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her-fallen bis Her-gelaufener (Bd. 3, Sp. 859 bis 861) | |||
her-fallen, st. her-fressen, st. her-führen, schw. her-für her-gabeln, schw. her-galoppieren, schw. Her-gang, m. her-geben, st. her-gehen, st. her-gehurgeln, schw. Her-gelaufener her-gratteln, schw. her-gucken, schw. her-halten, st. her-heben, st. her-hexen, schw. her-hickeln, schw. her-hocken, schw. her-holen, schw. her-hotzeln, schw. Hering, m. Hering(s)-bändiger, m. Hering(s)-büchse, f. Hering(s)-drücker, m. Hering(s)-eier, Pl. Hering(s)-fänger, m. Hering(s)-faß, n. Hering(s)-krämer, m. Hering(s)-milch, f. Hering(s)-salat, m. Hering(s)-schwanz, m. Hering(s)-seele, f. Hering(s)-ständer, m. Hering(s)-sulper, m. Hering(s)-tiroler, m. her-kajäckern, schw. her-kauen, schw. her-knattern, schw. her-kommen, st. Her-kommen(s), n. her-korzeln, schw. her-kotteln, schw. her-kotzen, schw. her-kozen, schw. her-krabbeln, schw. her-kriegen, schw. Herkules, m. Her-kunft, f. her-langen, schw. Her-laub her-laufen, st. her-lehnen, schw. her-leiern, schw. her-leitseln, schw. Herling, m. her-linsen, schw. her-locken, schw. her-lockern, schw. her-lotsen, schw. her-machen, schw., st. her-müssen, schw. her-nach, Adv. her-nachder(t), Adv. her-nacher(t), Adv. her-nacht, Adv. her-nachmal(en), Adv. her-nachmals, Adv. her-nehmen, st. her-nucken, schw. heroisch, Adj. her-päppern, schw. her-pfuschen, schw. her-plumpsen, schw. her-purzeln, schw. Herr, m. her-rangieren, schw. her-rasen, schw. Herr-auffahrt, f. Herrauffahrts-tag, m. Herr-darm her-reichen, schw. Her-reise, f. her-reisen, schw. Herren-apfel, m. Herren-art, f. Herren-bauer, m. Herren-berg, m. Herren-birne, f. Herren-bube, m. Herren-dienst, m. Herren-essen, n. Herren-fastnacht, f. Herren-feld, n. Herr(en)+-frieden, m. Herr(en)-fron, f. Herr(en)-gakert, m. Herr(en)-gäker(t), m. Herr(en)-gäkser, m. Herr(en)-gärger(t), m. Herr(en)-gärtsch, m. | 1. a. über etwas h. 'sich gierig auf etwas stürzen'. Die Kinner sin iwwer die Kichelcher hergefall [KB-Bischh, verbr.]. RA.: Er fallt driwwer her wie e Blinner in die Niß [ Don-Bulkes, mancherorts Don Gal Buch], wie e Hund iwwich e Stick Fleesch [ Gal-Lindenf]. — b. über einen h. 'einen überfallen (tätlich oder mit harten Vorwürfen)'; vgl. PfWB herfahren 2, PfWB -gehen 3. Sie sein iwwer'n hergefall wie die Wilde [ KU-Schmittw/O]. — 2. = PfWB hinfallen. Er is hergefall wie e Sack [ KB-Kerzh]. — Südhess. III 322; Rhein. II 263 Z. 17; Bad. II 636. — -fressen st.: sich h. 'sich vollfressen', vgl. PfWB herausfressen 2. Die Kuh hat sich so langsam hergefress [ KL-Fischb]. Südhess. III 322. — -führen schw.: wie schd., -fihre, -fehre [verbr.]; vgl. PfWB hinführen. Fehr mol de Gaul her! [ KL-Reichb]. RA.: Muß de Deiwel awwer aa grad denne jetzt h.?, von einem ungelegenen Besuch [ NW-Hardbg]. Südhess. III 322. 1. wie schd., Hergang [vereinzelt]; de H. verzähle [ GH-Schwegh]. — 2. [Bd. 3, Sp. 860] 'Herweg'. RA.: de Hingang for de H. hun 'nichts ausrichten' [Kühn Palz 126]; vgl. PfWB Herfahrt, PfWB Metzgergang. — Rhein. III 519 Z. 19. 1. 'darreichen', hergewwe, -genn, s. PfWB geben [verbr.]; vgl. PfWB herlangen. Gebb mol de Zucker her! [LA-Offb, verbr.]. Zuruf an den Hund: Gebb's her! [ LU-Alsh]. — 2. a. 'leihen', vgl. PfWB herlehnen. Er will mer nix h. [ FR-Bockh]. SprW.: Was mer hergibt, is mer queit 'ist man für immer los' [PfMHk. 1925, S. 175]. — b. 'dem Erben übergeben'. Er gebt sein Land her [ PS-Schmalbg]. — c. 'verkaufen'; die War spottbillig h. [ KU-Brück]. Ich gewwe mein Gail her, um mir einen Traktor anzuschaffen [KL-Katzw, verbr.]. — d. 'verschenken, opfern', vgl. PfWB hingeben 1. Er gebt net gern her [SP-Mechth, verbr.]. Er gitt nix her [KU (Potzberg)]. RA.: Er däät 's Hemm vum Leib h. [ GH-Schwegh]. Er gebt her, wann er uf'm Abtritt sitzt [ PS-H'einöd]. Er beißt sich liewer 'n Finger ab, als daß er eppes hergibt [ LU-Maud Opp]. Er dät liewer e Au h., wann de anner keens hätt [ RO-Rehborn]. SprW.: Mer gibt net gere her, was mer hott [Hebel 45]. — e. 'verlieren'. Er hot viel Blut h. misse (bei dem Unfall) [LU-Opp, verbr.]. Er hot de Ochdem hergewwe 'den Geist aufgegeben' [ BZ-Albw]. — f. sich h. 'in die Lage fügen'. Du muscht dich hergewwe [Beam Penns 53]. — Südhess. III 322/23; Rhein. III 518 Z. 41; ElsWB Els. I 195; Bad. II 636. — -gehen st. : 1. a. = PfWB herkommen 1, -geh(e), -gehn, -gihn, s. PfWB gehen [verbr.]; vgl. PfWB hingehen 1. Geh mol her! [KB-Albish, verbr.]. Do geh her un trinke e Tass Kaffee mit! [ LA-Gommh]. Geh mol her, wann 's Herz hoscht! [Lu'haf]. Zuruf an den Hund: Gehschde her! [ZW-Lambsbn, verbr.]. Gehschde her oder net! [ RO-Obd]. Der Dieb zu der Sache, die er stehlen will: Gehscht her! [ NW-Gimmdg]. Ob de hergehscht zu mir? [ HB-Höch, NW-Weish/Sd.]. — b. 'einhergehen', vgl. PfWB herlaufen 1 b. Der Fahneträger geht vor'm Zug her [ GH-Schwegh]. Er geht hinner de annere her [ NW-Kallstdt]. — 2. a. über etwas h. 'mit einer Sache beginnen'; vgl. PfWB hermachen 2 a. Mer werren emol gleich driwwer h. [ FR-Bockh]. — b. lang h. 'andauern'. Des geht schun lang her [ BZ-Dernb]. — 3. über einen h. (mit scharfer Kritik), vgl. PfWB herfallen 1 b, PfWB -stellen. Sie sin all iwwer mich hergange [ NW-Weish/B.]. Ihr geht iwwer mich her, as wann ich ebber 'jemand' dodgemacht hätt [Reichard Penns 414]. — 4. unpers. 'vor sich gehen, stattfinden'. Do geht's her!, von einem Durcheinander [ ZW-Battw]. 's geht hoch her [PfId. 175]. Do geht's ruhich her [ LA-Wollmh]. Bei auch (euch) geht's awwer nowel her [ KU-Schmittw/O]. Do geht's her wie beim Vieh [ KL-Stelzbg]. Er war schun debei, wo's scharf hergang is [ KL-Reichb]. SprW.: Wann's emol recht hergeht, sein mer net mehr do [PfMHk. 1925, S. 165 ff.]. — 5. Füllwort zur Bez. des Beginns einer Tätigkeit, vgl. hin- [Bd. 3, Sp. 861] PfWB gehen 6. Do geh ich her un kaaf mer e Haus [ GH-Schwegh]. Dann geht mer her un eßt e Stick Brot [ Don-Schowe Torscha]. — Südhess. III 323/ 24; Rhein. III 518 Z. 47; Bad. II 636. — -gehurgeln schw.: = PfWB herrollen, vgl. PfWB gehurgeln. Die Grumbeere kurgele her [ LU-Altr].
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