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Meister bis Mekes (Bd. 4, Sp. 1285 bis 1287) | |||
Meister, m. Meister-brief, m. Meisterin, f. Meistersin, f. Meister-knecht, m. Meisterleins, n. meister-los, Adj. meistern, schw. Meister-prüfung, f. Meister-stück, n. meizern Mekes Melak, m. Melasse, f. Melassig, m. Melasses, m. Melassig-brot, n. Melassig-krug, m. Melassig-kuchen, m. Melassig-ribbelkuchen, m. Melben, m. Melchior, m. Melde, f. m. Meld, f. m. Melden, f. m. melden, schw. Melden-fresser, Pl. Melden-gemüse, n. Melden-kraut, n. Melden-pänze, Pl. Meldung, f. melieren, schw. Melk-eimer, m. melken, st. Melker, m. Melkerei, f. Melkerin, f. Melkersin, f. Melker-magd, f. Melkersin melkig melkicht Melk-kübel, m. Melk-kuh, m. Melk-magd, f. Melk-maschine, f. Melk-schemel, m. Melk-stuhl, m. Melk-zuber, m. Melm, m. Melodie, f. Melone, f. Melonen-birne, f. Mel-tau Memme, f. Menage, f. Menagerie, f. menagieren, schw. Menanick mendle mene Mene menen Menge, f. mengelieren, schw. mengen, schw. Mengen, ON Mengenke, Pl. Mengenkes, Pl. Meng-futter, n. Meng-getreide, n. menken, schw. Mennonist, m. Mennonit, m. mennonistisch, Adj. Mensch, m., n. menscheln, schw. Menschen-blut, n. Menschen-doktor, m. Menschen-dreck, m. Menschen-fleisch, n. Menschen-fresser, m. Menschen-gedenken, n. Menschen-gerippe, m. Menschen-gesicht, n. Menschen-gewimmel, n. Menschen-hand, f. Menschen-haut, f. Menschen-kind, n. Menschen-leben, n. Menschen-leib, m. menschen-möglich, Adj. Menschen-quäler, m. Menschen-schinder, m. Menschen-seele, f. Menschen-spiel, n. Menschen-versteckler, m. Mensch-heit, f. menschig, Adj. menschlich, Adj. | 1. a. 'Handwerksmeister', Määschder (mdər, -Är, -Ä) [verbr. VPf SWPf mancherorts WPf NPf, Otterstetter 68], Meeschder [Lambert Penns 103 Krämer Gal 148], Määnschder (mndər) [verbr. nördl. WPf mancherorts mittl. u. westl. WPf vereinzelt VPf, Bertram § 170, 261 Heeger Südostpf. 12/13 Henn Mda.-Int. 268 Müller Dietschw 50 Schneckenburger 49 PfId. 94], Määnschder (mndər) [KU-Hachb Reiffb HB-Brenschb ZW-A'hornb Gr'bundb RO-Gaugrw Höring KL-Erzhs Katzw Mehlb Neukch Schrollb Weilb PS-Bobth Bundth Erfw Erlb Fehrb Geisbg V'weidth KB-Gauh Göllh Rams NW-Bobh Deidh LU-Limbghf LA-Walsh BZ-Rechtb Schweig GH-Schaidt], Maaschder (mādər, mdər) [mancherorts NPf KU-Breitb PS-Hirschth Schönau BZ-Dimb], Maanschder (māndər, mndər) [mancherorts NPf LU-Altr Christmann Kaulb 24, 88 Mang 132 PfId. 92], Maanschder (māndər, mndər) [KU-Kreimb WD-Hoof RO-Obd PS-Bruchw KB-Boland Göllh Standbl BZ-Dörrb], Meischder (maidər) [vereinzelt (nach dem Schd.)], Maaischder [ GH-Neubg]; Pl. wie Sg., mancherorts auch -schd(e)re; zur Nasalierung s. F; Zs.: PfWB Büchsen-, PfWB Lehr-, Maurer-, PfWB Schmiede-, PfWB Schneider-, PfWB Zunftmeister. Gun Dach (Gut Morge), M.! Anrede und Gruß der Lehrlinge und Gesellen an den Meister [ BZ-Annw, mancherorts]. [Bd. 4, Sp. 1286] Frau M.! Anrede der Frau des Meisters [ KU-Hinzw, mancherorts]; vgl. PfWB Meisterin. Gruß des wandernden Schmiedegesellen beim Betreten der Werkstatt: Zum Gunscht fir M. un Gesell! Ein fremder Schmied spricht um Arbeit zu [ GH-Kand]. SprW.: 's esch noch keen M. vum Himmel g'falle [LA-Roschb, verbr., auch Don Gal Buch]. Wer on de Weg baut, hot veel Määnschter [ KU-Schmittw/O]. 14. Jh.?: do soll der meinster gut for sin, ob der knecht das gelt abdete oder hinwecklieffe [PfWeist. 236 (NW-Deidh)]. a. 1425: meinster decker [LeinArch. (Löhne)]. a. 1425: eyme meinster ein dag 1 β den [ebd.]. a. 1514: geritten zu meinster Sonnenschyn [GgHospR]. a. 1514: Item 1 βδ hans zwick vor blattißgen (s. Blatteise) hat man by im geholt do der meinster gefangen warde [ebd.]. a. 1515: meinster Hans gryff ... meinster lorentzen von Danstatt [ebd.]. a. 1534: sol niemants des Nachts noch dem Nachtessen yn kheins Würtzhaus ... vnd die dienstknecht yn yr Meynsters heüser bleiben [MHVPf VII 53 (Weistum LU-Neuhf)]. a. 1539: Mainster Jorgen steinmetzen [GgHospR]. — b. 'Mensch, der in seinem Fach hervorragendes leistet; Könner' [mancherorts]; Zs.: PfWB Hexenmeister. Wer 's bescht gekennt hot, war M. [Rockhs]. — c. 'Herr, Vorgesetzter, Aufseher, Leiter' [verbr.]; Zs.: PfWB Bach-, PfWB Bau-, PfWB Post-, PfWB Brand-, PfWB Pritschen-, PfWB Bürger-, PfWB Drill-, PfWB Eich-, Flöz-, PfWB Forst-, PfWB Fron-, PfWB Gerichts-, PfWB Haus-, PfWB Hof-, PfWB Kirchen-, PfWB Kupier-, PfWB Markt-, PfWB Rent-, PfWB Ritt-, PfWB Rott-, PfWB Schacht-, PfWB Schul-, PfWB Sprach-, PfWB Spreng-, PfWB Stuben-, Stuter-, Waage-, PfWB Wacht-, PfWB Wald-, Wiegmeister. a. 1314: und mogent die mestere und die nachgebure dar zu gen mit wafene oder ane wafen [SpeyUrk. 223]. a. 1341: vmme vir schillinge penninge zur winachten zu geben deme meister in irme hove zu Obernheimbach [OttbgUrkb. 419]. Im Bes. α. 'Aufseher der Arbeitsleute' [verbr.]; vgl. PfWB Kommandiermeister. — β. Anrede des Herrn durch das Gesinde [mancherorts]; vgl. PfWB Pfetter 4, PfWB Vater 1 d, PfWB Vetter 2 b γ, PfWB Herr 2 a α, Schef. — d. 'Scharfrichter'. a. 1661: wurde er vor den Meister gestellt [Knapp 57 (KL-Ottbg Samb)]. — e. 'Schinder' in den Zs. PfWB Klee-, Wasenmeister. — 2. a. Meinschter Lambe 'Hase' [ KU-Schmittw/O]; Meischter Lambel [ KL-Schneckhs]. — b. vgl. die Zs. PfWB Waldmeister. — F.: Nasaleinschub findet sich schon in den hist. Belegen des Pfälzischen (s. o.) und im Mhd.: meinster ( Lexer Lexer I 2085). In den heutigen pfälzischen Mundarten ist Nasaleinschub oder Nasalierung (sekundäre Nasalierung) besonders vor -s und -f (vgl. PfWB Deichsel, PfWB Esel, PfWB Husten, PfWB Haufen, PfWB Meise, PfWB Meißel, PfWB Maulvoll u. a.) in der Nord- und mittleren Westpfalz zu beobachten, während in der VPf nur noch in einzelnen Fällen kleinere Inseln [Bd. 4, Sp. 1287] mit sekundärer Nasalierung bestehen geblieben sind (vgl. Bertram § 170). — Südhess. IV 619/20; RhWB Rhein. V 1056 ff.; Lothr. 355/56; ElsWB Els. I 732. 1. 'Frau eines Meisters, Vorgesetzten', auch Anrede, Määschtern, Meeschtern (mdərn, mēdərn) [KL-Mackb PS-Münchw FR-Merth NW-Frankeck Gimmdg SP-Harths LA-Bornh GH-O'lustdt Schwegh Lambert Penns. 104], Maaschtern (mādərn) [ RO-Hallgt], Meeschterin [ NW-Elmst], Meisterin [mancherorts, nach dem Schd.], Meeschtersch, -ää(mdər, -ē-) [ IB-Bebh Erfw/Ehling ZW-Lambsbn], Määschders [ KU-Bedb]; vgl. PfWB Schulmeisterin; zur Endung -sch, -s vgl. PfWB Nähtersin. Gut Morge, M.! [ GH-Schwegh]. — 2. 'Vorsteherin eines Konvents'; a. 1300 oder früher: der maisterinne vnd dem Conuente von franchental [Corpus IV 471]. — Südhess. IV 620. 1. etwas m. 'einer Aufgabe gewachsen sein, etwas bewältigen', meeschtere, määschtere (mēdərə, m-) [vereinzelt]. — 2. sich m. 'sich beherrschen'. Ich bin so im Zarn (Zorn), as ich mich nimmi meeschtere [Reichard Penns 412]. — 3. a. 'miteinander ringen, raufen (um seine Kräfte zu messen)', määnscht(e)re [ NW-Haßl Spey BZ-Dierb], mäscht(e)re [BZ-Dimb Bayer Hackm. 43], meeschtere [ ZW-Krähbg]. — b. 'um etwas ringen, hinter etwas her sein'. Ich geh emol mäschtere um mein Geld 'Ich versuche, mein Geld zu bekommen' [Kaislt]. — Südhess. IV 620; RhWB Rhein. V 1059; LothWB Lothr. 356; ElsWB Els. I 733.
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