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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Linden-born bis Linderung (Bd. 4, Sp. 992)
 
   Linden-born, -brunnenm.: FlN, amtl. Am Lindenborn [ HB-Höch], Am Lindenbrunnen [ KB-Rams NW-Hardbg]. — -feld ON: Dorf in Gal, Lindefeld. Neckname für die Einwohner: Lindefelder Haiochse [ Gal-Dornf]. VR. s. Dornfeld. — -holz n.: wie schd. Holzkohle vun Linneholz sin am beschde (zum Zähneputzen), die muß mer vedricke zu Bulver [ LU-Alsh/Gr]. Südhess. IV 349; Rhein. V 477. — -honig m.: 'Honig von Lindenblüten', Linne-, Lindehonich, -hunnich, -honich, s. PfWB Honig [mancherorts]. — -kopf m.: FlN, mda. Linnekopp [ KB-Rams], Linneköpp Pl. [Kaislt (Zink Kaislt 55, 170)]. — -pfuhl m.: FlN, amtl. Lindenpfuhl [ FR-Tiefth]. — -schmied m.: Ritter aus dem 15. Jh., der als Lindenschmitt in Sage und Volkslied der Pfalz weiterlebt [Becker Vk. 128, 201]. — -schreiner m: Übername. »In Sembach gibt es einen Linnenschreiner, so genannt, weil sein Wohnhaus an der Kaiserstaße steht, die mit Linden bepflanzt ist. Er hat noch einen anderen Namen: Kanzelschreiner, der aber nicht etwa daher rührt, daß er viele Kanzeln angefertigt hätte, nein! An der Straßenseite seines Hauses führt eine hölzerne Treppe empor, die oben kanzelartig überdacht ist« [NPfGV 6/1935]. — -tal n.: FlN, amtl. Lindenthal, -tal [ KL-H'spey Stelzbg KB-Eisbg].
 
  
lindern schw.: wie schd., linn(e)re [verbr., Christmann Kaulb 15 Mang 100]; de Schmerz (Kummer) l. [verbr.]. Die Zeit werd schun ehre Schmerz l. [ LU-Opp]. Südhess. IV 349; RhWB Rhein. V 477.
 
  
Linderung f.: wie schd., Linnering [RO-Lettw

[Bd. 4, Sp. 993]
KL-Gimsb u. Umg. NW-Haßl Spey Schandein Ged. 54], Linnerung [mancherorts, Christmann Kaulb 84 Müller Dietschw 48]. Er hot gar kään L. gespeert [ BZ-Dernb]. Besserungswunsch an Kranke: Ich winsch (guri) L.! [ FR-Tiefth, KU-Brück RO-Als]. Südhess. IV 349/50; RhWB Rhein. V 477.