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Herbergs-mutter bis Herbst-baches (Bd. 3, Sp. 844 bis 845) | |||
Herbergs-mutter, f. Herbergs-vater, m. her-beten, schw. her-blättern, schw. her-blinzeln, schw. her-bringen, st., schw. Herbst, m. Herbst-apfel, m. Herbst-arbeit, f. Herbst-aster, f. Herbst-baches, m. Herbst-blume, f. Herbst-braten, m. Herbst-bütte, f. Herbst-eimer, m. herbsteln, schw. herbsten, schw. Herbster, m. Herbst-ferien, Pl. Herbst-fest, n. Herbst-freckel, n. Herbst-feuer, n. Herbst-futter, n. Herbst-geld, n. Herbst-gewitter, n. Herbst-hahn, m. Herbst-honig, m. Herbst-huhn, n. herbstig Herbst+-imbiß, m. Herbst-käse, m. Herbst-katze, f. Herbst-kirbe, f. Herbst-kleid, n. Herbst-kost, f. Herbst-kuchen, m. Herbst-lase, m. Herbst-leser, Pl. Herbst-leute, Pl. herbstlich, Adj. herbstig, Adj. Herbst-lose, f. Herbst-lotte, f. Herbst-luft, f. Herbst-mantel, m. Herbst-markt, m. Herbst-monat, m. Herbst-musik, f. Herbst-narr, m. Herbst-nebel, m. Herbst-pudel, m. Herbst-quetsche, f. Herbst-regen, m. Herbst-rettich, m. Herbst-rose, f. Herbst-rübe, f. herbsts, Adv. Herbst-saat, f. Herbst-sau, f. Herbst-schaft, f. Herbst-schur, f. Herbst-schurz, m. Herbst-schwein, n. Herbst-sonne, f. Herbst-stube, f. Herbst-sturm, m. Herbst-tag, m. Herbst-wetter, n. Herbst-wind, m. Herbst-winde, f. Herbst-wolle, f. Herbst-zeit, f. Herbst-zeitlose, f. Herbst-zuber, m. Herbst-zug, m. Herd, m. herd-bar, Adj. Herd-bein, n. Herd+-ber, m. Herd-bock, m. Herde, f. Herdegärtsch Herden-hund, m. herden-weise, Adv. Herder-messe, f. Herd-farren, m. Herd-fasel, m. Herd-feuer, n. Herd-fuß, m. Herd-hammel, m. Herd+-kessel, m. Herd-kitsche, f. Herd-klotz, m. Herd-meister, m. Herd-platte, f. her-drehen, schw. her-dreschen, st. her-dressieren, schw. Herd-ring, m. Herd-rohr, n. | 1. 'Herbergswirtin, Frau des Herbergsvaters', Herbergsmutter, -motter [verbr.]. — 2. 'Gastwirtin', in der scherzh. Bezeichnung durch die Stammgäste [ ZW-Battw]. — Südhess. III 308. — -vater m.: 'Herbergswirt, Besitzer einer Herberge', -vatter [verbr.]. Südhess. III 308; RhWB Rhein. III 540; Bad. II 629. 1. wie schd., -bringe, -brenge, s. PfWB bringen [verbr.]; vgl. PfWB hinbringen. Kannscht mer mol de Hammer h.? [ NW-Haßl] Zuruf an den Hund: Do bring's her! [ ZW-Käshf GH-Minf]. Wer hat dich widder herbrung? [ ZW-Battw]. — 2. 'überliefert sein'. 16. Jh.: Vnd ist auch also lange zijt herbrocht worden [PfWeist. II 829 (FR-Grünstdt)]. a. 1599: vnnd werden schultheiß vund schöffen nach altem herbringen gefreihet [Bd. 3, Sp. 845] 'freigestellt von der Abgabe' [ebd. II 702 (BZ-Gossw)]; vgl. Herkommen 2. — Südhess. III 308; Rhein. III 518 Z. 38; Bad. II 629. 1. 'die Jahreszeit H.', Herbscht (härbd, häÄbd) [verbr., auch Penns Don Gal Buch Rußl], (hǟrbd) [ KU-Rothsbg NW-Iggb BZ-Nd'horb], Herbsch [ GH-Kuhdt], Hebscht (-ä-) [mancherorts WPf], Härribscht [Lambert Penns 75], Heerebscht [Buffington Penns Var. 224/24], Harbscht [mancherorts südl. VPf PS-Schönau Hirschth Bruchw RO-Rehborn], Harebscht [PSA 71]; vgl. PfWB Spätjahr. Zs.: PfWB Früh-, PfWB Spätherbst. Das is e schääner (e nasser, e kalder) H. [verbr.]. 's is grad wie im H. [ KL-Reichb]. Im H. loßt mer die Dumme Haschpelschmeer hole [ FR-Gr'niedh]. BR.: Viel Newwel im H., viel Schnee im Winder [ RO-Als]; eine andere BR. s. PfWB braten 1 c. Einen VR. s. PfWB Ernte 1 a. — 2. 'Ernte im H.'. a. α. 'Traubenlese' [allg. in Weinbaugebieten]; vgl. PfWB Traubenherbst. Zs.: PfWB Portugieser-, PfWB Vor-, PfWB Haupt-, Malinger-, PfWB Rot-, PfWB Weiß-, PfWB Weinherbst. Ich geh in de H. [verbr.]. RA.: Die is gebutzt wie 's Kättel im H., von einer mit schlampiger Kleidung [Bergz], wie 's Gretel im H. [ KU-Brück]. SprW.: Wer sich scheit vor Dreck un Speck, der bleib aus'm H. eweg [LA-Impfl]. a. 1514: Item 10 ß 8 Pfg. ist uff den hirbst gangen zu spier vnd berghußen zu lesen [GgHospR]. — β. 'Ertrag der Weinlese'; e guder (e schlechder) H. [verbr.]; e voller H. 'guter Weinertrag' [ LU-Fußgh]; e halwer H. (nur der halbe Ertrag) [ KB-Zell]. Wann aach noch de H. mißlingt, noot kimmer barfuß lääfe [Keiler 9]. Zs.: PfWB Drittel-, Viertelherbst. RA.: Er isch em Aarsch wie de Bellemer H. (der vom Hagel vernichtet worden war), von einem bankrotten Unternehmer [ LA-Gommh]. a. 1578: als sie den herbst daselbst eingethan [WerschwSchR]. a. 1632: Es haben die Räben frostschaden gelitten, daß gantz vnd gar kein herbst gemacht [ebd.]. — b. 'Ernte anderer Früchte' in PfWB Dickwurzel-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Kartoffel-, PfWB Rübenherbst. — Südhess. III 308/09; RhWB Rhein. III 541/ 42; LothWB Lothr. 238; ElsWB Els. I 371; Bad. II 629. [Bd. 3, Sp. 846] und Efeu geschmückt, in der Hand einen gefüllten Römer haltend. Hinter dem Wagen gehen singend und jauchzend die geschmückten Leser und Leserinnen. An den Umzug schließt sich ein Festmahl mit Musik und Tanz an. Vgl. Christmann Vk. 47, Stoll 74. Sie hän de H. gemacht [ NW-Weish/S]. —
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