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Schliefer bis Schlieren2 (Bd. 5, Sp. 1086 bis 1087) | |||
Schliefer, m. schliefer-dünn, Adj. schlieferig, Adj. schliefern, schw. Schlier1, m. (f.) Schlier2 Schlier-backen, m. Schliere, f. schlieren, schw. Schlieren1, m. Schlieren2, m. Schlieren-tal, n. Schlierer, m. schlierig, Adj. Schließe, f. schließen, st. Schließ-hafen, m. Schließ-korb, m. Schließ-kummet, n. schließlich, Adv. Schließ-loch, n. Schließ-nadel, f. Schließ-spengel, f. Schließung, f. Schlifer Schliff, m. Schliffel Schliffel-mühle, f. Schliffer1, m. Schliffer2 Schliff-loch, n. Schlimm schlimm, Adj. Schlimmassel Schlimmehl Schlimmer, m. schlimmern Schlinge, f. Schlingel, m. schlingeln, schw. schlingen1, st. schlingen2, st. Schlingen-leger, m. Schlinger, m. schlingern, schw. Schling-rose, f. Schlinke, f. Schlinkel, m., n. schlinkeln, schw. schlinken, schw. Schlinken-drücker, m. Schlinken-putzer, m. Schlinken-putzerin, f. Schlinken-räpperin, f. Schlinken-schlager, m. Schlinken-tür, f. Schlinker, m. schlinkern Schlinzel, m. Schlinzel-viertel, n. schlipp Schlippchen Schlippe Schlippen, m. Schlipper, m. Schlippschapp, m. schlipp-schlapp, Interj. Schlipp-schlapp-schlorum, Gen.? Schlipp-wiesen, Pl. Schlips, m. (f.) Schlirre Schlisser schlissig, Adj. Schlittchens, n. Schlittel1, m. Schlittel2, f. Schlittel-fahrt, f. schlitteln, schw. Schlitten, m. Schlitten-bahn, f. Schlitten-fahren, n. Schlitten-fahrt, f. Schlitten-kasten, m. Schlitten-lauf, m. Schlitten-partie, f. Schlitter, m. Schlitter-fahrt, f. Schlitter-lauf, m. Schlitter-läufer, Pl. Schlitter-lehne, f. schlittern, schw. Schlitt-haken, m. Schlittler, m. Schlitt-schuh, m. Schlittschuh-arm, m. Schlittschuh-dreher, m. Schlittschuh-fahrer, m. Schlittschuh-lauf, m. Schlittschuh-läufer, m. Schlittschuh-schlüssel, m. | 1. a. 'in die Haut eingedrungener Holzsplitter, Dorn u. ä.', Schliwwer (liwər) [verbr. (außer SOPf mit Spreißel), Christmann Kaulb 16 Kühn Hamet 133 Mang 121 Müller Dietschw 65 Thielen 99 PfId. 125 Lambert Penns 135 mancherorts Don Krämer Gal 187]. Ich han e Sch. in die Hand kriet [ KU-Trahw]. Owends hattmer als Teer zwische de Zehe gehatt un Schliwwer unner de Haut [Damm Nawwel 43]. — b. 'Holzsplitter, -span', in allg. Bed. [mancherorts ges. Pf]. Er hot en grouße Sch. (aus einem Baumstamm) erausgehackt [ BZ-Dernb]. Volksgl.: Wammer Zahnweh hot, soll mer 'n Sch. nemme vumme Baam wu 's Gewitter neing'schlage hot un demit im Zahn rumstärre bis er blut [Fogel Beliefs Penns Nr. 1640]. — c. 'Bruchstück'. E Schliwwerle (Dim.) is vum Zahn abgefahre 'Ein Stückchen ist vom Zahn abgebrochen' [ LU-Alsh]. — 2. übertr. a. 'kleiner, schwächlicher, dürrer Mensch' [ KL-O'arnb PS-Schmalbg Pirmas]. — b. 'große, kräftige Person' [PS-Rodalb (Bernhard 162)]. — c. 'Kleinigkeit, Rest' [vereinzelt]. Siehsche, der winzig klääne Sch. vum Sunneschein hat gut gedaan [Fuhrmann 5]. — d. 'Geld, Markstück'; fer värrzich Dollar, liewer Schwan, / (dess sinn rund hunnert deitsche Schliwwer!) [Damm Nawwel 21]. — Südhess. V 438/39; RhWB Rhein. VII 1322/23 Schliber; ALLG I 212; ElsWB Els. II 455 Schliffer, ALA I 266. 1. 'splitterig, gespalten, aufgerissen', schliwwerich (liwəriχ) [SOPf (Heeger Nachl.) IB-Blieskst (PfId. 124) PS-Burgalb RO-Odh, Lambert Penns 135]. — 2. 'verschlissen, wertlos, armselig' [vereinzelt]. E Jammerg'stalt. - Krakehlig, wacklig, dormlig, schliwrig, / Vum Gottesbild isch nix meh üwrig [Heinrich 19]. — 3. 'problematisch, heikel'; e schliwwerigi G'schicht 'eine schwierige Angelegenheit, die nicht glatt geht' [ NW-Haßl Spey]. — Südhess. V 439; RhWB Rhein. VII 1324. 1. 'splittern, in Splitter zerfallen', schliwwere (liwərə) [RO-Odh BZ-Dernb Lambert Penns 135]; Zs.: PfWB ab-, PfWB verschliefern. — 2. Part.: geschliwwert(e) voll 'randvoll, übervoll' s. PfWB geschlibertevoll. — Südhess. V 439/40; RhWB Rhein. VII 1324. 1. 'größeres Geschwür, Eiterbeule, Furunkel', Schlier (līr) [KU-Bedb Brück [Bd. 5, Sp. 1087] Elschb Kaulb Kus Reichsth Rothsbg WD-Niedkch HB-Einöd ZW-Battw Krähbg Schmitshs RO-Dielkch Feilbg Kalkof Lettw Sippf KL-Hütschhs Mackb Reichb Stelzbg Weilb PS-Geisbg KB-Dannfs Kriegsf Marnh LU-Limbghf Lu'haf Opp NW-Frankeck LA-Edh Gommh Herxh BZ-Dernb GH-Kand Christmann Kaulb 27 Heeger Vhk. 103 Mang 136 Pauli Heilm. 129 PfId. 125 Lambert Penns 135 Don-Gert Gottlob Heufeld Schowe Torscha Tschest Krämer Gal 187 Buch-Illisch Satulmare A'frat], Schleer [ ZW-Gr'bundb Gal-Bruckenthal]; Gen. f. nur LU-Opp, sonst m.; Pl. Schlier [ GH-Kand], Schliere [ LA-Herxh]; vgl. PfWB Geschlier, PfWB Schliebe 1 c, PfWB Schlierer, PfWB Schwären; Zs.: PfWB Pestschlier. Er hot e Sch. am Hals [ LA-Gommh]. Volksmed.: Brauchspruch gegen Geschwüre: Der Sch. un der Drach / gehn miteinander über die Bach, / der Drach, der muß trinken, / der Sch. muß versinken [ KL-Hütschhs]. — 2. 'von einem Geschwür herrührende Narbe' [mancherorts SOPf (Heeger Nachl.)]. — Mhd. slier, sliere 'Geschwür, Beule' ( Lexer Lexer II 975). — Südhess. V 435; RhWB Rhein. VII 1333; ElsWB Els. II 471; DWB DWb. IX 688/89. 1. 'Wange mit Geschwürnarben', Schlierbacke [BZ-Albw Heeger Nachl.]; vgl. PfWB Schlier1 2. — 2. 'pockennarbiger Mensch' [ LU-Rh'gönh]. 1. 'auf einer Eisfläche ohne Schlittschuhe gleiten, schlittern', schliere (līrə) [verbr. Nordostecke der Pf, Krämer Gal 187]; vgl. K. 332; Syn. s. PfWB schleifen1 2. — 2. 'beim Gehen die Füße auf dem Boden schleifen lassen' [ FR-Mörsch LU-Fußgh Oggh]; vgl. PfWB schlurpsen 3. — RhWB Rhein. VII 1334 and. Bed.; DWB DWb. IX 690.
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