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Schlier-backen bis Schließ-hafen (Bd. 5, Sp. 1087 bis 1089) | |||
Schlier-backen, m. Schliere, f. schlieren, schw. Schlieren1, m. Schlieren2, m. Schlieren-tal, n. Schlierer, m. schlierig, Adj. Schließe, f. schließen, st. Schließ-hafen, m. Schließ-korb, m. Schließ-kummet, n. schließlich, Adv. Schließ-loch, n. Schließ-nadel, f. Schließ-spengel, f. Schließung, f. Schlifer Schliff, m. Schliffel Schliffel-mühle, f. Schliffer1, m. Schliffer2 Schliff-loch, n. Schlimm schlimm, Adj. Schlimmassel Schlimmehl Schlimmer, m. schlimmern Schlinge, f. Schlingel, m. schlingeln, schw. schlingen1, st. schlingen2, st. Schlingen-leger, m. Schlinger, m. schlingern, schw. Schling-rose, f. Schlinke, f. Schlinkel, m., n. schlinkeln, schw. schlinken, schw. Schlinken-drücker, m. Schlinken-putzer, m. Schlinken-putzerin, f. Schlinken-räpperin, f. Schlinken-schlager, m. Schlinken-tür, f. Schlinker, m. schlinkern Schlinzel, m. Schlinzel-viertel, n. schlipp Schlippchen Schlippe Schlippen, m. Schlipper, m. Schlippschapp, m. schlipp-schlapp, Interj. Schlipp-schlapp-schlorum, Gen.? Schlipp-wiesen, Pl. Schlips, m. (f.) Schlirre Schlisser schlissig, Adj. Schlittchens, n. Schlittel1, m. Schlittel2, f. Schlittel-fahrt, f. schlitteln, schw. Schlitten, m. Schlitten-bahn, f. Schlitten-fahren, n. Schlitten-fahrt, f. Schlitten-kasten, m. Schlitten-lauf, m. Schlitten-partie, f. Schlitter, m. Schlitter-fahrt, f. Schlitter-lauf, m. Schlitter-läufer, Pl. Schlitter-lehne, f. schlittern, schw. Schlitt-haken, m. Schlittler, m. Schlitt-schuh, m. Schlittschuh-arm, m. Schlittschuh-dreher, m. Schlittschuh-fahrer, m. Schlittschuh-lauf, m. Schlittschuh-läufer, m. Schlittschuh-schlüssel, m. Schlitt-weg, m. Schlitz, m. Schlitz-auge, n. schlitz-augig, Adj. schlitzen, schw. Schlitzer, m. | 1. 'Wange mit Geschwürnarben', Schlierbacke [BZ-Albw Heeger Nachl.]; vgl. PfWB Schlier1 2. — 2. 'pockennarbiger Mensch' [ LU-Rh'gönh]. 1. 'auf einer Eisfläche ohne Schlittschuhe gleiten, schlittern', schliere (līrə) [verbr. Nordostecke der Pf, Krämer Gal 187]; vgl. K. 332; Syn. s. PfWB schleifen1 2. — 2. 'beim Gehen die Füße auf dem Boden schleifen lassen' [ FR-Mörsch LU-Fußgh Oggh]; vgl. PfWB schlurpsen 3. — RhWB Rhein. VII 1334 and. Bed.; DWB DWb. IX 690. 1. = PfWB Schlier1 1, Schlierer (līrer) [ WD-Niedkch]. De Sch. dreckt mer of, daß die Madeering 'Eiter' erauskummt [ebd.]. — 2. 'Hirschkäfer', Schlerer (lērər) [ KB-Bubh], Schläirer (lęirər) [ LA-Roschb], wohl Dissimilationsformen zu PfWB Schröter 1; Zs.: PfWB Baum-, PfWB Weinschlierer; Syn. s. PfWB Hirschkäfer 1. [Bd. 5, Sp. 1088] 1. 'Verschluß eines Wasserweges, Schleuse, Stauvorrichtung', z. B. an Mühlgräben, Brandweihern, Bewässerungskanälen, Schließ (līs) [mancherorts ges. Pf, Müller Dietschw 65 PfId. 125 Weber Mühlen 23 Wilms Alph. 49 Lambert Penns 135], Pl. -e [mancherorts]; vgl. PfWB Schließloch; Zs.: PfWB Bachschließe; die Sch. werd gestellt 'die Schleuse zum Bewässern der Wiese wird geschlossen' [ PS-W'fischb]; e Sch. mache, dass. [ PS-Haust]; die Sch. ziege 'das Staubrett aufziehen' [ PS-Erfw]. a. 1719: sambt denen schließen ahn denen Zwey abläßen für eine Mühle [SpeyHochst. Fasz. 1185]. a. 1790: wegen der Schließ in der Lauterbach [Gemeinderechnung KL-Olsbr]. — 2. a. 'Holzkeil, der seitlich zwischen Faßlager und Faß eingeschoben wird, damit das Faß nicht zur Seite rollen kann' [verbr., bes. Weinbaugebiete], da paarweise verwendet, häufig im Pl. Schließe gemeldet; Zs.: PfWB Faßschließe. — b. 'Klemmkeil, -ring für das Pflugmesser' [ PS-Wallhalb KL-Frankst]. — c. 'Befestigung für die Zughaken am Pferdekummet' [ KL-Stelzbg KB-Kriegsf]. — d. 'unteres Spannholz zwischen den Wagenleitern' [ LA-Böching]. — Südhess. V 435/36; RhWB Rhein. VII 1339/40; LothWB Lothr. 451; ElsWB Els. II 474. 1. a. α. 'zusperren, verschließen', nicht jedoch in der allg. Bed. von schd. 'schließen', für das mda. zumachen gilt, schließe (līsə) [verbr., Christmann Kaulb 27 Henn Mda.-Int. 99 Höh 64 Mang 136 Schneckenburger 41 Lambert Penns 135], Part. Perf. geschloß [WPf, Henn Mda.-Int. 99], g(e)schlosse [VPf]; Zs.: PfWB ab-, PfWB an-, PfWB auf-, PfWB aus- 1, PfWB ein-, PfWB zuschließen; en geschlossene Kiddel 'ein bis zum Hals verschließbarer Kittel' [ LU-Alsh]; e Schloß schließe 'ein Schloß abschließen' [ NW-Frankeck]. Die Dier sch. 'Die Tür absperren' [ ZW-Battw]. Der Schlissel schließt net [Krämer Gal 187]. Er is g'schlosse abgefihrt worre 'in Handschellen gefesselt abgeführt worden' [ LA-Nd'hochstdt]. RA.: ins Herz sch. 'lieb gewinnen' [ ZW-Battw, mancherorts]. — β. Die Wingert sch. 'Das Betreten der Weinberge zur Zeit der Lese für Nichtbefugte untersagen' [KB-Zell, verbr. Weinbaugebiete]. Das Schließen der Weinberge wird durch das Aufstecken eines Strohwischs, durch ein Strohseil an einer Stange, durch Dorngestrüpp, durch Aufhängen von Verbotstafeln oder durch Zeitungmeldung kundgetan. — b. α. 'sich schließen lassen' [mancherorts]. 's Fenschder schließt schwer [ NW-Kallstdt]. — β. 'wasserdicht abschließen, dicht sein' [mancherorts]. 's Faß schließt gut [ HB-Seyw, mancherorts]. — c. nur Part. Perf. geschloss(e) 'in dichtem Verbund, in geschlossener Formation' [mancherorts]. Die Trauwe sin (De Hängel, Klotz is) geschlosse 'Die Beeren der Weintraube stehen dicht zusammen' [ LU-Alsh, KU-Wolfst KB-Zell]. Sie sin noo de [Bd. 5, Sp. 1089] Singstunn geschlosse in die Wertschaft [ LU-Opp]. — 2. 'einen Vertrag, eine Ehe schließen' [verbr.]; Zs.: PfWB abschließen 2. SprW.: Gure Ehe werren im Himmel g'schlosse [ BZ-Dernb]. — 3. vgl. die Zs.: PfWB aus- 2, PfWB be-, PfWB entschließen. — Südhess. V 436/37; RhWB Rhein. VII 1334 ff; ElsWB Els. II 474; LothWB Lothr. 451.
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