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Schlocker bis schlodderig (Bd. 5, Sp. 1101 bis 1102) | |||
Schlocker, f., m. Schlocker-apfel, m. Schlockerer, m. Schlocker-faß, n. schlocker-fett, Adj. schlockerig, Adj. schlöckerig, Adj. schlockern, schw. Schlocker-spieß, m. Schlodde Schlodder schlodderig schloddern schlodern, schw. Schlof schloh-weiß, Adj. Schlome Schlomel Schlopp schlöppeln schlorben schlorbsen Schlori Schlorberer, m. Schloriampels-brühe, f. Schlorum, m. Schlorum-bier, n. schlorzen Schloß, n. Schloß-äcker, Pl. Schloß-berg, m. Schloß-brücke, f. Schloß-brunnen, m. Schloße, f. Schloß-eck, f. schloßeln, schw. schloßen, schw. Schloßen-gewitter, n. Schloßen-klopfer, m. Schloßen-korn, n. Schloßen-schlag, m. Schloßen-sturm, m. Schloßen-tabak, m. Schloßen-tag, m. schloßen-weiß, Adj. Schloßen-wetter, n. Schloßen-wolke, f. Schlosser, m. Schlösser, m. Schlosser-flöhe, Pl. Schlössert, Gen.? Schloß-fels, m. Schloß-flur, m. Schloß-garten, m. Schloß-gasse, f. Schloß-graben, m. Schloß-gürtel, m. Schloß-gut, n. schloß-haft, Adj. Schloß-hof, m. Schloß-höhe, f. Schloß-hund, m. Schloß-kammer, f. Schloß-keller, m. Schloß-kirsche, f. Schloß-kopf, m. Schloß-kummet, n. Schloß-platz, m. Schloß-straße, f. Schloß-wald, m. Schloß-weg, m. Schloß-wiese, f. Schlot, m. Schlot-barone, Pl. schlottchen, schw. schlottchern, schw. Schlotte, f. Schlottel, m. Schlottel-faß, n. schlottel-fett, Adj. schlottelig, Adj. schlotteln, schw. Schlotten-bach Schlotten-kuchen, m. Schlotten-schisser, m. Schlotter, f. Schlotter-bauch, m. schlotter-beinig, Adj. Schlotteres, m. Schlotter-faß, n. schlotter-fett, Adj. Schlotter-fuß, m. Schlotter-hals, m. Schlotter-handwerk, n. schlotterig, Adj. Schlotter-krug, m. schlottern, schw. Schlotter-nase, f. schlotter-näsig, Adj. Schlotter-tal, n. | 1. a. 'Rassel (als Kinderspielzeug)' (Gen. f.), Schlocker (logər) [ KU-Schmittw/O], Dim. Schlockerche [ebd.]. — b. 'altes, im Griff nicht mehr festsitzendes Messer' [KU-Kaulb (Gen. f.), WD-Niedkch (Gen. m.)]. — 2. (Gen. m.). a. α. 'alter, beim Gehen unsicherer, schwerfälliger, gebrechlicher Mensch' [ KU-Etschbg Kus WD-Niedkch RO-Messbhf ZW-Battw L'wied KL-Kottw/Schwand]. — β. 'armseliger, bedauernswerter Mensch' [KU-Brück Diedk ZW-Battw KL-Hütschhs KB-Kerzh Kriegsf FR-Tiefth NW-Hardbg PS-Erfw, Schandein Sprachsch. 60 Thielen 99]; vgl. PfWB Schlucker 3 a. — γ. 'energieloser, nachlässiger, träger Mensch' [ KU-Albess Hohöll Nanzw KB-Zell FR-Albsh]; Syn. s. PfWB Schlampes 2. — δ. 'gutmütiger alter Mensch' [KL-Fischb Kühn Schnitze I 253]; Zs.: PfWB Gutschlocker; weil dr Franz e guder, alder Schlocker war, wo kähm Worm ebbes se läds gedhan hot [Kühn Schnitze I 80]. 's is e gurer Sch. [ KL-Fischb]. — b. 'altes, mageres, abgearbeitetes Pferd' [KU-O'staufb Reichsth ZW-L'wied KL-Gimsb Mehlb Miesb PS-Geisbg Vinn]; Syn. s. PfWB Mähre 1 b. — Südhess. V 450; RhWB Rhein. VII 1365. 1. 'nicht fest, lose, wackelig', von Dingen, schlock(e)rich, schlock(e)risch (logəriχ, logriχ; -i) [mancherorts ges. Pf., Kühn Hamet 133 Don-Werb Krämer Gal 187], schleckerich (legəriχ) [ RO-Finkb]; vgl. PfWB gackelig 1 b, PfWB gaukelig 1 b, PfWB gautschelig [Bd. 5, Sp. 1102] 1, PfWB hudelig 1 d, PfWB lappelig 1, PfWB locker 1 b, PfWB los I1d, PfWB lottelig 2, PfWB lotter 1, PfWB lotterig 2, PfWB luck 2, PfWB lummer 1b, PfWB nottelig, PfWB schlapperig 1, PfWB schlenkerig, PfWB schlotterig 1a, PfWB schockelig, PfWB schutterig, PfWB wackelig. Ich hab schlockerische Zähn [ NW-Erph]. De Stiel (eines Werkzeugs) is sch. [ KU-W'mohr]. — 2. a. 'vor Alter oder Entkräftung schlotternd, altersschwach, hinfällig, gebrechlich', von Lebewesen [KU-Bedb Kus RO-Messbhf Obd Rockhs KL-Weilb KB-Biedh LU-Friesh, Höh 159 Kraus Gloori Bagaasch 39, 45 Thielen 99]. Ich bin ganz sch. [ RO-Obd]. Der is so sch. wie en alde Mann [ LU-Friesh]. Wenn er alt un schlockerisch werd un do lejt, / noht kann er sahn: Do gucke, was ich geleischt han! [Kraus Arwed 37]. — b. vgl. PfWB gutschlockerig. — Südhess. V 451; RhWB Rhein. VII 1366. 1. a. 'wackeln, sich lose hin- und herbewegen, schlenkern', von Dingen, schlock(e)re (logərə, logrə) [verbr., Höh 78 Müller Dietschw 65 Don-Schowe Torscha Tscherwk Krämer Gal 187]; vgl. PfWB dotteln 1, PfWB gackeln1 1, PfWB gaukeln 1 a, PfWB juckeln II 1 a, PfWB jucken 1aδ, PfWB lappeln 1 a, PfWB lappern 1, lot teln 2 a, PfWB schlackern, PfWB schlappern 1, PfWB schockeln 5. Die Zähn schlockern [ RO-Lohnsf]. Die Hosse schlockern, von zu weiten Hosen [Kaislt]. Das Ei is faul, es schlockert (Bei faulen Eiern schwappt die Eimasse im Ei hin und her) [Frankth, mancherorts]. RA.: Mein Zahn schlockert wie e Leierzappe [ KL-Siegb]. — b. 'zittern, beben, schlottern' [verbr.]. Demm schlockren die Knie vor Angscht [PS-Rodalb (Bernhard 162)]. Guck emol, wie er schlockert [ KL-Matzb]. Do werren die Franzoseleit / So bleech un blaß un weiß wie Kreid / Un schlockeren an Been un Arem [Münch Werke I 171]. — 2. a. 'zittrig, unsicher gehen, wanken' [KU-Bedb Heinzhs Hundh ZW-Bottb LU-Friesh LA-Siebdg Schandein Ged. 248 Thielen 99]; Zs.: PfWB ane-, PfWB heimschlokkern. Er schlockert do anne wie e alder Mann [ RO-Obd]. Der schlockert 'rum, is dāb un' stumm, / Errt wie der ewig Judd erum [Schandein Ged. 136]. — b. 'langsam gehen, schlendern' [KB-Bubh Kühn Hamet 133]; Zs.: PfWB nachschlockern. — Südhess. V 451/52; RhWB Rhein. VII 1364/65.
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