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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Ge-bratene bis Ge-briambel (Bd. 3, Sp. 93 bis 94)
 
   Ge-bratene Pl.: 'Kartoffeln, die man im Feld brät', Gebroorene [ LU-Muttstdt]; vgl. PfWB Gebrätelte.
 
  
Ge-bratenes, -brates n.: wie schd., Gebrodenes, -brorenes, -brolenes, s. PfWB braten [verbr.]; vgl. PfWB Gebackenes 2. RA.: Bei denne gebt's numme Gesottenes un G. 'Sie leben gut' [ LA-Mörzh]. a. 1444: am sondage iglichem eyn musch 'Gemüse', da by zweyn ein fleysch und senf; dar zu eyn gebrates [ZweibrLuRb., Bl. 36]. a. 1514: vor gebrodeß vnd kalpfleysch von ostern byß uff wihenachten [GgHospR, S. 20]. Rhein. I 921 Z. 60/61; ElsWB Els. II 201; Bad. I 309 Bratens 3.
 
  
Ge-brauch m.: wie schd., Gebrauch [vereinzelt]; vgl. PfWB Brauch. Syn. s. PfWB Moden. Bei uns war der G. [ Don-Lenauh]. RA. (scherzh.): vum Gaschtrecht G. mache 'aus dem Haus werfen' [ LU-Opp]. a. 1537: zu schicken ydigs nach synem rechttenn oder lantleuffigem gebruch [PfWeist. II 615 (RO-Gaugrw)]. a. 1609: Vom gericht, dessen ordtnung vnd gebreüch [ebd. II 722 (FR-Gr'karlb)]. So luschdich sin die Mensche un so schään sin ehr Gebraiche [Keiler 146]. Südhess. II 1145; RhWB Rhein. I 926; LothWB Lothr. 186; ElsWB Els. II 180; Bad. II 314.
 
 
ge-brauchen schw.: wie schd., gebrauche [verbr.]; vgl. PfWB brauchen. Das kann ich noch gut g.

[Bd. 3, Sp. 94]
[Zweibr., verbr.]. Du bischt heit for nix zu g. [KL-Bann, verbr.]. a. 1537: Ob eine (der zerstrittenen Frauen) bedeucht, das ir vnrecht beschee, ist ir rechts gegenn der anderenn ... zu gebruchen vorbehaltten [PfWeist. II 610 (RO-Gaugrw)]. 16. Jh.: alle bastart vnnd wildtfennge sollenn kunigsleut sein vnnd sich derselben freyheittenn geprauchenn [ebd. II 623 (Germh)]. Südhess. II 1145/46; RhWB Rhein. I 928; LothWB Lothr. 186; Bad. II 314.
 
  
Ge-braus n.: wie schd., Gebraus [vereinzelt], -bruus [mancherorts SWPf, PfId. 50]. Des war e G. heint nacht [ LA-Gommh]. ElsWB Els. II 199.
 
 
Ge-brebel s. Gepröpel.
 
  
Ge-brechen n.:
1. 'körperliches G.', Gebreche [ KU-A'glan]. Volksmed.: Wann man Zimmetrinden, Fenchel, Spargen und Eppichwurtz mit Lavendel vermischt und geneust, so ist es gut für alle kalte Gebrechen des Hirns und der Nerven [Exzerpt Kleeberger aus »Der Meierhof«, S. 1013]. —
2. 'Mangel'. 16. Jh.: were es sach, daß gebrechen weren an einem schultheißen, so ... soll die gemeyn darstellen drey männer [PfWeist. II 658 (LA-Gleisw)]. — Mhd. gebrëche m. — Südhess. II 1146; RhWB Rhein. I 950; Bad. II 314.
 
  
ge-brecherlich Adj.: = PfWB gebrechlich, gebrecherlich [ KU-A'glan]. RhWB Rhein. I 951; LothWB Lothr. 186.
 
 
ge-brechlich Adj.: wie schd., gebrechlich [vereinzelt, Schandein Ged. 89]; vgl. PfWB gebrecherlich. Syn.: PfWB abgespannt, PfWB altersschwach, PfWB anfällig, PfWB armselig, PfWB ausgelottert, PfWB bresthaftig, PfWB turmelig 2 a, PfWB eindärmelig 1, PfWB elend 3, PfWB elendig 2, PfWB hinfällig, PfWB krackelig, PfWB kräcksig, PfWB kränkerlich, PfWB kraukelig, PfWB kümmerlich, PfWB lahm, malade, raulig, PfWB schmächtig, PfWB schwächlich, PfWB wackelig, PfWB zitterig. Südhess. II 1146; RhWB Rhein. I 951; ElsWB Els. II 179.
 
 
ge-bresten st.: 'mangeln', vgl. PfWB Bresten 3. a. 1331: waz auch do gebreste [OttbgUrkb. 381]. a. 1444: ist dan ubrig (übrig) odir gebristet, darnach werde es gehandelt [ZweibrLuRb., Bl. 80]. Bad. II 314.
 
 
Ge-briambel s. Gepräambel.