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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Klumpen-birne bis klüngeln (Bd. 4, Sp. 323)
 
   Klumpen-birne f.: 'die Birne Bergamotta Esperens' (deren Früchte in Klumpen hängen), Klumbebeer [ LU-Opp]. RhWB Rhein. IV 803. — -bohrer m.: -bohrer, ein Werkzeug des Klumpenmachers [ PS-Heltbg]. — -löffel m.: -leffl, ein Werkzeug des Klumpenmachers [ PS-Heltbg]. — -macher m.:
1. 'Handwerker, der Holzschuhe (vgl. PfWB Klumpen 2 a) verfertigt', -macher [mancherorts S-KL u. PS]. a. 1754: Nikol. Westermeyer, der Klumpenmacher allda [Pirmasenser lutherisches Kirchenbuch VII, 323 (Kettrichhf)]. —
2. Neckname für die Bewohner von PS-Vinn; die Vinninger Klumbemacher. Ebenso: die Apatiner K. (A. ehedem ein deutsches Dorf im jugoslawischen Donaugebiet). — RhWB Rhein. IV 804; Els. II 667. — -mann m.: 'der ambulante Holzschuhverkäufer'. VR.: Ri, ra, ro, der Klumbemann is do, er ging die Gaß wohl auf und ab. Ihr Mädche, kaaft mir Klumbe ab, ich han kei Geld im Sack [Dimel 146]. — -ofen m.: 'Ofen, in dem die aus grünem Holz hergestellten Holzschuhe getrocknet werden', -owe [ PS-Heltbg].
 
  
Klump-fuß m.:
1. wie schd., Klumpfuß [verbr.]. Der hat e K. [ KL-Matzb]. —
2. 'ein Mensch mit einem Klumpfuß' [ KU-Schmittw/O FR-Bockh]; vgl. PfWB Gaulsfuß 1 b. — Südhess. III 1446; RhWB Rhein. IV 803.
 
  
klump-füßig Adj.: 'einen Klumpfuß habend', klumpfißich [ FR-Bockh].
 
  
klumpig Adj.: wie schd., klumbich [vereinzelt, auch Gal]. 's Mehl is k. [ NW-Kallstdt]. 's Blut (beim Schlachten) rehre, daß es net k. werd [ Gal-Dornf]. Südhess. III 1446; RhWB Rhein. IV 805.
 
  
Klüngel, Klungeln., selten m., f.:
1. 'Knäuel', Kling(e)l (gliŋəl, gliŋl) [verbr. WPf PfId. 76/77 mancherorts NPf u. VPf, ebenso Don Gal Buch], Klungel [ IB-Bliesmg/Bolch], Klengl [ Don-Lenauh]; vgl. PfWB Knäuel; e K. Gaarn, Woll usw. Zs.: PfWB Garn-, PfWB Hoden-, PfWB Nähts-, PfWB Wollklüngel. Rätsel: Vore e Klingl Gaare, in dr Mitt e Wickl Werg un hinnenoh e Spazierstecke (Katze) [ Don-Gottlob]. —
2. 'Kreis', in der Verb. im K. rum [SOPf (Heeger Nachl.)]; vgl. PfWB Kringel. — Gen. m. für SOPf u. Gal-Dornf, f. für KU-Kaulb belegt. — Mhd. klungelīn, Dim. zu ahd. clunga 'Knäuel'. — Südhess. III 1447; RhWB Rhein. IV 806; LothWB Lothr. 294 Klingel; ElsWB Els. I 493.
 
 
klüngeln schw.: 'Wolle, Garn u. dgl. zu einem Knäuel aufwickeln', kling(e)le (gliŋələ, gliŋlə) [Verbr. wie PfWB Klüngel 1]; vgl. PfWB herumklüngeln. SprW.: Wammer klingelt, kammer net haschbele 'Man kann nicht zwei Arbeiten gleichzeitig verrichten' [KU-Rothsbg Kaislt Schandein Notizen]. a. 1571: 14 lib. heuffen garn ist nit geklinglet [ZweibrKellR]. — Verbale Bildung zu PfWB Klüngel. — Südhess. III 1447 and. Bed.; RhWB Rhein. IV 808/09.