz-buckel, m.
Schmalz-butter, f.
Schmälz-, f.
Schmälzbutter-hafen, m.
Schmalzbutter-kratzel, n.
Schmalz-dackel, m.
schmälzen, schw.
Schmalzer, m.
Schmälzer, m.
Schmälzer-häutchen, n.
Schmalz-flamen, m.
Schmalz-flämen, m.
Schmalz-flur, m.
Schmalz-griebe, f.
Schmalz-gropel, f.
Schmalz-grube, f.
Schmalz-hafen, m.
Schmälz-, m.
Schmalz-häutchen, n.
Schmalz-hering, m.
schmalzig, Adj.
schmälzig, Adj.
Schmalz-kaute, f.
Schmalz-kerl, m.
Schmalz-kessel, m.
Schmalz-köchin, f.
Schmalz-kopf, m.
Schmalz-kraut, n.
Schmalz-kübel, m.
   schlutzen schw.:
1.
a. 'flüssige Nahrung, Getränke (mit deutlich wahrnehmbarem Geräusch) einschlürfen', schlutze (ludsə) [vereinzelt SOPf, Kamm 58]; vgl. PfWB schlurpsen 1, PfWB schlutzern 1. Un gschmatzt un gschlutzt hot er dezu (beim Soße essen) [Hartmann Unkel 71]. Dann schlotzt er die Brieh voller Genuß un verdreht die Aue wie e Hinkel wanns blitzt [Damm Nawwel 41]. —
b. '(hörbar) saugen, lutschen, schlecken', bes. von Kindern, schlutze [ BZ-Dernb Gal-Bagbg], schlotze [Kaislt PfId. 11]. Wie wär's mit so're Gutseldutt, / mit Pralinees ... / uijee, die wären schnell ewwegg, / dann schlutze möcht do jedermann [Hartmann Teemaschin 14]. —
2. 'mit den Füßen über den Boden streifen, schleppend gehen', schlotze [ KU-Krottb]; vgl. PfWB schlurpsen 3. — RhWB Rhein. VII 1380 schlotzen; LothWB Lothr. 452; ElsWB Els. II 478.
 
  
Schlutzer, Schlützerm.: 'Saugbeutel, Sauglappen für kleine Kinder', auch (neuer) 'Gummischnuller', Schlutzer (ludsər) [mancherorts VPf vereinzelt WPf, Carl Pfalz im Jahr 226 Pauli Heilm. 85 Klein Prov. 182 Müller Dietschw 65 Schandein Bav. IV,2 351 PfId. 125 Lambert Penns 136 Krämer Gal 188 Rußl-Spey], Schlotzer (lodsər) [ RO-Bistschd Dielkch Dörnb Katzb Messbhf Ransw Ruppeck Schönbn], Schlitzer (lidsər) [ KL-Katzw]; Syn. s. PfWB Schnuller. RhWB Rhein. VII 1418; LothWB Lothr. 452 Schlotzer; ElsWB Els. II 478.
 
  
Schlutzer-läppchen n.: 'Sauglappen der kleinen Kinder', Schlutzerläppel [ LU-Altr]; Syn. s. PfWB Schnuller. — -lumpen m.: = PfWB Schlutzerläppchen, -lumpe [ LU-Friesh Lu'haf Schauh NW-Gimmdg Wachh LA-Kl'fischl GH-Mindlach]; Syn. s. PfWB Schnuller.
 
  
schlutzern schw.:
1. 'saugen, lutschen', schlutzere (ludsərə) [ LU-Neuhf LA-Wollmh]; vgl. PfWB schlutzen 1 b. —
2. '(in kleinen Schlucken, schlürfend) trinken' [ LA-Wollmh]. — Rhein. VII

[Bd. 5, Sp. 1136]
1418.
 
 
schmääßen 'rinnen' s. PfWB schweißen 1 a.
 
  
Schmach f.: 'Schande, schlechter Ruf', Schmooch (mōx) [ KU-Schmittw/O]; bes. in der Wend.: Schmooch un Schann 'Schmach und Schande' [ebd.]; vgl. PfWB Schmaken. RhWB Rhein. VII 1418/19; ElsWB Els. II 478.
 
  
Schmachheit f.: 'Schmach, Schmähung', Schmoochet (mōxəd) [KL-O'arnb Kaislt, Kühn Hamet 133]. Du mer die Sch. net aa [ KL-O'arnb]. SprW.: Wammer anner Leit e Gefalle dut, dut mer sich selbscht e Sch. [Kaislt]. a. 1349: unnd ihn manche große schmochet erbottent [SpeyUrk. 498]. — Mhd. smâheit, smâcheit 'Schmach' ( Lexer Lexer II 998). — RhWB Rhein. VII 1419; DWB DWb. IX 882/83.
 
  
Schmach-lappen m.: 'wer viel und schlecht über andere redet', Schmaachlappe [ IB-Hass]; vgl. PfWB Quatschmaul, PfWB Schmachtlappen 3 c.
 
 
schmachten schw.: 'unter Entbehrungen leiden', schmachde (maxdə) [mancherorts, Lambert Penns 136 Krämer Gal 188]; Zs.: PfWB verschmachten. RhWB Rhein. VII 1420; DWB DWb. IX 885 ff.
 
   schmächterlich Adj.: = PfWB schmächtig, schmächderlich (męχdərliχ) [ KU-Kaulb O'alb]. RhWB Rhein. VII 1421 schmächterig; DWB DWb. IX 890.