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Kloß bis Kloster-berg (Bd. 4, Sp. 317 bis 318) | |||
Kloß, m. Kluß, m. Kloß-auge, n. Klöß-backen, Pl. Klöß-brühe, f. Klöß-kopf, m. klöß-kopfig, Adj. klöß-köpfig, Adj. Klöß-suppe, f. Kloster, n. Kloster-acker, m. Pl. Kloster-äcker, m. Pl. Kloster-anung, f. Kloster-berg, m. Kloster-bruder, m. Kloster-brunnen, m. Kloster-feld, n. Kloster-flur, f. Kloster-frau, f. Kloster-garten, m. Kloster-gasse, f. Kloster-gut, n. Kloster-hof, m. Kloster-katze, f. Kloster-kirche, f. f. f. Kloster-küche, f. f. f. Kloster-mauer, f. f. f. Kloster-möpse, Pl. Kloster-pfad, m. n. Kloster-pfädel, m. n. Kloster-schule, f. Kloster-schwester, f. Kloster-stich, m. Kloster-vogt, m. Kloster-weiher, m. klottern, schw. Klotz, m. Klotz-acker, m. Klotz-backen, Pl. Klotz-beute, f. Klötzel-augen, Pl. Klötzel-kopf, m. Klötzel-schuhe, Pl. klotzen Klotz-grundbirnen, Pl. Klotz-holz, n. klotzig, Adj. Klotz-kater, m. Klotz-kopf, m. klotz-köpfig, Adj. Klotz-korb, m. Klotz-messer, n. Klotz-stück, n. Klotz-schabsel, n. Klowe Klub, m., f. Kluft, f. Klüft, f. Klüftsen, Pl. klug, Adj. klugeln klugen Klug-scheißer, m. Klug-schisser, m. Klumpatsch, m. Klumpeln, Pl. klümpeln, schw. klumpen, schw. Klumpen, m. Klumpen-birne, f. Klumpen-bohrer, m. Klumpen-löffel, m. Klumpen-macher, m. Klumpen-mann, m. Klumpen-ofen, m. Klump-fuß, m. klump-füßig, Adj. klumpig, Adj. Klüngel, n., selten m., f. Klungel, n., selten m., f. klüngeln, schw. Klüngel-stock, m. Klunker klunkern Klunte, f. Klüpfel Kluppe, f. Klüppe, f. Klüppel klüppeln, schw. kluppen Kluppert, f. klusper, Adj. Kluß Klutsch, m. Klutter, f. kluttern, schw. knabbchen, schw. Knäbber, m. f. Knäbberin, m. f. | 1. 'aus Mehl oder Grieß, Kartoffeln, Fleisch zur Kugel geformte Speise', Kloß (glōs), Pl. Kleß (glēs) [mancherorts]; vgl. PfWB Grundbirnenknopf 1. Zs.: Fleisch-, PfWB Grieß-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Häubel-, Häufelchens-, Karthäuser-, PfWB Leber-, Rehleberkloß. Heit essen mer runde Kleßjer 'Schneebällchen' [ KB-Kriegsf], halbleine Kleß 'Kartoffeln und Klöße' [ KU-Bedb]; vgl. PfWB halbleinen 2 a. RA.: Aans noom annern, wie mer die Kleß ißt! 'Nichts überstürzen!' [NPf]. Was in großer Eile getan wird, geht, wie e Bauer die Kleß ißt: eener im Maul, eener uf de Gawwel un eener in de Aae [Hebel 16]. — 2. a. Pl. 'Hoden', Kleß (-ē-) [ KU-Brück RO-Dielkch KB-Kriegsf]; vgl. PfWB Klicker 2 a. Syn. s. PfWB Hoden1 1. — b. 'Spielkugel, Klicker', Kloß (glōs) [ WD-Niedkch]; 'bes. dicke Spielkugel aus Glas', Kluß (glūs) [ FR-N'lein]; 'farbige Spielkugel', Dim. Klußche [ FR-N'lein]. Zs. PfWB Glaskloß. Syn. s. PfWB Schießklicker. — c. Pl. Kleß, Uzname der Bewohner von KU-Patb. — Südhess. III 1434/35; RhWB Rhein. IV 769 ff. 1. 'dicker, runder Kopf', -kopp [ RO-Lettw Schweisw KB-Kriegsf LU-Altr NW-Elmst]. — 2. 'eigensinniger, trotziger Mensch' [ KU-A'glan Lohnw ZW-Marthh KL-Alsbn Kirchhbol]. 1. 'einen dicken Kopf habend', kleßkoppich [ KU-A'glan]. — 2. 'eigensinnig', -keppich [ KU-A'glan]. 1. a. wie schd., Kloschder (glōdər) [verbr.], Klouschder (gloudər) [mancherorts südl. VPf], Kluschder (glūdər) [ RO-Als]; Pl. Kleschder (glēdər, -ei-). Zs.: PfWB Frauen-, PfWB Mönchs-, PfWB Nonnenkloster. Die N. N. geht ins K. [verbr.]. RA.: ins K. geh, wu zwääerlää [Bd. 4, Sp. 318] Schuh unnerm Bett stehn 'heiraten wollen' [ NW-Hardbg]. Sie traacht e schwarz Hinkel ins K. (um den ungeliebten Mann totbeten zu lassen) [ LU-Böhl]. Spiel der Kinder: Ins K. ufnemme. Zwischen zwei Stühlen ist ein Zwischenraum in der Breite eines Stuhles. Ein Tuch wird über die Stuhlsitze gebreitet. Zwei Kinder setzen sich auf die zwei Stühle. Das Ganze stellt das Kloster vor. Ein Kind tritt herzu und wünscht, in das Kloster aufgenommen zu werden. Man fordert es auf, sich zwischen die zwei Kinder zu setzen. Während es sich niederläßt, stehen die beiden auf. Das Tuch gibt nach und das Kind fällt auf den Boden [ KB-Kriegsf]. a. 1357: vnd der scholteis vnd die scheffen sin zu aller zyt mit deme eyde gebunden deme apt vnd sime vorgen. cloyster [PfWeist. I 258 (KB-Dreis)]. — b. FlN; amtl. Kloster [ LA-Edk BZ-Apphf], Am K. [ RO-Potzb], Hinterm K. [Kirchhbol]. — 2. scherzh. a. 'Abort' [vereinzelt]. Syn. s. PfWB Abtritt. — b. 'das Gesäß'. Neckerei: Wer net warte will bis Oschtere, der guckt meim Kind ins Kloschtere. Dabei hob man das Kind empor und hielt dem Genasführten das Gesäß des Kindes entgegen [ Gal- Dornf]. — Südhess. III 1437; RhWB Rhein. IV 772/73; LothWB Lothr. 294; ElsWB Els. I 498.
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