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Mark-mann bis markten (Bd. 4, Sp. 1190 bis 1193) | |||
Mark-mann, m. Marko, m. Markolfus, m. Mark-pfad, m. Mark-placken Mark-schein Mark-schlitz Mark-stein, m. Mark-stück, n. Markt, m. markten, schw. märkten, schw. Markt-fährtel, n. markt-fährteln, schw. Markt-flecken, m. Markt-frevel, m. Markt-gänger, m. Markt-gasse, f. Markt-geld, n. Markt-korb, m. Markt-meister, m. Markt-pforte, f. Marktpforten-turm, m. Markt-platz, m., n. Markt-preis, m. Markt-sach, n. Markt-stand, m. Markt-straße, f. Markt-stück, n. Markt-tag, m. Markt-tasche, f. Markt-weg, m. Markt-wetter, n. Markt-woche, f. Markt-zeine, f. Markung, f. Markus, m. Markus-prozession, f. Markus-tag, m. Mark-zahl, f. Mar-lache, f. Marlene Marlis(s) Marmel, m. Marmelade, f. Märmel-stein, m. Marmor, m. marmorieren, schw. Marmor-kuchen, m. Marmor-kugel, f. Marmottchens-stein, m. Marn-heim, ON marode, Adj. Marotte, f. Marr, f. Märr märren, schw. marsch, Interj. Marsch, m. Marschall, m. marschandieren, schw. marschen, schw. marschieren, schw. Marschierer, m. Marsch-lied, n. Marsch-schritt, m. Martel Marteler Marter, f. Marterer martern, schw. märtern, schw. Marter-tag, m. Martha, f. Mart-huhn, n. Martin, m. Martinee, n. Martini, m. Martini-weibchen, n. Martini-zins Martins- Martins-fest, n. Martins-feuer, n. Martins-gans, f. Martins-höhe, ON Martins-huhn Martins-kirbe, f. Martins-kirche, f. Martins-markt, m. Martins-tag, m. Martins-zins Märtyrer, m. Martyrer-buch, n. Marwel März, m. Marzell, Gen.? märzen, schw. März(en)-amsel, f. März(en)-atzel, f. März(en)-bach, m. | 1. a. = PfWB Pelznickel 1, Ma(r)kolwes [verbr. NWPf (s. K. 32), Müller Dietschw 49 Christmann Sprachbew. 34 Kühn Hamet 123 Schandein Bav. IV,2 353 Becker Vk. 287], (maˈkolwəs) [Kus], Kolwes [ KU-Haschb/G Jul Mühlb Rathsw]; vgl. PfWB Kolmakkes. In der Adventszeit geht der M. um [ KU-Herschw/Petth], gehen M. un Kreschkinnche um (der M. in alten Männerkleidern mit Flachsbart, Stock und Sack, das Christkind in weißem Schleier aus Vorhangstücken, mit Körbchen) [ KU-Hundh]. Der M. fragt die Kinder: Sinner aach brav? Was soll eich das Kreschkinnche bringe? [ebd.]. Ja Lissettche, henk nor die Schnut: / Dir bringt dr Makolwes aach e Rut! [Kühn Palz 43]. — b. 'Schreckgestalt, die Kinder ängstigen soll', Makolwes [mancherorts NWPf westl. WPf], Maholwes [ KU-Föckbg], Makolmes [ KU-Herschw/Petth], Makulmes [IB-Ensh (Glass 63)], Kolwes [ KU-Bedb Hinzw Jul O'eisb]; Syn. s. PfWB Butzenmann 1 a, K. 77. — 2. a. α. 'altmodisch, geschmacklos, schlampig gekleideter Bursche', Makolwes [ PS-Geisbg]. — β. 'Kind, das sich schmutzig gemacht hat oder etwas Unschickliches sagt', Markolwes [Kaislt]. — b. α. 'überaus große männliche Person', Makulmes [IB-Ensh (Glass 63)]; Syn. s. PfWB Riese. — β. 'dikke, schwerfällige Person' [Kaislt KL-Reichb]. Der steif Makolwes kann sich net werwe 'drehen' [ KL-Reichb]. — Markolf, Gestalt mittelalterlicher Dichtung (Christmann in: PfMHk. 1930 258f.) — Südhess. IV 544; Rhein. V 884, Z. 51 ff. [Bd. 4, Sp. 1191] Volksgl.: Wer einen M. zu seinem Vorteil versetzt, muß ihn in die Ewigkeit tragen [ PS-Erfw]. a. 1421: Were es sach, daß einer mit seinem pfluch oder mit der egen vngeuerlich einen marckstein oder gemerck vßwurffe, so soll er still halten vnd das gemerck wieder vffstellen [PfWeist. 133 (IB-Blieskst)]. a. 1466: von dem eychen strunck an biß an Clossen an das dorff, do stet eyn marcksteyn [ebd. 206 (PS-Burgalb)]. a. 1482: als die zwene marsteynn stentt [LandsbgZb. Bl. 38]. a. 1469: vnd stat 1 marsteyn tzwyschen wyshans vnd der meyerie uff der glamen [HornbGb. (ZW-Contw)]. 15. Jh.: den graben vß off den berg an den wissen margsteyn [PfWeist. 359 (HB-Einöd)]. a. 1504: ob noit were, marcksteyn zu setzen in bann vnd beryß Erffwiler [ebd. 434 (PS-Erfw)]. a. 1609: Loch oder Marckhstein [SSp, Lgb. LA-Kirrw]. Südhess. IV 545; RhWB Rhein. V 877; LothWB Lothr. 354; ElsWB Els. II 600. 1. a. α. 'Verkaufsveranstaltung an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit' und/oder 'Fest mit Unterhaltung, Volksbelustigungen', Markt (nach dem Schd.) [vereinzelt], Maarkt [KU-Bedb Wolfst WD-Niedkch RO-Münstapp KL-Stelzbg Weilb], Moorkt [ KU-Obw/T], Marikt [ BZ-Gossw], Märkt [Bliesg (PfId. 91)], Mark [verbr. VPf vereinzelt übrige Pf Bertram § 28, 228 Heeger Südostpf. 30 Schneckenburger 35, 47], Maark [verbr. WPf vereinzelt übrige Pf Müller Dietschw 49 Höh 77, 108 verbr. Gal Don-Tscherwk Schowe Torscha Buch-Illisch], Marik [ZW-Hornb Ernstw KL-Reichb PS-Gersb Pirmas (Kieffer 53) LU-Altr NW-Haßl Spey BZ-Stein, Schweig O'ottb Bergz (PfId. 91), Christmann Kaulb 6, 50 Mang 144 Otterstetter 90, 125 Heeger Südostpf. 24 Gal-Hohb (Krämer Gal 146)], Marrik [Lambert Penns 103 Beam Penns 68], Morik [ PS-Erfw], Maik [KU-Haschb/G RO-Sippf Runck Gucke 36 Haster 30], Märk [ IB-Ormh KB-Biedh Bubh], Määrik [Mang 83], Mart [ KU-Hefw WD-Marth Gal-Moosbg Walddorf], Maart (mrd, mrd) [ KU-Schmittw/O RO-Bistschd KB-Kriegsf]; vgl. PfWB Messe 2; Zs.: PfWB Bellen-, PfWB Pferds-, PfWB Preis-, Preisvieh-, PfWB Purzel-, PfWB Ferkels-, PfWB Vieh-, PfWB Frühjahrs-, PfWB Gallen-, Gäuls- 1, PfWB Georgen-, PfWB Großvieh-, PfWB Herbst-, PfWB Holz-, PfWB Jahr- 1, PfWB Jakobs-, PfWB Juden-, PfWB Kirbe-, PfWB Kraut-, PfWB Krempel-, PfWB Kristkindleins-, PfWB Mai-, PfWB Obst-, PfWB Oktober-, PfWB Oster-, PfWB Sau-, PfWB Waren-, PfWB Weihnachts-, PfWB Wochen-, PfWB Wurst-, PfWB Zwiebelmarkt; [Bd. 4, Sp. 1192] vgl. PfWB Bartholomäus 1; de Lauderer (de Kerchemer, de Zwääbricker) M.; merrere (mit einer) Kuh uf de M. gehe (fahre) [verbr.]; uf'm M. Inkääf mache [Pirmas]; uf'm M. e gurer (e schlechder) Kaaf mache [ KL-Reichb]. 's isch M. in Dahn [ PS-Erfw]. 's kummt e Stander Leit 'eine Menschenmasse' uf de M. [ KU-Schmittw/O]; vgl. auch PfWB Leutespiel. Uf'm M. bringt mer sein Geld on 'hat man Gelegenheit zum Geldausgeben' [ebd.]. Der Pferdehändler zu einem Käufer, dem die Pferde zu teuer sind: Geh uf de M., die soon der, was die Gail koschde! [ebd.]. RA.: e Kälbche uf de M. stelle 'sich übergeben' [ KU-Selchb]. Wer zu spät kommt, kummt, wann de M. veloff es [ KB-Bischh]. Er traacht fer annere die Haut uf de M. [Bergz (Kamm 39), mancherorts]. SprW.: Jerer muß sein Haut uf de M. troon [ KU-Schmittw/O, mancherorts]. 's hat jerer sei Päckel selwer uf de M. se traache [ LA-Edh]. Wammer die Narre uf de M. schickt, leesen die Krämer Geld [ BZ-Dernb]; Var.: Wann de Esel uf de M. geht, leest de Krämmer Geld [ Buch-St. Onufry]. Reicher Leude Kinner un armer Leude Rinner komme frih uf de M. [LA-Impfl]. WR.: Wann's uf de Kerchemer M. net reent, reent's sicher uf de Gellemer [ KB-Stett]. VR. s. PfWB Taler 1 a. KR.: Ich geh uf de M. (Der andere muß sagen:) Ich aa. Ich kaaf Käs. Ich aa. Der stinkt. Ich aa [ ZW-Marthh]. a. 1446: Auch sol kein metzeler of eime marte me dan ein rynte vnd vier stuck cleins fyhes, hemmel, Schaff, swyn oder kelber der eins slagen vnd nit me [Kuseler Chronik, Zunftordnung S. 37]. a. 1446: das die zunftmeister of allen merten in vnserm obgenannten lande vnd gebiete gehorig das brot von allen beckern in der bruderschaft vnd auch allen fremden beckern besehen sollen [ebd. S. 38]. a. 1483: Vndt ob ein frembder Bekker od. Müller vff einem Marck oder andern Tag in der Wochen Brodt oder Mehl in die Statt bringet [ZweibrUrkb. 85]. a. 1514: vff dem marg kaufft [GgHospR 10]. a. 1530: vf dem Markh [GGA Nr. 24]. a. 1533: vff dem Marck; a. 1534: vff dem Marick [GgHospR]. a. 1601-1629: Wuchen Zoll vnd standtgelt, Allen sambstag würdt solches vf dem Markh dem Fauth vom Büttel erhaben; Zue Zelle Im Jhar zwen Märckh, dessen einer vf vincula petri, der ander vff Andreae [DirmstAWeist.]. a. 1629: weil auch sonderlich in den merckten des nachts gutte hutt vndt wacht erfordert wirt wegen villen vnnuzigen gesindtleins [PfWeist. 780 (FR-Gr'karlb)]. a. 1652: vfm Marekh [GgHospR]. — β. vgl. PfWB Heiratsmarkt. — b. FlN. α. Dorfteil in RO-Als, mda. Moork, auch: Moorkplatz; die Bewohner heißen Määrker; vgl. PfWB Märker 2. — β. Zs.: PfWB Strohmarkt. — 2. Zs.: Gäulsmarkt 2, ein Kinderspiel; Jahrmarkt 2 'Lärm'. — Südhess. IV 545/46; RhWB Rhein. V 886 ff; Lothr. 354/55; ElsWB Els. I 710. [Bd. 4, Sp. 1193]
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