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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Kehl-gebälk bis kehr (Bd. 4, Sp. 149)
 
   Kehl-gebälk n.: 'höchste Balkenlage in der Scheune, auf die noch Getreide, Stroh usw. gesetzt werden kann', Kehlgebälk [mancherorts WPf FR-Hettldh LU-Altr Opp], Kähl- [ IB-Bebh]; vgl. PfWB Kehlbalken 2, PfWB -gebäu. Syn. s. PfWB Katzenlauf 2. Südhess. III 1230; RhWB Rhein. IV 364; ElsWB Els. II 40; Bad. III 101. — -gebäu n.: = PfWB Kehlgebälk, Kählgebai [ IB-Ensh]. Syn. s. PfWB Katzenlauf 2. — -hobel m.: 'Hobel zum Herausarbeiten von Kehlleisten', Werkzeug des Schreiners, Kehlhowel [ BZ-Dernb]. RhWB Rhein. IV 364; ElsWB Els. I 298; Bad. III 101. — -kammer f.: 'Kammer auf dem Kehlgebälk', Kehlkammer [vereinzelt südl. VPf (Doerzapf 129)], Kehlkämmerle [ LA-Walsh]; vgl. PfWB Kehlspeicher. — -kopf m.: wie schd., Kehlkopp [verbr.], Kähl- [ FR-Bockh]; vgl. PfWB Gurgelknopf. Er hot's am K., vom Kehlkopfkrebs [ RO-Als]. Die Pferdekrankheit Dampf 5 b macht sich durch Kehlkopp-peife bemerkbar [ HB-Kirrbg]. Südhess. III 1230; Rhein. IV 364; Bad. III 101. — -kraut s. PfWB Köhlkraut. — -lappen m.: 'Hautlappen am Unterschnabel bei Hahn und Huhn', Kehllappe [RO-Sippf]; vgl. PfWB Kehlsack. Südhess. III 1230. — -riemen m.: 'Riemen am Zaum, der von einer Seite des Stirnriemens zur anderen unterhalb der Kehle des Pferdes verläuft', -rieme [mancherorts, Gal-Josbg]. Südhess. III 1230; RhWB Rhein. IV 364. — -sack m.: 'der häutige Teil an der Unterseite des Storchschnabels', -sack [ LU-Friesh]. — -speicher m.: 'Speicher auf dem Kehlgebälk des Hauses, Oberspeicher', Kehlspeicher [verbr., vorn. WPf], Kähl- [verbr., vorn. südl. VPf (Doerzapf 129) u. SWPf]; vgl. PfWB Doppelspeicher, PfWB Kehlkammer. Im K. wird das geerntete Obst auf einer Strohauflage aufbewahrt. [ LA-Nußd]. RhWB Rhein. IV 364; Bad. III 101.
 
 
kehr s. PfWB kör.