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moffeln bis Möglichkeit (Bd. 4, Sp. 1383 bis 1386) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
moffeln, schw. möfteln, schw. Möge, f. Mog(e)ler, m. Mogelerin, f. Mogelersin, f. mogelich mogeln, schw. mögen möglich, Adj. möglicher-weise, Adv. Möglichkeit, f. Mogul Mohn, m. Mohn-blume, f. Mohn-kapsel, f. Mohn-korn, n. Mohn-kuchen, m. Mohn-öl, n. Mohn-rose, f. Mohn-samen, m. Mohn-weck, m. Mohr, m. Mohr Möhre, f. Mohren-kirsche, f. Mohren-könig, m. Mohren-kopf, m. Mohren-schimmel, m. mohrig, Adj. Mohr-kirsche, f. Mohr-laus Mohr-rübe, f. Möhr-, f. mok, Adj. Moke, f. Mocke, f. Mokel, m. mokelig Moken-blume, f. Moken-stall, m. Mokes, m. Mol-beere, f. Molch, m. Molderoff Moldroff mole, Adj. Molesten, Pl. Molke, f. m. Molken, f. m. Molken-beere, f. Molken-berg, m. Molken-born, m. Molken-gutsel, n. Molken-kirsche, f. Molken-kübel, m. Molken-sack, m. Molken-saft, m. Molken-schmiere, f. Molken-schüssel, f. Molken-süffer, Pl. Molken-süffler, Pl. Molken-suppe, f. Molkensuppen-fresser, Pl. Molken-weide, f. Molken-wiesen, Pl. Molkerei, f. Molkerei-butter, f. Molkerei-käse, m. molkig, Adj. Moll moll, Adj. mol, Adj. Mollacker, m. Molle, f. Mollele, Pl.? Mollen, m. Mollee, m. Mollen-kirsche, f. Mollen-kopf, m. mollen-kopfig, Adj. Mollen-schädel, m. mollerig, Adj. Molles, m. Molles-kopf, m. Molli, m. mollig, Adj. Molli-kuh, f. Mollo, m. Mollochsen-kopf, m. mollsch, Adj. Mollung, m., f. Moloch, m. Mölsch-bach, ON molsterig, Adj. Molter, m., n., f. Multer, m., n., f. Molter-frucht, f. Molter-geist, m. Molter-kasten, m. | [Bd. 4, Sp. 1384] Er hot gemogelt [BZ-Nd'ottb, verbr.]. Südhess. IV 722/23; RhWB Rhein. V 1219. 1. Modalverb mit Inf. a. 'Lust haben, wollen, wünschen', mee'e (mēə) [WPf], meeche (mēχə, mēöə) [verbr. SOPf mancherorts VPf vereinzelt südl. WPf, IB-Ensh (Glass 63) Pirmas (Otterstetter 65)], mäiche (męiχə) [vereinzelt SOPf], meeje [Lambert Penns 103], meege (mēgə) [mancherorts VPf vereinzelt NPf, Schandein Bav. IV,2 255], maane (mānə, mnə) [verbr. SWPf westl. WPf mancherorts übrige WPf LA-Venn Schandein Bav. IV,2 255 Schandein Sprachsch. 40 Henn Mda.-Int. 99, 125], määne (mnə) [ KL-Katzw]; Weiteres s. F. Mit dere määncht ich nix se dun han [ KU-Kaulb]. Der maan sich nit de Kopp verreiße 'Der will sich nicht den Kopf zerbrechen' [ HB-Breitft]. Mäicht wisse, wer do ghaust ghatt hot! [Runck Du un ich 74]. Wer mahn se nit heere: die lejchte Liedcher vom Glick [Kraus Gutsjer 5]. Die Sunn, die mahn net unnergeh' [Schandein Ged. 31]. Drum mahn ich Mad' un' Mädcher âh / Zelebdah (zu Lebtag) nimi hewe! [ebd. 45]. RA.: In demm seiner Haut mecht ich nit stecke [ NW-Freinsh, mancherorts]. Do mecht mer aus de Haut fahre [ KU-Bedb, mancherorts]. Do mäicht mer grad in d' Luft gäih (gehen) [ GH-Leimh, mancherorts]. Alsemol mecht mer mit Knippl ninhaue [ ZW-Battw]. Do mecht mer doch gleich die Schwindsucht kriege [ LU-Limbghf]. Do mecht mer sich e Bää ausreiße [ ZW-Battw]. Einen VR. s. PfWB hoch 2 a. a. 1298: Wer es aber, daz Ioh. von sante Albine dyse vorgenannte vestenungen von dem lehenhern nit erwerben mochte [OttbgUrkb. 216]. — b. 'können, in der Lage sein, möglich sein' [vereinzelt]. 's maan sein wie's will: scheen iss es doch [KU-Lauteck (Weber 64)]. Do mon's gehn, wie's will [ Don-Schowe]. In demm seim Hernkaschde maan's aa aussihn! 'Wie mag es in seinem Kopf aussehen!' [ RO-Semb]. Es maan dich aa betriwe 'Es mag dich auch betrüben' [Firmenich III 247]. BR.: Am fuffzehde April, do muß de Guckuck rufe, er maan stecke wo er will [ RO-Odh]. a. 1291: daz recht, daz ich vnde mine erben an sime deile des vorgenannt zehenden hatten oder mochten han [OttbgUrkb. 193]. a. 1480: Item ein jglicher armer hait recht jm stickswerde holtz zu lesen vnd wasz er mit dem axse ore (Axtöhr) magk abgeschlagen, da hat der armen recht zu [MHVPf 4/1870 4 (Weist. GH-Hagb)]. a. 1504: ob einer, der nit eyn pharcher sy, eyn scheffen moge syn [PfWeist. 347 (LA-Edh)]. — c. 'sollen, dürfen, die Erlaubnis haben' [vereinzelt]. Ier zwee meechd gee, wan ier wod 'Ihr zwei könnt gehen, wenn ihr wollt' [Buffington Penns Var. 237/44 (mit weiteren Var.)]. 's mag jeder glaawe, was er will [Birmelin Penns Poems 30]. BR.: Vor Johannisdag kein Gerscht m'r [Bd. 4, Sp. 1385] lowe mag [ LU-Rh'gönh]. a. 1594: und wollts ettwan ein nachpwr duncken, es giengh ongleich zu in der müllen, der mac ein botten setzen in die mühlen, bis im das seine gemahlen ist [PfWeist. 203 (KB-Bubh)]. — 2. Vollverb. '(etwas oder jemanden) gern haben, wollen' [verbr.]. Meechener? 'Möchtet ihr?' [IB-Ensh (Glass 63)]. Ich maan net! [ KU-Trahw, mancherorts]. Ich mag net! [ NW-Haßl Spey]. Das maan ich nit [ KU-Theisbgstg]. Den mecht ich net (als Mann) [ KL-Bann]. Ich mecht gere eppes [ LU-Altr]. Ich maan e Stick Brot [Zweibr (Wilms Alph. 36)]. RA.: Wann ich neimool (neunmal) net meecht - ich muß! [Kaislt]. Hanjob, steh uf, m'r dresche! - Äh, maa net! (mag nicht) — Hanjob, steh uf m'r fresse! - Wo is dann mein großer Leffel? [KL-Weilb, mancherorts (Var. s. PfWB Löffel 1)]. VR.: Den ich gar net mag, / den sehn ich alle Dag. / Den ich gere hätt, / der isch so weit eweg [ BZ-Dernb]. — F.: Der Inf. ist in zwei Typen (oft nebeneinander) bezeugt: mee'e, meeche, mäiche, meege sind zu nhd. mögen zu stellen, während das besonders in der WPf bezeugte maane als Rückbildung des Inf. aus den Formen der 1.-3. Pers. des Ind. Präs. gedeutet werden kann. Flexionsformen dieses Typs (Verbr. wie Inf.): Ind. Präs. Sg. 1. ich maan (mān, --), 2. du maansch(t), 3. er maan, Pl. wie unten. Bildung des Ind. Präs. Sg. wie im Schd. ist seltener: 1. mag [vereinzelt VPf, Lambert Penns 103], 2. magscht [ebd.], 3. mag [ebd.]. Pl. 1.-3. mee'e [mancherorts WPf], meeche(n) [verbr. VPf mancherorts WPf]. Konj. Prät. Sg. 1., 3. mecht [mancherorts], mescht [KU-Rothsbg (Mang 147)], meecht (mēχd) [PS-Schindhd KU-Rothsbg (Mang 91) Kaislt Buffington Penns Var. 237/44 Krämer Gal 150], määscht (md) [Henn Mda.-Int. 125], määncht (mχd) [ KU-Kaulb KL-Katzw], mäicht (męiχd) [mancherorts SOPf], 2. mescht, meescht [mancherorts, Krämer Gal 150], Pl. 1.-3. meechde(n) [mancherorts]. Part. Perf. gemeecht [ IB-Bliesmg/Bolch]. — Südhess. IV 723 ff.; RhWB Rhein. V 1220 ff.; LothWB Lothr. 351 manen; ElsWB Els. I 656/ 57. 1. wie schd., mielich (mīliχ) [verbr. NPf mancherorts übrige Pf Christmann Kaulb 22, 92 Kühn Hamet 124 Mang 113 Lambert Penns 103 Gal-Josbg], meelich [ KU-Schmittw/O], meejlich [Lambert Penns 103], määlich [RO-Sippf], meechlich (mēχliχ) [NW-Gimmdg Karch Dahn/Wilgws/Iggb 72 Otterstetter 65 Beam Penns 69], meeglich [Krieger 17, 39 Beam Penns 69], mieglich, mieklich [Beam Penns 70 Danner Penns 90]; Superl. meeglischt [ BZ-Nd'horb], meeglichst [ KL-H'spey]; vgl. PfWB all-, PfWB menschen-, PfWB unmöglich. So dapper wie m. 'So schnell wie m.' [SOPf (Heeger Nachl.)]. Wann's eischt 'irgendwie' m. esch [ NW-Gimmdg]. Der macht des wunnerbar, mer sett's [Bd. 4, Sp. 1386] (sollte es) nit for m. halde! [ NW-Gimmdg]. M'r sollts uff dere Welt, Ehr Leit, / Doch net for m. halle [Kühn Schnitze I 30]. RA.: Bei Gott es alles m., nach Lk. 1,37 [ RO-Dielkch, mancherorts]. Was m. is, dricke mein Küh! [Hebel 45]. a. 1518: wo eß jemen miglich, gantz vnd gar zu eyner guten wißen machen sollen [Kurpf. 165915 (NW-Weidth)]. a. 1594: gebott vnd verbott zu machen, die zimlich, möglich und ongefählich sein [PfWeist. 202 (KB-Bubh)]. — 2. 'groß, außergewöhnlich'; vgl. PfWB allmöglich 1. Do hodd uns newe uf de Perme / Deß Glickere mihlig Schpaß gemacht [Kühn Schnitze II 34]. Un knawwert wie e Haas im Klee / Sein mihlig große Lattwerjflade [Kühn Palz 47]. — Mhd. mügelich (Lexer I 2217/18). — Südhess. IV 725; RhWB Rhein. V 1223/24; LothWB Lothr. 358; ElsWB Els. I 657.
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