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Schleime bis Schleim-scheißer (Bd. 5, Sp. 1072 bis 1074) | |||
Schleime, f. schleimen, schw. Schleimer1, f. Schleimer2, m. schleimern, schw. Schleim-fieber, n. Schleim-holz, n. schleimig, Adj. Schleim-lecker, m. Schleim-pumper, m. Schleim-scheißer, m. Schleim-schisser, m. Schleim-suppe, f. Schleiß-berg, m. Schleiße, f. Schleize, f. Schleißel, n. schleißen, st., schw. schleizen, st., schw. Schleißen-schlag, m. schleißig, Adj. Schleit, FlN Schlei-thal, ON Schleize schleizen Schleizer, m. Schlemberte Schlemihl, m. schlemihlig, Adj. Schlemmer, m. Schlempe1, f. Schlempe2 Schlempels-turm, m. schlempen, schw. Schlemperte Schlender, Gen.? schlendern, schw. Schlendrian, m. schlendrig, Adj. Schlenke Schlenkel schlenkeln, schw. Schlenken schlenken Schlenker1, f., m. Schlenker2 Schlenker-bahn, f. Schlenker-bein, n. Schlenker-bine, f. Schlenkerchens, n. Schlenkerer Schlenker-hannes, m. schlenkerig, Adj. Schlenker-kopf, m. Schlenker-liese, f. Schlenker-maschine, f. schlenker-maulig, Adj. Schlenker-mazurka, m. schlenkern, schw. Schlenker-partie, f. Schlenker-pflug, m. Schlenker-sakrament, n. Schlenz-auge, n. Schlenze, f. m. Schlenzen, f. m. schlenzeln, schw. schlenzen Schlenzen-peter, m. Schlenzer, m. schlenzig, Adj. Schleppchen, n. Schlepp-dampfer, m. Schleppe, f. schleppeln schleppen1, schw. schleppen2 Schlepp(en)-schlecker, m. Schlepp(en)-träger, m. Schlepper1, m. Schlepper2 Schlepperei, f. Schleppet, f. Schlepp-garn, n. Schlepp-kahn, m. Schlepp-kleid, n. Schleppler Schlepp-madam, f. Schlepp-säbel, m. Schlepp-schiff, n. Schlepp-tau, n. Schlepp-zug, m. Schleraffe Schlere Schlerre Schlerr-maul Schlesinger, m. Schletten-bach, ON Schletzel, n. Schleuder, f. Schleuder-faß, n. | 1. a. 'Schleim absondern', schleime (lḁimə) [ LU-Opp], schlimme [IB-Ensh (Glass 104)]; vgl. PfWB Abschleimen; Zs.: PfWB verschleimen. Die Nas schleimt [ebd.]. — b. 'von Schleim befreien, reinigen', schleime [Pirmas], schlimme [ IB-Bliesmg/Bolch], sonst nur in den RA.: de Gumme (Gaumen) sch. 'jemandem gehörig die Meinung sagen, zurechtweisen, maßregeln, verhauen' [KL-Weilb, mancherorts, Kühn Hamet 133 Schandein Sprachsch. 59]; vgl. PfWB ausschleimen; die Gummer sch., dass. [ LU-Opp, verein- [Bd. 5, Sp. 1073] zelt]; de Kimmel sch., dass. [ KL-Stelzbg NW-Ungst]; die Lewwer sch., dass. [LA-Venn, mancherorts, PfId. 124]. Dem hun ich de Gumme geschleimt [RO-Sippf]. — 2. a. 'auf einer Eisfläche ohne Schlittschuhe gleiten, schlittern', schleime (laimə, lḁimə) [verbr. SOPf], schläime (lęimə) [ GH-Leimh], schlame (lāmə) [ BZ-Nd'horb]; vgl. PfWB Hockeschleimens, PfWB schleimern; Syn. s. PfWB schleifen1 2 und K. 332. — b. 'beim Gehen die Füße auf dem Boden schleifen lassen' [ PS-Gersb FR-Lambsh LA-Kl'fischl Nußd Queichh Siebdg BZ-Wernbg]; vgl. PfWB schleimern 2, PfWB schlurpsen 3. — In Bed. 2 zeigt sich noch unmittelbar die ursprüngliche Bed.: *slei- 'gleiten, glatt' (Kluge-Seebold22 637). — RhWB Rhein. VII 1306. 1. a. 'herabhängender Nasenschleim', Schleime [Zweibr (Wilms Alph. 48)]; vgl. PfWB Schlunker 3 b. — b. 'von Abputzen der Nase am Ärmel entstandene Schleimspur' [Ingb]. Er hat e Sch. offem Ärmel [Ingb]. — 2. a. 'langsamer, langweiliger, träger Mensch' [ KU-Adb KL-Ottb Kaislt Olsbr KB-Marnh NW-Lambr Meckh LA-Queichh]. — b. = PfWB Feigling [ KU-Erdb LU-Assh Dannstdt LA-Leinsw BZ-Apphf]. — Südhess. V 418/19. 1. 'auf einer Eisfläche ohne Schlittschuhe gleiten, schlittern', schleim(e)re (laimərə, laimrə; -ḁ-) [verbr. Südteil der WPf (außer lothr. SWPf) mancherorts SOPf, Heeger Südostpf. 10 Mang 122 Müller Dietschw 64 Don-St. Andreas Biled Werb Krämer Gal 187 Rußl-Katht Landau Speyer Sulz], schlimmere (limərə) [lothr. SWPf, mancherorts Don]; vgl. PfWB Geschleimers, PfWB schleimen 2 a; Syn. s. PfWB schleifen1 2 und K. 332; Eichhoff WA 54. Wanns Äis fescht genunk gefror isch, derf mer a druf sch. [ IB-Ommh]. De schmale huwwelische Pad / erunner dut es Glattejs blinke / un schleimere zwei Lejtcher hin / zum Städtche, wo se drunne siehn [Kraus Unser Babbe 33]. VK.: Die Spinnerinnen gingen in der »langen Nacht« (21. Dez.) auf die Straße schleimere und Schlitten fahren [Grünenwald 26]. — 2. 'beim Gehen die Füße auf dem Boden schleifen lassen', schleim(e)re [mancherorts SPf], schlimmere [ IB-Reinh]; vgl. PfWB schleimen 2 b, PfWB schlurpsen 3. — Intensivabl. zu PfWB schleimen 2. — RhWB Rhein. VII 1306; LothWB Lothr. 451 schlimmeren; ElsWB Els. II 463 schlimeren. [Bd. 5, Sp. 1074] [SOPf (Heeger Nachl.) Heeger Vhk. 32]; vgl. PfWB Nervenfieber. RhWB Rhein. VII 1305; ElsWB Els. I 90 Schlimfieber. — -holz n.: 'Werkzeug des Metzgers zum Reinigen, Abschleißen der Därme', -holz [ RO-Dielkch]; vgl. PfWB Schlichtholz 1. 1. = PfWB Feigling, Schleimscheißer [Thielen 99], -schisser [mancherorts, Kamm 57 Otterstetter 263]. — 2. a. 'gedrückter, unentschlossener Mensch', Schleimschisser [Pirmas (Kieffer 70)]. — b. 'wer es jedem recht machen will, Leisetreter' [ HB-Nd'bexb]. — 3. Schimpfwort [Wilms Alph. 48]. — Südhess. V 419; RhWB Rhein. VII 1305. —
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