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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Schlurfen bis schlurpsen (Bd. 5, Sp. 1129 bis 1130)
 
Schlurfen, Pl.
schlurfen, schw.
schlürfen, schw.
Schlürfer, m.
Schluri, m.
Schlurian, m.
schlurig
Schlurk, m.
schlurksen, schw.
schlurpchen, schw.
schlurpen, schw.
schlurpsen, schw.
schlürpsen, schw.
Schlurpser, m.
Schlurps-hannes, m.
Schlurz, m.
schlurzen, schw.
Schluß, m.
Schluß-darm, m.
Schlüssel, m.
Schlüssel-acker, m.
Schlüssel-bart, m.
Schlüssel-bein, n.
Schlüssel-blume, f.
Schlüssels-, f.
Schlüsselblumen-tee, m.
Schlüssel-gewanne, f.
Schlüssel-hof, m.
Schlüssel-knochen, m.
Schlüssel-loch, n.
Schlüsselloch-gucker, m.
Schlüssel-ring, m.
Schlüssels-blume
Schlüssel-steige, f.
Schlüssel-stück, n.
Schlüssel-wiese, f.
Schlüssel-wingert, m.
Schlüssel-zange, f.
Schluß-fest, n.
Schluß-gewanne, f.
Schluß-lied, n.
Schluß-prüfung, f.
Schluß-stein, m.
Schluß-verkauf, m.
Schlut, f.
Schlüten, m.
Schlutte, f.
schluttern
schlutzen, schw.
Schlutzer, m.
Schlützer, m.
Schlutzer-läppchen, n.
Schlutzer-lumpen, m.
schlutzern, schw.
schmääßen
Schmach, f.
Schmachheit, f.
Schmach-lappen, m.
schmachten, schw.
schmächterlich, Adj.
schmächtig, Adj.
Schmacht-lappen, m.
Schmacht-locke, f.
Schmacht-riemen, m.
Schmack
schmäckeln, schw.
schmacken, schw.
Schmacken-mühle, f.
Schmackes1, m.
Schmackes2, Pl.
Schmackes-blatt, n.
Schmackets, n.
schmackhaft, Adj.
schmäckig, Adj.
Schmack-seife, f.
Schmacksel, n.
schmäckseln, schw.
Schmack-wurst, m.
schmadden, schw.
Schmadder(er), m.
Schmafittchen, Pl.
Schmafuttchen, n.
schmähen, schw.
Schmäh-wort, n.
Schmaken, m.
Schmakes, m.
schmal, Adj.
Schmalb
Schmal-bahn, f.
Schmal-birne, f.
Schmäl-, f.
schmal-brüstig, Adj.
schmalen, schw.
Schmalen-berg, ON
Schmalen-pfad, m.
Schmalert, f.
Schmal-feld, n.
Schmalfelder-hof, m.
Schmal-geiß, f.
schmal-gesichtig, Adj.
  Schlurfen Pl.: 'Pantoffeln', Schlurfen, Schlerfen [Klein Prov. 121].
 
  
schlurfen, schlürfenschw.:
1. 'flüssige Nahrung, Getränke (mit deutlich vernehmbarem Geräusch) einschlürfen', schlurfe (lurfə) [ LU-Limbghf], schlorfe (lǫrfə) [RO-Obd Siebenlist 59], schlirfe (lirfə) [mancherorts], schlerfe (lęrfə) [ KU-Brück]; vgl. PfWB schlappern 3, PfWB schlurpsen 1; Zs.: PfWB einschlürfen; Wein sch. [ BZ-Heuchh]. Un nix ze schlorfe un ze schlaww're [Siebenlist 59]. —
2. 'mit den Füßen über den Boden streifen, schleppend gehen', schlurfe [GH-Sondh Wörth Klein Prov. 181], schlorfe (loÄfə) [Otterstetter 210], schlarfe [ SP-Mechth], schlirfe [ PS-Lu'wink KB-Rams LU-Maud SP-Heiligst Mechth], schlerfe [ IB-Nd'würzb]; vgl. PfWB schlurpsen 3; Zs.: PfWB abschlurfen. — RhWB Rhein. VII 1412/13.
 
  
Schlürfer m.:
1. 'wer schlürfend trinkt', Schlir- fer [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB schlurfen 1. —
2. 'wer beim Gehen die Füße auf dem Boden schleifen läßt' [ SP-Heiligst]; vgl. PfWB schlurfen 2.
 
  
Schluri m.:
1.
a. 'zu allerhand Streichen aufgelegter, leichtfertiger Bursche, Nichtsnutz, Tagedieb', Schluri (lūrī, lūri) [KU-Schmittw/O

[Bd. 5, Sp. 1130]
Zweibr RO-Lettw Kaislt Lu'haf GH-Hatzbühl Bayer Hackm. 61 Bernhard 163 Kamm 58 Klein Prov. 124 Kraus Pädcher 32 Lambert Penns 136 Don-Schowe], Schlurri [Lambert Penns 136], Schlori (lōrī, lōri) [ KU-Trahw RO-Lettw]. So gewen-em sei' Grumbērknepp' / Dem Schluri vu'me Bu! [Schandein Ged. 15]. —
b. 'nachläsiger, liederlicher, träger Mensch', Schlori [ ZW-O'hs], Schluri [Pirmas, PfId. 125]; Syn. s. PfWB Schlampes 2. —
c. 'gerissener, durchtriebener, verschlagener Mensch', Schluri [GH-N'potz, Glass 104 Thielen 100 Wilms Alph. 49]; Syn. s. PfWB Schlaukopf. —
d. 'ungeschliffener, grober Mensch' [Land]. Des isch en rechder Schluri [Land]. —
2. 'überaus große männliche Person', Schluri [KU-Dunzw Körbn Otterstetter 239], Schlori [ KU-Brück Diedk Hüffl Kus Schellw KL-Matzb]; Syn. s. PfWB Riese1 1; e langer Sch. [ KL-Matzb]. — RhWB Rhein. VII 1411; ElsWB Els. II 471; LothWB Lothr. 453.
 
 
Schlurian m.: 'nachlässiger Mensch', Schlurian [Krämer Gal 282]. RhWB Rhein. VII 1411.
 
 
schlurig s. PfWB schluderig.
 
  
Schlurk m.: Schimpfw., Schlurk (lurg) [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB Schlurz. RhWB Rhein. VII 1412; Els. II 473 Schlurch.
 
  
schlurksen schw.: 'mit den Füßen über den Boden streifen, schleppend gehen', schlorkse (lorgsə) [ RO-Obd]; vgl. PfWB schlurpsen 3. RhWB Rhein. VII 1412.
 
  
schlurpchen schw.:
1. 'flüssige Nahrung, Getränke (mit deutlich wahrnehmbarem Geräusch) einschlürfen', schlurpche (lurbχə) [RO-Lettw Messbhf KL-Hirschhn, PfMHk. 1925 296], schlorpche (lorbχə) [KB-Bischh Krämer Gal 282]; vgl. PfWB Geschlurpche, PfWB schlurpsen 1. —
2. 'mit den Füßen über den Boden streifen, schleppend gehen', schlorpche [ Gal-Augustdorf Josbg], schlorpsche (lorbə) [ PS-Hermbg Don-Tscherwk]; vgl. PfWB schlurpsen 3. — RhWB Rhein. VII 1413 schlurpschen.
 
  
schlurpen schw.: 'mit den Füßen über den Boden streifen, schleppend gehen', schlurpe (lurbə) [HB-Medh Nd'gailb Seyw IB-Ensh (Glass 104) Eschring Gersh Rubh], schlorpe (lorbə) [ HB-Alth IB-Rohrb PS-Windsbg GH-Scheibhdt]; vgl. PfWB schlurpsen 3; Zs.: PfWB abschlurpen. — RhWB Rhein. VII 1412/13; ElsWB Els. II 471, ALA I 192.
 
  
schlurpsen, schlürpsenschw.:
1. 'flüssige Nahrung, Getränke (mit deutlich wahrnehmbarem Geräusch) einschlürfen', schlurpse (lurbsə) [KU-Reichsth IB-Ensh (Glass 104) BZ-Dernb Gal-Dornf], schlorpse (lorbsə) [verbr., Bayer Hackm. 61 PfId. 125 Schandein Bav. IV,2 242 Krämer Gal 188], (lǫÄbsə) [Höh 125], schlärbse [Lambert Penns 134]; vgl. PfWB läppern 1 b, PfWB lurpsen 3, PfWB schlabbern 1 c, PfWB schlappchen 1, PfWB schlappern 3, PfWB schlürfen 1, PfWB schlurpchen 1, PfWB schlutzen 1a, PfWB schlutzern 2,

[Bd. 5, Sp. 1131]
suppen 2; Zs.: PfWB ab- 1, PfWB hinunterschlurpsen; PfWB Suppenschlurpsen. Er schlorbst sei Supp [Wilms Alph. 49]. Der schlorpst wie e Sau [ PS-Erfw]. Mach de Leffel net so voll, dann brauchscht net se sch. [ BZ-Dernb]. Der schlorbst glei wie en Küferknecht [Hartmann Teemaschin 109]. Bloß die Zeidung hat geraschelt un er hat geschlorbst [Damm Nawwel 10]. Un alsfort zappt er frisch un zäppelt / Un lutscht un schlorpst un trinkt un schöppelt [Münch Werke I 71]. —
2. 'das R als Zäpfchen-r aussprechen', schlorbse [SOPf (Heeger Notizen)]; vgl. PfWB gärren 3 b, PfWB lurpsen 1. —
3. 'mit den Füßen über den Boden streifen, schleppend gehen', schlurpse [ HB-Schwarzack NW-Elmst BZ-Ingh GH-Freckf Germh Kand Minf Zeisk], schlorpse (lorbsə) [verbr. VPf vereinzelt SWPf], schlarpse (larbsə) [ RO-Gonb LU-Rh'gönh LA-Mörzh Offb GH-Hatzbühl Schwegh Don-Schowe Torscha], schlärpse (lęrbsə) [ LA-Nußd], schlirpse (lirbsə) [ FR-Carlsbg LA-O'hochstdt]; vgl. PfWB abkitschen 1, PfWB anschlappen 2, PfWB patscheln 4, PfWB daherschräppern, PfWB tratscheln, PfWB tratschen2 1, PfWB verkitschen2, PfWB flitschen 1 b, PfWB kitschen 1aα, PfWB lampeln 1, PfWB latschen2 1, PfWB ratzen 1aδ, PfWB schärren 1 h, PfWB schlackeln, PfWB schlappchen 2,schläppeln 1b, schlappen 2, schlappern 5, schlappsen, schleifen2 2b, schleimen 2b, schleimern 2, schlieren 2, schlittern 2, schlottchen 2, schluppchen 1, schluppsen, schluren, schlurfen 2, schlurksen, schlurpchen 1, PfWB schlurpen, PfWB schlutzen 2, PfWB schruppen 2a, PfWB streifen; Zs.: PfWB ab- 2, PfWB an-, PfWB dahin-, PfWB ver-, PfWB herein-, PfWB herum-, hinein-1, PfWB hinschlurpsen. Schlorbs doch nit sou, heb die Fieß uf! [ LA-Burrw]. Schlorbs nit so, sunscht verreißt de soviel Sohle! [Bayer Hackm. 61]. — RhWB Rhein. VII 1413; ALA I 192.