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Pfälzisches Wörterbuch 
 
März bis März(en)-füllen (Bd. 4, Sp. 1200 bis 1201)
 
März, m.
Marzell, Gen.?
märzen, schw.
März(en)-amsel, f.
März(en)-atzel, f.
März(en)-bach, m.
März(en)-bier, n.
März(en)-bise, f.
März(en)-blume, f.
März(en)-brunn(en), m.
März(en)-füllen, n.
März(en)-galle, f.
März(en)-gänkelchen, n.
März(en)-gründchen, n.
März(en)-luft, f.
März(en)-nebel, m.
März(en)-nägelchen, n.
März(en)-regen, m.
März(en)-schnee, m.
Märzenschnee-wasser, n.
März(en)-sonne, f.
März(en)-staub, m.
März(en)-tau, m.
März(en)-veilchen, n.
März(en)-veigel, n.
März(en)-vogel, m. n.
März(en)-vögelchen, m. n.
März(en)-wind, m.
Märziesel, n.
Marziesel(chen), n.
Marzipan, n.
Märzis(s)el
Mäsch, m.
maschandieren
Masche, f.
masche
Maschine, f.
maschinen, schw.
Maschinen-arm, m.
Maschinen-blume, f.
Maschinen-führer, m.
Maschinen-gewehr, n.
Maschinen-kittel, m.
Maschinen-öl, n.
Maschinen-schmiere, f.
Maschinen-stroh, n.
Maschiner, m.
Maschores, m.
maschugge
Mase, f.
Maseln, Pl.
maseln
Maser, f.
maserig
Masern, Pl.
masern
Maserung, f.
Maser-wuchs, m.
Masik
Maske, f.
Masken-anzug, m. n.
Masken-ball, m. n.
Masken-kostüm, m. n.
maskieren, schw.
Mas-kolmen, m.
Maß, n.,  f.
maß
Massage
Massak, Gen.?
massakrieren, schw.
Massamafuddre
Massasche, f.
Maß-blech, n.
Masse, f.
Massel, f.
Massel, m.
Massel
Massel, n.
masseln, schw.
masseln, schw.
Massel-tof, n.
Massemassem, Gen.?
Massematten, Pl.
Masser, m.
Massert, m.
Masser-auge, n.
Masser-holz, n.
masserig, Adj.
Masser-kopf, m.
massern, schw.
Maß-holder, m.
Maßholder-holz, n.
Maßholder-baum, m.
massieren, schw.
mäßig, Adj.
mäßigen, schw.
Mäßigkeit, f.
Massik, m.
Massion, f.
massiv, Adj.
   März m.: der Kalendermonat März, rz [verbr., Mang 91 Heeger SOPf (Notizen) Lambert Penns 102 verbr. Don Gal Buch Rußl], Marz [vereinzelt mittl. u. südl. VPf O-PS]. BR.: Der März hot Gift im Sterz (Schwanz) [Feierowend 9/1952 1]. Der M. macht de alde Weiwer e Stärz (Sturz) 'Im M. sterben viele alte Leute' [ Gal-Broczkow]; Var.: Im M. werre die alde Weiwer enausgestärzt, dass. [ RO-Als]. Im M. Dunner un Blitz, gebt im Summer Korn un Hitz [Zeitw. Gal. 1959]. Wann im M. die Newwel falle, gebt's zu Peder un Paul groß Wasser [ebd.]. Was de M. nit will, helt (holt) sich de April [ KB-O'wies]. Soviel Nebel im M. ufsteigen, soviel Gewitter im Juni sich zeigen [ SP-Mechth]. Soviel Nebel im M. dich plagen, soviel Gewidder in hundert Tagen [ GH-Leimh]. Wenn im Janner (auch: Hornung) die Schnoke geige, werren se im M. wirrer schweige [ GH-Hatzbühl, Kand]. Wenn im Februar die Mucken schwärme, muß mer im M. de Offe wärme [ PS-Geisbg]. Donnert's in den M. hinein, wird der Roggen gut gedeihn [ebd.]. M. trocke, April naß, kihler Mai, singt de Bauer juchhei [ SP-Mechth]. Trockner M. erfreit der Bauern Herz [ NW-Frankeck]. Trockner M., nasser April, kihler Maai bringt viel Frucht un Haai [ KU-Hinzw Don-Gottlob], fillt Keller, Bode un macht viel Heu [ GH-Schwegh], fillt dem Bauer Kischde, Kaschde un bringt viel [ LA-Gommh], isch des Bauers Will [ebd.]. Feichder, fauler M., is des Bauern Schmerz [ LU-Rh'gönh, RO-Odh GH-Zeisk]. So wie de M. die Bach findt, läßt er se [ KU-Adb]. Volksgl.: Der siwwet M. schneit mer'n Wip 'Zweig' ab fun jederm Baam un schmeißt sie weg, no gebt's sell Johr viel Obscht [Fogel Beliefs Penns Nr. 1088]. Im

[Bd. 4, Sp. 1201]
M. gebt's 's bescht Mehl [ebd. Nr. 1346]. a. 1363: mitwochens in den Merze [UrkKG]. a. 1480: daß ein ieglicher, der zu Erlenbach sitzet, der hornung vndt mertze fewer vnd flamme helt [PfWeist. 445 (KL-Erlb)]. Südhess. IV 552/53; RhWB Rhein. V 911 ff.; LothWB Lothr. 355; ElsWB Els. I 714.
 
 
Marzell Gen.?: eine Münze, Marzell [PfId. 91 (IB-Blieskst)].
 
  
märzen schw.: 'lüften im März', rze [ KU-Erdb Krottb]. »An den ersten schönen Märztagen werden alle Kleidungsstücke ins Freie gehängt. Die Schränke werden geöffnet und ausgewischt. Das 'Getüch' kommt ins Freie.« [Vogelsgesang 10, Becker Vk. 303]. Südhess. IV 553/54; RhWB Rhein. V 919.
 
 
März(en)-amsel f.: = PfWB Schwarzamsel, rzamschel (weil sie oft schon im März nistet) [KU-Schmittw/O RO-Dörrmosch KB-Dreis BZ-Dernb Heeger Tiere II 11]. Südhess. IV 553; RhWB Rhein. V 914. — -atzel f.: eine Elsterart, die schon im März nistet, -atzel [ KU-Schmittw/O]. — -bach m.: FlN, Waldabteilung, Märzbach [ KB-Rams]. — -bier n.: 'im März gebrautes Lagerbier' ( DWB DWb. VI 1691), rzebier [ LU-Oggh]. a. 1596: Küffer Hansen ... für allerhandt Küffer Arbeit ... gegen den früling Von den faßen ... Mertzbier darinnen zu faßen [WerschwSchR Bl. 266r]. — -bise f.: 'Sturm, Regen- oder Schneeschauer von kurzer Dauer im März und April', rzebies [ KU-Elschb]; vgl. PfWB Bise. RhWB Rhein. V 914. — -blume f.:
1. 'Seidelbast (Daphne mezereum)', -blumm [Kirchhbol (Wilde 226)]; vgl. PfWB Frühblut, März(en)veilchen 2. —
2. 'Veilchen (Viola odorata)', rzblumm [ KU-Kreimb KB-Mörsf], Märze- [Lambert Penns 102]; vgl. März(en)veilchen 1 a. — Südhess. IV 553; RhWB Rhein. V 914/15; LothWB Lothr. 355; ElsWB Els. II 158. — -brunn(en) m.:
1. a. 1585/88: Es hatt auch an allen örtten trefflich viel Winterquellen ... Diese pflegt man gemeinlich Mertzbrunnen zu nennen [ZweibrDom. A. 90, 327]. a. 1602: Man findet auch Viele winterquellen oder Mertzbrunnen (nur nach dem Winter, also im März fließende Quellen, wenn die Erde noch mit Wasser gesättigt ist) [J. Hoffmann Landsberger Amtsbeschreibung, in: NPfGV 1922 76]; vgl. März(en)galle. —
2. FlN, Waldabteilung, Märzbrunn [ KB-Rams]. — ElsWB Els. II 960 and. Bed. — -füllen n.:
1. 'altes, mageres, abgetriebenes Pferd', rzfille [Kirchhbol]; Syn. s. PfWB Mähre. —
2. 'wer am 1. März gefoppt wird', Märzfill(i) [Beam Penns 68]. »Wie mit dem Aprilnarren verfährt man am 1. März in Kaiserslautern mit den Märzfüllen, was am Donnersberg auch als Schimpfwort begegnet« [Becker Vk. 309]; vgl. PfWB Aprilennarr. — Südhess. IV 555; RhWB Rhein. V 917. —