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Leer-woog bis Leg-eisen (Bd. 4, Sp. 870 bis 872) | |||
Leer-woog, m. Lefoschee, n. Lefze, f. m. Lefzen, f. m. Lefzen-gosche, f. Leg-angel, f. Leg-bohnen, Pl. Legchens, n. Leg-dielen, Pl. Lege, f. Leg-ei, n. Leg-eisen, n. Legel Legem legen, schw. Legen-geschirr, n. Leg-, n. Leg-ente, f. legen-weise, Adv. Leger leger Leg-gabel, f. Leg-gans, f. Leg-garn, n. Leg-geld, n. Leg-geschirr Leg-grundbirne, f. Leggrundbirnen-ball, m. Leg-hölzer, Pl. Leg-horn, n. Leg-huhn, n. Leg-hünkel, n. Legion, f. Leg-ohr, n. Leg-taube, f. Legung Leh, f. Le Havre de Grace Lehen, n. Pl. Lehncher, n. Pl. Lehen-ausrufen, n. Lehen-herr Lehen-mann, m. Lehen-zins Lehl Lehm lehm Lehmann Lehmen Lehn +Lehncher Lehne, f. Lehne, f. lehnen, schw. lehnen, schw. Lehn(en)-bank, f. Lehn(en)-base, f. Lehn(en)-gote, f. Lehn(en)-sessel, m. Lehn(en)-stuhl, m. Lehn(en)-wein, m. Lehner, m. Lehnert-bank, f. Lehn(s), m. lehns, Adv. Lehn(s)-acker, m. Lehn(s)-bauer, m. Lehn(s)-feld, n. Lehn(s)-frau, f. Lehn(s)-geld, n. Lehn(s)-gut, n. Lehn(s)-haus, n. Lehn(s)-herr Lehn(s)-land, n. Lehn(s)-leute, Pl. Lehn(s)-mann, m. Lehn(s)-stück, n. Lehn(s)-vieh, n. Lehn(s)-zins, m. Lehen-, m. Lehnung, f. Lehr-bube, m. Lehr-bursche, m. Lehre, f. lehren, schw. Lehrer, m. Lehrerei, f. Lehrerin, f. Lehrers-frau, f. Lehrersin Lehrer(s)-sohn, m. Lehrer(s)-stube, f. Lehrer(s)-zimmer, n. Lehr-geld, n. lehrig, Adj. Lehr-jahr, n. Lehr-junge, m. Lehr-knecht, m. Lehrling, m. Lehrlings-zeit, f. | [Bd. 4, Sp. 871] 1590]. Wer 'n Mostasch (engl. m(o)ustache 'Schnurrbart') rese (engl. raise 'wachsen lassen') will un kann net, muß die ewerscht Lefz mit sißer Rahm oder me Hinkeldreck schmiere un no in 're dunkle Nacht en schwärzi Katz es abschlecke losse [ebd. 1984]. a. 1679: so wird es ihm wohl gar nichts schaden, aufs allerwenigste sechs Wochen oder zwei Monat hier zu bleiben; dann das wird ihm schon die Lefzen aufmachen lernen [Liselotte Briefe 47]. — Das Wort wurde bereits 1926 vielerorts nur noch von den Alten, das als vornehmer empfundene Lippe von den Jüngeren gebraucht [ KL-Fischb KB-Dannfs FR-Bobth LU-Alsh Altr Neuhf NW-Ellstdt LA-Edk Gommh GH-Max'au BZ-Queichhmb Gal-Obl]. Andererseits hatte das Nebeneinander der beiden F. eine vielfältige Bedeutungsdifferenzierung zur Folge, wobei Lippe allg. die menschlichen Lippen, Lefze (ebenso Lespe u. Flänsch, vgl. K. 281) die Lippen des Tieres (Rind, Pferd, Hund, bes. Jagdhund) [ KU-Brück Kaulb HB-Brenschb ZW-L'wied PS-Erfw KB-Mauchh FR-Kirchh LU-Mundh NW-Deidh LA-Bornh Nd'hochstdt], große wulstige Lippen [ HB-O'bexb KL-Siegb NW-Weish/S], die Unterlippe [ KU-A'glan] bezeichnete. — Mhd. lëfs(e) f., m., spätmhd. auch lefz(e) neben lebs(e) und lesp(e) (Kluge-Mitzka20 430); zur Etym. vgl. auch G. Heeger in: PfMus. 2/1895 9/10. — Südhess. IV 236/37; RhWB Rhein. V 469/70; ElsWB Els. I 570. 1. a. 'Schicht von Heu oder Garben auf dem Erntewagen', Lee, Pl. Le(j)e [ KU-Dietschw Föckbg Frohnhf Kaulb Trahw Wolfst HB-Bliesdlh ZW-Gr'bundb Bechhf KL-Katzw Weilb], Lech [LA-Impfl]; vgl. PfWB Gelege 1, PfWB Lage 1bα; e L. Haai [Müller Dietschw 48]; Leche mache 'Heu laden' [LA-Impfl]. Mer han vier Leje uf de Wa'e gelad [ KU-Wolfst]. a. 1715: (Das Heu einer Wiese) gibt Ein gute leg Vff die leyter [BrPr. 370, S. 271 (KU-Wahnwg)]. — b. 'Glecke 1 a für eine halbe Garbe', Lägg [ IB-Habkch]. — c. 'Bürde Holz', Legg [ LA-Ilbh]; [Bd. 4, Sp. 872] Syn. s. PfWB Bürde 1aα, K. 70. — 2. 'Legdarm des Huhnes', Lee [ KU-Bedb]. — Südhess. IV 237; RhWB Rhein. V 302; LothWB Lothr. 332; ElsWB Els. I 574.
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