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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Gebot-geld bis Ge-brebel (Bd. 3, Sp. 93 bis 94)
 
  Gebot-geld n., -pfennig m.: 'Gebühr für das Entbieten vor Gericht' ( DWB DWb. IV/1, 1, Sp. 1813). um 1670: Gebotgeld [NPfGV 1937, S. 27]. a. 1532: darzuo sollen alle geboth- vnnd clagpfenning sein sin [PfWeist. I 265 (KB-Dreis)].
 
 
Ge-bozels n.: 'Bastelei', G'boozls [ Don-Tscherwk]; vgl. PfWB bozeln. Vgl. Rhein. I 883 Z. 2 Gebossels.
 
 
ge-brannt in gebrennt Mehlsupp s. PfWB brennen II 4 e.
 
  
Ge-brätelte Pl.: 'Bratkartoffeln', Gebrädelte [ NW-Frankeck]; vgl. PfWB bräteln 2, PfWB Gebratene.
 
 
ge-braten in der Wendung (net) gebrot s. PfWB braten 1 a.
 
  
Ge-bratene Pl.: 'Kartoffeln, die man im Feld brät', Gebroorene [ LU-Muttstdt]; vgl. PfWB Gebrätelte.
 
  
Ge-bratenes, -brates n.: wie schd., Gebrodenes, -brorenes, -brolenes, s. PfWB braten [verbr.]; vgl. PfWB Gebackenes 2. RA.: Bei denne gebt's numme Gesottenes un G. 'Sie leben gut' [ LA-Mörzh]. a. 1444: am sondage iglichem eyn musch 'Gemüse', da by zweyn ein fleysch und senf; dar zu eyn gebrates [ZweibrLuRb., Bl. 36]. a. 1514: vor gebrodeß vnd kalpfleysch von ostern byß uff wihenachten [GgHospR, S. 20]. Rhein. I 921 Z. 60/61; ElsWB Els. II 201; Bad. I 309 Bratens 3.
 
  
Ge-brauch m.: wie schd., Gebrauch [vereinzelt]; vgl. PfWB Brauch. Syn. s. PfWB Moden. Bei uns war der G. [ Don-Lenauh]. RA. (scherzh.): vum Gaschtrecht G. mache 'aus dem Haus werfen' [ LU-Opp]. a. 1537: zu schicken ydigs nach synem rechttenn oder lantleuffigem gebruch [PfWeist. II 615 (RO-Gaugrw)]. a. 1609: Vom gericht, dessen ordtnung vnd gebreüch [ebd. II 722 (FR-Gr'karlb)]. So luschdich sin die Mensche un so schään sin ehr Gebraiche [Keiler 146]. Südhess. II 1145; RhWB Rhein. I 926; LothWB Lothr. 186; ElsWB Els. II 180; Bad. II 314.
 
 
ge-brauchen schw.: wie schd., gebrauche [verbr.]; vgl. PfWB brauchen. Das kann ich noch gut g.

[Bd. 3, Sp. 94]
[Zweibr., verbr.]. Du bischt heit for nix zu g. [KL-Bann, verbr.]. a. 1537: Ob eine (der zerstrittenen Frauen) bedeucht, das ir vnrecht beschee, ist ir rechts gegenn der anderenn ... zu gebruchen vorbehaltten [PfWeist. II 610 (RO-Gaugrw)]. 16. Jh.: alle bastart vnnd wildtfennge sollenn kunigsleut sein vnnd sich derselben freyheittenn geprauchenn [ebd. II 623 (Germh)]. Südhess. II 1145/46; RhWB Rhein. I 928; LothWB Lothr. 186; Bad. II 314.
 
  
Ge-braus n.: wie schd., Gebraus [vereinzelt], -bruus [mancherorts SWPf, PfId. 50]. Des war e G. heint nacht [ LA-Gommh]. ElsWB Els. II 199.
 
 
Ge-brebel s. Gepröpel.