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Pfälzisches Wörterbuch 
 
knobeln bis Knoblauch(s)-zehe (Bd. 4, Sp. 358 bis 359)
 
knobeln, schw.
Knob-lauch, m.
Knoblauch(s)-händler, m.
Knoblauch(s)-hengste, Pl.
Knoblauch(s)-jude, m.
Knoblauch(s)-kopf, m.
Knoblauch(s)-kraut, n.
Knoblauch(s)-maul, n.
Knoblauch(s)-stinker, n.
Knoblauch(s)-wurst, f.
Knoblauch(s)-zehe, f.
Knoblauch(s)-zinken, m.
Knöchel, m.
Knüchel, m.
knöchelig
knöcheln, schw.
knücheln, schw.
Knöchel-wetzer, m.
Knöchel-zug, m.
Knochen, m.
Knochen-bau, m. m. m. n. n. n. n. m.
Knochen-bruch, m. m. m. n. n. n. n. m.
Knochen-fraß, m. m. m. n. n. n. n. m.
Knochen-gelenk, m. m. m. n. n. n. n. m.
Knochen-gerüst, m. m. m. n. n. n. n. m.
Knochen-mark, m. m. m. n. n. n. n. m.
Knochen-mehl, m. m. m. n. n. n. n. m.
Knochen-splitter, m. m. m. n. n. n. n. m.
Knochen+-baum, m.
Knochen-brühe, f.
Knochen-flick, m.
Knochen-flicker, m.
Knochen-franz, m.
Knochen-fresser, m.
Knochen-gestell, n.
knochen-hart, Adj.
Knochen-jockel, m.
Knochen-kopf, m.
Knochen-lecker, m.
Knochen-mann, m.
Knochen-maul, n.
Knochen-mehl, n.
Knochenmehl-sack, m. n.
Knochenmehl-säckelchen, m. n.
Knochenmehl-schürze, f.
Knochen-messer, n.
Knochen-peter, m.
Knochen-pfuscher, m.
Knochen-rappel, m.
Knochen-rappler, m.
Knochen-säge, f.
Knochen-suppe, f.
knochig, Adj.
knockout
Knoddel
Knödel, m.
Knödel-bayer, m.
Knödel-fresser, m.
knödeln, schw.
Knoll
knollchen, schw.
knöllchen, schw.
knullchen, schw.
knollen, schw.
Knollen, m.
Knoll, m.
Knollen-backen, m.
knollichen, schw.
knollig, Adj.
knopern, schw.
Knopf, m.
Knöpfchens, n.
Knöpfelchens, n.
Knöpfelns, n.
Knöpfens, n.
Knöpfchens-abend, m.
Knöpfchens-husten, m.
Knöpfe-drücker, m.
Knöpfe-fresser, Pl.
Knöpfe-fuß, m.
Knöpfe-heraus, n.
Knöpfe-kopf, m.
Knöpfelchens-kraut, n.
Knöpfel-kaute, f.
knöpfeln, schw.
Knöpfelns, n.
Knöpfelns
Knöpfel-schuhe
Knöpfel-suppe
knopfen, schw.
knöpfen, schw.
Knöpfens
Knöpfer, m.
Knöpfe-ruchler, Pl.
Knöpfe-suppe, f.
Knöpfel-, f.
Knopf-gabel, f.
Knopf-hengst, m.
Knopf-hosen, Pl.
knöpfig, Adj.
   knobeln schw.:
1. 'durch Würfeln mit dem Knobelbecher, auch mit Streichhölzern o. ä. eine Entscheidung herbeiführen, wer eine Lage ausgeben soll etc.', knowele (gnōwələ) [verbr.]; vgl. PfWB ausknobeln 1. —
2.
a. 'auskundschaften, austüfteln' [ KB-Gauh FR-Bockh NW-Frankeck]; vgl. PfWB ausknobeln 2a, PfWB ver-, PfWB herausknobeln.
b.
α. 'an etwas herumhantieren'. Er knoubelt an de Scherzbännel (des Mädchens) [ NW-Gimmdg KL-Weilb]. —
β. 'den Klicker, den Knopf mit dem gespannten Finger schnellen' [ FR-Tiefth]; vgl. PfWB knaupeln 1a. Syn. s. PfWB schnellern. — Südhess. III 1504/05; RhWB Rhein. IV 968.
 
  
Knob-lauch m.:
1.
a. 'die Pflanze Allium sativum', Knowwloch (gnowlǫx) [verbr., vorn. VPf, verbr. Gal], Knowwe- [verbr., vorn. WPf u. NPf], Knowwlich (gnowliχ, -) [verbr. mittl. u. südl. VPf (Bertram § 252) verbr. Penns (PSA, K. 33)], Knowlik [GH-Neubg (Wilde 137)], Knobloch, Knobe- [mancherorts]; e Zech'che Knowloch [ KU-Herschw/Petth]. Vergleiche u. RA.: Er stinkt no K. wie e Judd [ NW-Kallstdt]. Dem sein Ferz stinke wie Knowweloch [ KL-Fischb]. De Knowloch is die Polizei im Leib [Kaislt]. Neckreim auf GH-Zeisk, wo viel Knoblauch angebaut wird: O Zäskämm, o Zäskämm, du liegscht so noh am Wald, die Zwiwwele sin verfrore, for de K. esch's zu kalt [Hebel 94]. Auf die Frage »Wu fahrschde hin?« antwortete man, wenn man das Ziel nicht angeben wollte: Uf Bolegow (einem Judenstädtchen in Gal), bring dr o Sack voll Knoweloch [ Gal-Josbg]. a. 1448: were

[Bd. 4, Sp. 359]
da zu markt stet zu Durkeim (Dürkheim), der gibt eim abt sines kaufs ein pfennings wert, es si an ... klobelauch [Grimm Weist. V 600 (Limburg)]. a. 1515: Item 1 alb. vor knobloch in der ern den schniedern [GgHospR]. —
b.
α. 'Wilder Knoblauch, Weinberglauch (Allium vineale)' [RO-Dielkch Neustdt (Wilde 156)]. —
β. s. PfWB Hundsknoblauch. —
γ. 'Vogelmilch (Ornithogalum nutans u. umbellatum)' [Neustdt (Wilde 250)]. —
2.
a. Gewannenname, Im Knoblauch [LU-Assh (18. Jh.)]. —
b. Personenname. a. 1306: militē dictū clobelouch [Lam 1 (NW-Geinsh)]. —
c.
α. 'Mensch, der beständig nach Knoblauch riecht'; du Knowwloch! [KL-Gimsb u. Umg.]. —
β. die Knowloch, Uzname für die Bewohner von NW-Leistdt. — Südhess. III 1505; RhWB Rhein. IV 968/69; LothWB Lothr. 299; ElsWB Els. I 547.
 
  
Knoblauch(s)-händler m.: 'ambulanter Händler, der u. a. Knoblauch feilbot', Knowloch(s)hännler [(1930) mancherorts]. Sein Ausruf: Zwiwwele, Knowweloch un Kalender [ KL-Fischb]. — -hengste Pl.: Uzname für die Bewohner von GH-Zeisk, Zääskämmer Knowwelhengscht; vgl. Neckreim unter PfWB Knoblauch 1 a; Hengst 2c. — -jude m.: Knowlochsjudd, Schimpfw. [ LU-Opp]. Südhess. III 1505. — -kopf m.: 'Samenstand des Knoblauchs', Knowlochkopp [mancherorts VPf]. — -kraut n.: wie schd., -kraut [vereinzelt], Knowwlichkraut [Lambert Penns 94]. Volksmed.: K., mit Essig, Salz und Ingwer eingemacht, galt als Mittel gegen Husten [ KL-Fischb]; vgl. Südhess. III 1505 Knoblauchbrühe. — -maul n.: 'nach Knoblauch riechender Mund', -maul [ KU-W'mohr]. — -stinker n.: 'wer nach Knoblauch stinkt', gew. auf Juden angewandt, -stinker [ LU-Opp]. ElsWB Els. II 606. — -wurst f.: 'Wurst, die mit Knoblauch gewürzt ist', -worscht, -wurscht, s. PfWB Wurst [verbr.]; e Paar Knowwelochswärschtcher [ KL-Fischb]. Die Judde esse gern Knoblochworscht [ ZW-Battw]. Südhess. III 1505/06; Rhein. IV 969. — -zehe f.: 'einzelner Teil der Knoblauchzwiebel', -zeh, -zehb, s. PfWB Zehe [verbr.]; vgl. Knoblauchzinken. RhWB Rhein. IV 969; ElsWB Els. II 891. —