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Schleich bis schleichig (Bd. 5, Sp. 1058 bis 1060) | |||
Schleich, m. schleich Schleich-auto, n. Schleich-boden, m. Schleich-brett, n. Schleiche schleichen, st. Schleicher, m. Schleicherin, f. Schleich-handel, m. schleichig, Adj. Schleich-katze, f. Schleich-kuppe, f. Schleich-sand, m. Schleich-weg, m. schleich-weiden, schw. Schleich-wein, m. Schleid-berg, m. Schleide, f. Schleid-gärten, Pl. Schleid-graben, m. Schleie, f. Schleier, m. Schleier-blüte, f. Schleier-eule, f. Schleier-gras, n. schleier-haft, Adj. Schleier-hut, m. Schleier-kiste, f. Schleier-kraut, n. schleiern Schleif+-acker, m. Schleif-arsch, m. Schleif-bach, f. Schleif-bahn, f. Schleif-bock, m. Schleife1, f. Schleife2, f. Schleif-egge, f. schleifen1, st. schleifen2, schw. schleifen-gehen, st. schleifen-lassen, st. Schleifer1, m. Schleifer2, m. Schleiferei1, f. Schleiferei2, f. Schleifer-konrad, m. Schleifet, f. Schleif-garn, n. Schleif-gras, n. Schleif-hebel, m. Schleif-holz, n. Schleif-hubel, m. Schleif-hübel, m. schleifig, Adj. Schleif-karch, m. Schleif-kasten, m. Schleif-kette, f. Schleif-kleid, n. Schleif-mühle, f. Schleif-netz, n. Schleif-prügel, m. Schleif-quecke, f. Schleif-rebe, f. Schleif-rechen, m. Schleif-riemen, m. Schleif-ring, m. Schleif-rock, m. Schleif-schiene, f. Schleif-schuh, m. Schleif-stein, m. Schleifstein-bock, m. Schleifstein-drehe, f. m. Schleifstein-dreher, f. m. Schleifstein-gestell, n. Schleif-trog1, m. Schleif-trog2, m. -waage, f. -walzer, m. -weg, m. -weide, f. Schleim, m. Schleim-blase, f. Schleime, f. schleimen, schw. Schleimer1, f. Schleimer2, m. schleimern, schw. Schleim-fieber, n. Schleim-holz, n. schleimig, Adj. Schleim-lecker, m. Schleim-pumper, m. Schleim-scheißer, m. Schleim-schisser, m. Schleim-suppe, f. Schleiß-berg, m. Schleiße, f. Schleize, f. | 1. a. 'vom Wasser angeschwemmter feiner Sand oder dünner Schlick, der sich in Wasserläufen, Gräben, Pfützen, Wasserleitungen oder auf Wegen absetzt', Schleich (laiχ) [verbr. NWPf mancherorts übrige NPf nördl. VPf HB-Brenschb PS-Geisbg, Thielen 99], (lāiχ) [ RO-Wintbn]; Gen. m. vorherrschend, Gen. n. PS-Geisbg; Zs.: PfWB Bach-, PfWB Glanschleich. — b. 'Schlamm, Morast allgemein' [mancherorts NWPf]; Syn. s. PfWB Baberatsch. — c. α. 'Bodenart zwischen Lehm und Sand, sandiger Lehm', Schleich [ KU-Hohöll], Schlaisch (lāi) [ LU-Altr]; vgl. PfWB Schleichboden. — β. 'leichte tonige Erde' [Bd. 5, Sp. 1059] Schleich [ KU-Odb]. — γ. vgl. PfWB Butterschleich. — d. 'nasse Stelle einer Wiese' [ LU-Muttstdt]; vgl. PfWB Schlauch 3; Syn. s. PfWB Wassergalle. — 2. a. 'Froscheier' [ BZ-Annw]; Zs.: PfWB Frosch(en)-, PfWB Krottenschleich. — b. 'zartes Darmfett', die Schleich f. [ BZ-Dernb]; Zs.: PfWB Darmschleich. — Mhd. slîch 'Schlick, Schlamm' ( Lexer Lexer II 973). — Südhess. V 407; RhWB Rhein. VII 1288/89; DWB DWb. IX 560. 1. a. 'leise, geräuschlos, behutsam, möglichst unbemerkt gehen', schleiche (laiχə) [verbr. (außer lothr. SWPf), Christmann Kaulb 73 Heeger Südostpf. 28 Höh 89, 129 Müller Dietschw 64 Lambert Penns 135], schleische (laiə) (neuer) [mancherorts, Henn Mda.-Int. 99 Schneckenburger 53], schliche (liχə) [lothr. SWPf (Keiper Nachl.)]; Part. Perf. g(e)schliche [VPf, Lambert Penns 135], g(e)schleche [mancherorts SOPf, Heeger Südostpf. 9], geschlich [ RO-Obd KL-Matzb Kaislt], geschlech [KU-Kaulb Kreimb Schmittw/O ZW-Hornb RO-Dielkch KL-Reichb KB-Biedh Kerzh Mang 98], geschlesch [Henn Mda.-Int. 99]; Zs.: PfWB an-, PfWB dahin- 2, PfWB durch-, PfWB ein-, PfWB er-, PfWB ver- 2, PfWB fort-, PfWB heim-, PfWB heran-, PfWB heraus-, PfWB herein-, PfWB her-, PfWB herum-, PfWB herunter-, PfWB hin-, PfWB hinüber-, PfWB hinunter-, PfWB nach-, wegschleichen. De Gauner hot sich ins Haus geschlech [ KU-Schmittw/O]. Der is so leis geschlech, daß mer kän Tritt geheert hat [ KL-Reichb]. Eich glaab, du schleichscht däglich so zwische Daag un Siehschtmichnet im Dorf erum farr se lauschdere [NPfGV 8/1934]. RA. und Vergleiche: Er schleicht wie e Katz [ NW-Frankeck]; wie e Luchs [ ZW-Battw]; wie e Fuchs [ KB-Bennhs]; wie e Hex [ BZ-Annw]; wie e Dieb in de Nacht [ ZW-Battw]. — b. 'allmählich anbrechen, herankommen', in dem VR.: Auf de goldne Wisse / Kummt de Summer g'schliche, den ganzen VR. s. PfWB Sommertag 2 [Wilde 269, Carl Pfalz im Jahr 105]. — 2. 'langsam, mühsam gehen; kriechen' [mancherorts]; Zs.: PfWB ane-, PfWB daher-, PfWB dahinschleichen. Er is hinnenoo geschlech kumm [ KU-Schmittw/O]. Guck emol, wie er geschlich kommt [ KL-Matzb]. RA.: Der schleicht wie e Schneck iwers Stoppelfeld [ Buch-St. Onufry]. Der kommt mer grad geschlich!, iron., abweisend 'Der kommt mir gerade recht! Der soll sich in Acht nehmen! Dem werde ich meine [Bd. 5, Sp. 1060] Meinung sagen!' [Rockhs, mancherorts]. — Südhess. V 408/09; RhWB Rhein. VII 1289; LothWB Lothr. 450; Els. II 449, ALA II 241. 1. a. 'wer schleicht, sich schleichend bewegt', Schleicher [ FR-Bockh LU-Altr]; vgl. PfWB Schlicher 1 a. VR.: Die Kräckser un die Schleicher / werrn deck 'oft' an Johre reicher / wie Leit met dicke Baicher [Kaislt]. — b. vgl. PfWB Ohrenschleicher. — c. 'lautloser Furz' [Lambert Penns 135]. — 2. 'heimtückischer, hinterlistiger Mensch; wer mit heimlichen Machenschaften seine Ziele zu erreichen sucht' [Kaislt FR-Bockh LU-Alsh Altr BZ-Dernb]; vgl. PfWB Schlicher 2. — 3. Pl. 'leichte Schuhe mit Gummi- oder Tuchsohlen', Schleicher [ LU-Alsh]. — Südhess. V 409; RhWB Rhein. VII 1290; LothWB Lothr. 450. 1. 'weibliche Person, die sich schleichend bewegt', Schleichern [ FR-Bockh]; vgl. PfWB Schleicher 1 a. — 2. 'heimtückische, hinterlistige weibliche Person' [ FR-Bockh BZ-Dernb].
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