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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Lehrer bis Lehr-jahr (Bd. 4, Sp. 884 bis 885)
 
Lehrer, m.
Lehrerei, f.
Lehrerin, f.
Lehrers-frau, f.
Lehrersin
Lehrer(s)-sohn, m.
Lehrer(s)-stube, f.
Lehrer(s)-zimmer, n.
Lehr-geld, n.
lehrig, Adj.
Lehr-jahr, n.
Lehr-junge, m.
Lehr-knecht, m.
Lehrling, m.
Lehrlings-zeit, f.
Lehr-mädchen, n.
Lehr-mädel, n.
Lehr-meister, m.
Lehr-saal, m.
Lehr-stand, m.
Lehr-stunde, f.
Lehr-vertrag, m.
Lehr-werkstatt, f.
Lehr-zeit, f.
Lei
Leib, m.
Leib-arzt, m.
Leib-bete
Leib-biene, f.
Leib-bild, n.
Leib-binde, f.
Leibchen, n.
Leibel, n.
Leibchens-hosen, Pl.
Leib-diener, m.
Leib-ding, Gen.?
Leibe
leib-eigen, Adj.
Leibeigenschaft, f.
Leibel
Leibel(s)-knöpfe, Pl.
Leibel(s)-sack, m.
Leibel(s)-wurst, f.
leiben, schw.
Leiber, m.
Leibes+-bete, f.
Leib-, f.
Leibes-erbe, m.
Leibes-not, f.
Leibes-schwachheit, f.
Leib-essen, n.
Leib-gericht, n.
leibhaftig, Adj.
Leib-hosen, Pl.
Leib-husar, m.
leibig
Leib+-jäger, m.
Leib-kleid, n.
Leib-kost, f.
Leib-kribbeln(s)
leiblich, Adj.
leib-los, Adj.
Leib-regiment, n.
Leib-reißen, n.
Leib-riemen, m.
Leib-schaden, m.
Leibschaden-operation, f.
leib-schichtig, Adj.
Leib-schmerzen, Pl.
Leib-schurz, m.
Leib-schüssel, f.
Leib-speise, f.
Leib-spezel, m.
Leib-stück, n.
Leib-stuhl, m.
Leib-und-Seele, Pl.
Leib-und-Seele-aneinander, Pl.
Leib-und-Seele-an-einem, Gen.?
Leib-und-Seele-buckse, f.
Leib-und-Seele-hosen, Pl.
Leib-und-Seele-unterhosen, Pl. f.
Leib-und-Seele-unterhose, Pl. f.
Leibung, f.
Leib-wäsche, f.
Leib-weh, n.
Leibweh-schmerzen, Pl.
Leib-wirtschaft, f.
Leich-dorn, m.
Leiche, f.
Leicht, f.
Leich(en)-ansager, m.
Leich(en)-befahrer, m.
Leich(en)-beschau, f.
Leich(en)-beschauer, m.
Leich(en)-besorger, m.
Leich(en)-bitter, m.
Leichenbitter-gesicht, n.
Leichenbitter-miene, f.
leichen-blaß, Adj.
Leich(en)-brezeln, Pl.
   Lehrer m.: wie schd., Lehre(r) (lērə, lēərə, lǟrə; -ər, -Ä) [verbr. (neben älterem Schulmeister u. PfWB Schullehrer)], Lehre [verbr. Don Krämer Gal 140], Lehrer [Lambert Penns 98], 'L. der Sonntagschule' [Beam Penns 64]; Zs.: PfWB Tanz-, PfWB Dorfschul-, PfWB Turn-, PfWB Groß-, PfWB Kleinschul-, PfWB Ober-, PfWB Schreib-, PfWB Schul-, Wanderlehrer; vgl. PfWB Großschule, PfWB klein 1 cγ; de groß L., de kleen (klaan, kloon) L. 'L. der Unter-, der Oberstufe in der Volksschule' [verbr.], der owerscht L. 'L. der Oberstufe' [ KL-Reichb]; 'n gurer, (braver, strenger) L. [verbr.]; die Fraa L. 'die Gattin des Lehrers' [ LU-Friesh]; Grußformel: Gun Dach, Herr L.! [verbr.]. Bei dem L. lerne die Kinn eppes [ RO-Als]. Das Kind wird so entschuldigt: Herr L., unser Seppl kann heit net in d' Schul; er hot 'n dicke Backe [ NW-Geinsh]. Das is net nore Tatsach, des is werklich wohr, der Herr L. hot's gsaat [ Gal-Bagbg]. Der will im Summer L. un im Winder Maurer sin, von einem, der nicht gerne arbeitet [Krieger 24]. VR.: Wie die Trauwe, so de Wein; / Wie de Gärtner, so de Garde; / Wie de Baam, so die Frucht; / Wie de Lehrer, so die Zucht; / Wie 's Tuch, so de Rock; / Wie die Gäße, so de Bock; / Wie das Korn, so das Mehl; / Wie de Schuster, so die Schuh; / Wie de Bauer, so die Kuh [Krieger 38]. Berufsneckerei: Was hemmer dann fer'n L. in unsre alde Stadt? De L., der esch dick un fett, er frißt de Kinner 's Brot eweg. Was hemmer dann... Var.: Des Sunndaachs esch er Organischt, un Werdaachs fahrt er wirrer Mischt. Was hemmer dann... [ LA-Hainf]. Einen weiteren VR. s. PfWB Schmied. KR.: De Himmel is bloo, das Werrer is schään, / Herr

[Bd. 4, Sp. 885]
L., mer wenn (wollen) spaziere gähn [ LU-Alsh]. Sechs mal sechs is sechsedreißig, / Is de L. noch so fleißig, / Is de Schiler doch so faul / Wie e alder Schockelgaul [ LU-Altr]. Sechs mal sechs is sechsedreißich, / Un de L. is so fleißich / Un die Kinner sin so dumm, / Geht de Stecke hinnerum [ LU-Muttstdt]. Brauchtum: Bei Beerdigungen erhalten Pfarrer und Lehrer am Sterbehause kleine Lorbeersträuße, die sie dann ins Grab werfen [(1930) HB-Jägbg]. Südhess. IV 246/47; RhWB Rhein. V 321/22; ElsWB Els. I 606.
 
 
Lehrerei f.: 'lästiges Lernen, Büffeln'. So e dommi Lehrerei! [ Don-Lenauh]. Zu PfWB lehren 1.
 
  
Lehrerin f.:
1. wie schd., Lehrerin, Pl. -e [verbr. (neben PfWB Fräulein 2 a)], Lehrin [ HB-Kirrbg KB-Kriegsf]; Zs.: PfWB Arbeits-, PfWB Handarbeits-, PfWB Musik-, PfWB Schul-, PfWB Stricklehrerin. Dem sein Dochder werd L. [ LA-Gommh]. —
2. 'Gattin des Lehrers' in den Zs. PfWB Schullehrerin. — Südhess. IV 247; RhWB Rhein. V 322; ElsWB Els. I 606.
 
 
Lehrers-frau f.: 'Gattin des Lehrers', Lehrerschfraa, -frää, Lehrers- [verbr.]; vgl. PfWB Lehrerin 2. Südhess. IV 248.
 
 
Lehrersin in PfWB Schullehrersin.
 
  
Lehrer(s)-sohn m.: 'Sohn des Lehrers', Lehrerssohn [ SP-Harths, mancherorts]. Südhess. IV 248. — -stube f.: = Lehrerzimmer, Lehrerstubb [ RO-Als]. — -zimmer n.: wie schd., -zimmer [LU-Oggh, verbr.]; vgl. Oberlehrerzimmer. Südhess. IV 248.
 
  
Lehr-geld n.: wie schd., Lehrgeld [verbr.]. 's muß jerer L. gewwe 'für seine Fehler bezahlen' [KU-Schmittw/O, verbr.]. Ich han mei L. bezahlt 'schlechte Erfahrungen gemacht, aus meinen Fehlern gelernt' [Krieger 17]. Loß der dein L. zurickgewwe! 'Du kannst nichts!' [ LU-Neuhf]. Südhess. IV 248; RhWB Rhein. V 320; ElsWB Els. I 216.
 
  
lehrig Adj.: een lehrich mache 'einem etwas beibringen' [ PS-Fehrb]; vgl. PfWB lernig.
 
  
Lehr-jahr n.: wie schd., meist Pl. in der RA.: Lehrjohr sin kään Herrejohr [ PS-Erfw]; vgl. PfWB Lehrlingszeit. RhWB Rhein. V 320. —