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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Schlichte bis Schlicken-fischbach (Bd. 5, Sp. 1084 bis 1085)
 
Schlichte, f. m.
Schlicht, f. m.
schlichten, schw.
Schlicht-hobel, m.
Schlicht-holz, n.
schlichtig, Adj.
Schlicht-kopf, m.
Schlick1, f.
Schlick2, m.
Schlick3
schlicken
Schlicken-fischbach, ON
schlick-schlick
schlicksen
Schlickser
Schliebe, f.
Schlippe, f.
Schliefe
Schliefer, m.
schliefer-dünn, Adj.
schlieferig, Adj.
schliefern, schw.
Schlier1, m.  (f.)
Schlier2
Schlier-backen, m.
Schliere, f.
schlieren, schw.
Schlieren1, m.
Schlieren2, m.
Schlieren-tal, n.
Schlierer, m.
schlierig, Adj.
Schließe, f.
schließen, st.
Schließ&#x-hafen, m.
Schließ-korb, m.
Schließ-kummet, n.
schließlich, Adv.
Schließ-loch, n.
Schließ-nadel, f.
Schließ-spengel, f.
Schließung, f.
Schlifer
Schliff, m.
Schliffel
Schliffel-mühle, f.
Schliffer1, m.
Schliffer2
Schliff-loch, n.
Schlimm
schlimm, Adj.
Schlimmassel
Schlimmehl
Schlimmer, m.
schlimmern
Schlinge, f.
Schlingel, m.
schlingeln, schw.
schlingen1, st.
schlingen2, st.
Schlingen-leger, m.
Schlinger, m.
schlingern, schw.
Schling-rose, f.
Schlinke, f.
Schlinkel, m.,  n.
schlinkeln, schw.
schlinken, schw.
Schlinken-drücker, m.
Schlinken-putzer, m.
Schlinken-putzerin, f.
Schlinken-räpperin, f.
Schlinken-schlager, m.
Schlinken-tür, f.
Schlinker, m.
schlinkern
Schlinzel, m.
Schlinzel-viertel, n.
schlipp
Schlippchen
Schlippe
Schlippen, m.
Schlipper, m.
Schlippschapp, m.
schlipp-schlapp, Interj.
Schlipp-schlapp-schlorum, Gen.?
Schlipp-wiesen, Pl.
Schlips, m.  (f.)
Schlirre
Schlisser
schlissig, Adj.
Schlittchens, n.
Schlittel1, m.
Schlittel2, f.
Schlittel-fahrt, f.
schlitteln, schw.
Schlitten, m.
Schlitten-bahn, f.
Schlitten-fahren, n.
Schlitten-fahrt, f.
   Schlichte f., Schlicht m.:
1.
a. 'klebriger Mehl-, Kartoffelbrei, Seifenbrühe, mit der der Weber die Kettfäden glättet', Schlicht (liχd) [vereinzelt NWPf KU-Kaulb LA-Venn BZ-Dernb]; vgl. PfWB geschlicht. —
b. der Schlicht 'Kleistermasse, mit der Wagenplanen wasserdicht gemacht werden' [Beam Penns 93]. —
2. 'durch den Wald gehauener gerader Weg' [ FR-Kl'karlb NW-Kallstdt]; vgl. PfWB Schleiße 3, PfWB Schneise.
3. FlN, amtl. An der Schlicht, mda. An der Schleecht [ KU-Rammb]. a. 1528: am Eichelberg die Schlicht offen [StArch. NW-Deidh Urk. 4]. a. 1717: uff der Schlicht [SSp Schatzungsbuch Nr. 18a, S. 1086 (KL-Nanzdzw)]. — Mhd. slihte 'Glätte, gerader Weg, Ebene' u. a. ( Lexer Lexer II 978/ 79). — Südhess. V 432; RhWB Rhein. VII 1325/26; LothWB Lothr. 450; ElsWB Els. II 451; DWB DWb. IX 666 ff.; Ramge HFA 96.
 
  
schlichten schw.:
1.
a. 'die Kettfäden mit Schlichte 1 a glätten', schlichde (liχdə) [ KU-Kaulb]; Zs.: PfWB einschlichten. —
b. 'Holz im Maß (Ster, Klafter) aufschichten', Forstausdr. [ BZ-O'schlettb]. —
c. vgl. PfWB abschlichten. —
2. 'einen Streit besänftigen, beilegen' [verbr., Lambert Penns 135 Krämer Gal 187]; Hännel (Streit) sch. [ KL-Nanzdzw, mancherorts]. — Südhess. V 432; RhWB Rhein. VII 1326/27; LothWB Lothr. 450; ElsWB Els. II 451.
 
 
Schlicht-hobel m.: 'Hobel mit einer geraden Klinge zum Ebnen, Glätten von Flächen', Schlichthowwel [KU-Kaulb RO-Gundw BZ-Dernb Lambert Penns 135]; vgl. Putz-, PfWB Schrupphobel. a. 1778: Inventar eines Zimmermanns: 2 Seegheffter 1 gesims hobel ... 1 schlicht hobel [SSp v. d. Leyen Fasz. 100 (BZ-Wernbg)]. Südhess. V 432; RhWB Rhein. VII 1327; ElsWB Els. I 299. — -holz n.:
1. 'Werkzeug des Metzgers zum Reinigen, Abschaben der umgewendeten Därme', -holz [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB Schleimholz. —
2. 'Glättwerkzeug des Schusters' [Lambert Penns 135]. — RhWB Rhein. VII 1327 and. Bed.
 
  
schlichtig Adj.:
1. 'dicklich, sämig', von Suppen, Soßen, schlichdich (liχdiχ) [IB-Ensh (Glass 103) KL-Hirschhn PS-Saalstdt LA-Land Siebdg Gal-

[Bd. 5, Sp. 1085]
Dornf]; vgl. PfWB geschlicht, PfWB schlachtig 1; sch. mache 'eine Suppe, Soße durch Zugeben von Mehl eindicken' [ KL-Hirschhn]. Ou, die Grumbiersupp isch heijt aarich schl. [Glass 103]. — Abl. zu PfWB Schlichte 1 a, im Sinne von 'die Beschaffenheit der Schlichte habend'. —
2. vgl. PfWB hinterschlichtig. — Südhess. V 432; RhWB Rhein. VII 1327; ElsWB Els. II 451.
 
  
Schlicht-kopf m.: FlN, amtl. Schlichtkopf, mda. Schleechtkopp [ LU-Neuhf]; vgl. PfWB Schlichte 3.
 
  
Schlick1 f.:
1.
a. 'junge Ente', an einigen Orten nur in der Kinder- oder Ammenspr., Schlick (lig) [ RO-Ransw PS-Zesbg FR-Kl'niedh NW-Deidh SP-Heiligst BZ-Nd'horb], häufig nur Dim.: Schlickche [KU-Hefw Kaulb Odb ZW-Bechhf Gr'bundb RO-Sippf KL-Matzb U'sulzb Wörsb PS-Windsbg FR-Tiefth BZ-Annw], Schlickelche [ KU-Hefw RO-Schiersf KL-Siegb KB-Bubh], Schlickel [ PS-Vinn SP-Mechth LA-Knöring]; Dim. Pl. Schlickcher [ KU-Kaulb NW-Kallstdt], Schlickelcher [ KU-Kaulb LU-Altr GH-Schwegh], Schlicklich [ LA-Essing BZ-Dierb]; auch mit Reduplikation: Schlickschlick [ LU-Friesh], Schlickschlickele [ GH-Jockgr]; vgl. PfWB Lell, PfWB Wulle. —
b. 'junge Gans' [ LA-Altd]; vgl. PfWB Guß2 1 a. —
2.
a. 'Lockruf für Enten' [mancherorts ges. Pf.]; vgl. PfWB Schluck 2. Schlick, Schlick! [ NW-Haßl, mancherorts]. Schlick, Schlick, Schlick! [ HB-Limb, mancherorts]. Kamm (Komm, Kumm), Schlick, Schlick, Schlick! [ ZW-Bechhf, mancherorts]. —
b. 'Lockruf für Gänse' [ LU-Friesh NW-Frankeck LA-Altd]. — Südhess. V 432; RhWB Rhein. VII 1327; ElsWB Els. II 462.
 
  
Schlick2 m.: 'feiner Schlamm', Schlick [ HB-Einöd]; vgl. altmda. PfWB Schleich 1 a. Südhess. V 432/33.
 
 
Schlick3 'Schlund' s. PfWB Schlücke; schlicken s. PfWB schlücken.
 
  
Schlicken-fischbach ON: fiktiver Ortsname zur Bezeichnung einer entlegenen Gegend im Westrich. Er is aus Schlickefischbach [ LU-Opp].